Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Öl-Lieferungen für Mullah-Militär

Details zum gekaperten Russland-Tanker aufgetaucht: US-Soldaten lassen Putin-Deal mit Iran platzen

Die USA gehen im Atlantik gegen die russische Schattenflotte vor. Der Tanker „Bella 1“ war unterwegs nach Venezuela – doch es gibt auch eine Verbindung zum Iran.

Washington, D. C./Moskau – Am Mittwoch (7. Januar) haben US-Spezialkräfte einen russischen Öltanker im Atlantik gekapert. Die Aktion dürfte wohl den Druck auf Kreml-Chef Wladimir Putin erhöhen. Doch auch eine mögliche Verbindung zum Iran rückt in den Mittelpunkt. Den maroden Tanker, Teil der russischen Schattenflotte, hatte die US-Regierung bereits 2024 sanktioniert, da er iranisches Öl transportierte.

Dieses Bild vom U.S. European Command soll den Tanker Bella 1 zeigen. US-Spezialkräfte hatten das Schiff am Mittwoch übernommen.

Außerdem soll der Eigentümer des Schiffs, die „Louis Marine Shipholding“ aus Panama, laut US-Angaben für die vom Iran unterstützte Terrormiliz Hisbollah Güter transportiert haben. In einem Vermerk der US-Behörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) heißt es, die Firma habe Verbindungen zur Islamischen Revolutionsgarde im Iran.

Trump-Regierung beschlagnahmt Schiff der russischen Schattenflotte – Verbindungen zum Iran

Das britische Verteidigungsministerium, das die US-Streitkräfte bei der Übernahme des Tankers unterstützt hatte, schreibt dazu: „Seit mehreren Jahren gibt es Hinweise darauf, dass „Bella 1“ in illegale Aktivitäten verwickelt ist, die mit internationalem Terrorismus und Kriminalität, einschließlich der Hisbollah, in Verbindung stehen und Teil eines Netzwerks zunehmender Schattenaktivitäten sind, das weltweit ruchlose Aktivitäten fördert und finanziert.“

Die Verbindung der „Bella 1“ zum Iran und dem Mullah-Regime bestätigt auch eine Recherche der Bild-Zeitung. Aus Dokumenten geht hervor, dass das Schiff auch für die „Onden General Trading LLC“ im Einsatz war. „Onden General Trading“ ist ansässig in den Vereinigten Arabischen Emiraten und gehört zu einem Netzwerk, über das das iranische Militär illegalen Handel und Drohnen-Lieferungen durchführt.

USA greifen Venezuela an: Bilder zeigen Zerstörung und Maduro in Gefangenschaft

Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen.
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen. © STR / AFP
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.  © IMAGO/Stringer
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren.
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren.
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.  © IMAGO/Boris Vergara
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela.
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela. © Pedro Mattey/imago
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026.
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026. © Federico Parra/afp
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.  © Andy Wong/dpa
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen.
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen. © @realDonaldTrump/Truth Social
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base.
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base. © Noah K. Murray/dpa
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab.
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab. © Stefan Jeremiah/dpa
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten.
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten. © Yuki Iwamura/dpa
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia.
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia. © Yuki Iwamura/dpa
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro.
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro. © Stefan Jeremiah/dpa
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela.
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela. © Alex Brandon/dpa
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela.
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela. © Donald Trump's Truth Social Account/imago
Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Nach dem US-Militäreinsatz: Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.  © Javier Campos/dpa
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde. © Javier Campos/dpa
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.  © Ariana Cubillos/dpa
Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird.
Protest in Caracas: Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird. © Ariana Cubillos/dpa
Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge.
Protest auch auf den Philippinen: Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge. © Aaron Favila/dpa

Iran als großer Unterstützer Moskaus im Ukraine-Krieg

Iran ist vor allem seit Beginn des Ukraine-Kriegs ein großer Unterstützer Moskaus. Das Mullah-Regime in Teheran steht dem Kreml sowohl diplomatisch als auch militärisch zur Seite. Etwa stimmte Teheran gegen Resolutionen der UN, die Russland für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilen. Außerdem liefert der Iran die Shahed-Kamikazedrohnen an Russland, die im Ukraine-Krieg immer wieder gegen ukrainische Städte zum Einsatz kommen.

Vergangenen Monat unternahm die US-Küstenwache bereits einen Versuch, das Schiff zu stoppen. Im Dezember fuhr der Öltanker noch unter der Flagge des südamerikanischen Landes Guyana in Richtung Venezuelas. Die Crew des Tankers stoppte die Bemühungen der Küstenwache, indem sie in den Atlantik abdrehte. Wenig später malte die Besatzung eine russische Flagge auf das Schiff und der Tanker tauchte plötzlich in einem russischen Schiffsregister unter dem Namen „Marinera“ auf.

Russland entsandte U-Boot, um Bella 1 zu eskortieren – Moskau reagiert empört auf US-Aktion

Besonders brisant: Laut US-Angaben soll der Kreml zur sicheren Eskorte des Tankers ein russisches U-Boot ausgesandt haben. Die russische Regierung soll einem Bericht der New York Times zufolge die US-Regierung sogar darum gebeten haben, das Schiff nicht abzufangen. Russland verurteilte die Aktion der US-Spezialkräfte scharf und erklärte: „Kein Staat hat das Recht, Gewalt gegen Schiffe anzuwenden, die ordnungsgemäß in den Hoheitsgebieten anderer Nationen registriert sind.“ Das russische Außenministerium forderte die USA dazu auf, die russischen Bürger an Bord der „Bella 1“ in ihr Heimatland zurückkehren zu lassen, wie die russische Nachrichtenagentur Tass schreibt.

Zunächst scheint die US-Aktion im Atlantik vor allem gegen Venezuela gerichtet zu sein und nicht explizit gegen die russische Schattenflotte. Vergangenen Monat hatte US-Präsident Donald Trump eine Blockade gegen sanktionierte Öltanker, die Venezuelas Häfen verlassen oder als Ziel haben, angeordnet. Die US-Küstenwache beschlagnahmte fast zeitgleich ein anderes Schiff, die M/T Sophia, das von Venezuela kam und Öl geladen hatte, wie NBC News berichtet. Dennoch dürfte die Aktion der Trump-Regierung auch den Druck auf Wladimir Putin erhöhen – gerade mit Blick auf die andauernden Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg. (Quellen: NBC/Bild/CNN/eigene Recherche) (sischr)

Rubriklistenbild: © U.S. European Command via X

Kommentare