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Politik

Trump bombardiert Irans „Kronjuwel“: USA löschen „jedes militärische Ziel“ aus – und drohen mit nächstem Schlag

Donald Trump meldet einen massiven US-Angriff auf Irans Insel Kharg. Militärische Ziele seien „vollständig ausgelöscht“ worden.

Präsident Donald Trump verkündete am Freitagabend, dass die USA „einen der mächtigsten Bombenangriffe“ in der Geschichte des Nahen Ostens durchgeführt und „jedes militärische Ziel“ auf der Insel Kharg ausgelöscht hätten. „Vor wenigen Augenblicken hat das United States Central Command auf meine Anweisung hin einen der mächtigsten Bombenangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt und jedes MILITÄRISCHE Ziel im Kronjuwel des Iran, der Insel Kharg, vollständig ausgelöscht“, schrieb Trump auf Truth Social.

Trump droht Teheran.

„Unsere Waffen sind die mächtigsten und hochentwickeltsten, die die Welt je gekannt hat, aber aus Gründen des Anstands habe ich mich entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel NICHT zu zerstören“, fuhr er fort. „Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand sonst irgendetwas unternehmen, um die freie und sichere Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus zu behindern, werde ich diese Entscheidung umgehend überdenken.“

Iran-Krieg: Trump nimmt für Ölindustrie wichtige Insel Kharg ins Visier 

Der Iran hat die Straße von Hormus geschlossen, während sich die US- und israelischen Angriffe in dieser Woche verstärkten; der Frachtverkehr durch die enge Seewegverbindung, über die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, kam de facto zum Erliegen. Der Ölpreis schoss Anfang dieser Woche auf über 100 Dollar pro Barrel in die Höhe und überschritt damit zum ersten Mal seit vier Jahren diese Schwelle; er liegt weiterhin nahe diesem Niveau, selbst nachdem die USA vorübergehend Sanktionen auf russisches Öl auf See aufgehoben haben.

Verteidigungsminister Pete Hegseth beschrieb die Militäroperation, die den Namen Operation Epic Fury trägt, Anfang dieser Woche als „einen außergewöhnlichen Angriff“, der die iranischen Streitkräfte rasch schwäche, und sagte: „Mit jedem einzelnen Tag hat dieses Regime im Iran weniger Raketen, weniger Startrampen. Ihre Fabriken arbeiten weniger, und ihre Marine wird ausgelöscht.“ Die Internationale Energieagentur (IEA) erklärte am Mittwoch, ihre Mitglieder würden zur Entlastung der durch die Bedrohung der Öllieferungen durch die Straße von Hormus verursachten Marktturbulenzen eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notreserven freigeben. Einige Ökonomen warnten, dies werde wenig zur Beruhigung der Märkte beitragen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Trump macht Druck – und lässt eine wichtige iranische Insel bombardieren

Mit dem Versprechen, keinen „einzigen Liter Öl“ in die USA oder zu deren Verbündeten passieren zu lassen, hat der Iran mindestens 20 Schiffe angegriffen und die Schifffahrtsroute damit faktisch seit 12 Tagen lahmgelegt. Bilder von brennenden Tankern haben die Ölpreise in die Höhe schießen lassen. US-Beamte haben Kritik und Sorgen über die Auswirkungen der Schließung der Meerenge heruntergespielt: Hegseth sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz im Pentagon vor Reportern, „dass der Iran seit Jahrzehnten der Schifffahrtsindustrie mit Hormus droht: Das ist immer das, was sie tun – die Straße als Geisel halten“, und fügte hinzu: „Wir setzen uns damit auseinander und müssen uns keine Sorgen machen.“

Die USA haben dieses Versprechen am Freitag mit dem Schlag eingelöst, den Trump als notwendig bezeichnete, um den Iran in der Frage Hormus unter Druck zu setzen. Er betonte erneut, dass der Krieg wegen des Potenzials des Iran, eine Atomwaffe zu entwickeln, begonnen habe – etwas, von dem er geschworen habe, dass es niemals geschehen werde.

„Während meiner ersten Amtszeit und auch jetzt habe ich unser Militär zur tödlichsten, mächtigsten und effektivsten Streitmacht überhaupt, bei weitem überall auf der Welt, ausgebaut“, schrieb er. „Der Iran hat KEINE Möglichkeit, irgendetwas zu verteidigen, das wir angreifen wollen – es gibt nichts, was sie dagegen tun können! Der Iran wird NIEMALS eine Atomwaffe besitzen, und er wird auch nicht die Fähigkeit haben, die Vereinigten Staaten von Amerika, den Nahen Osten oder, was das betrifft, die Welt zu bedrohen!“ „Das iranische Militär und alle anderen, die mit diesem Terrorregime verbunden sind, wären gut beraten, ihre Waffen niederzulegen und zu retten, was von ihrem Land noch übrig ist – und das ist nicht viel!“ fügte er hinzu.

Die Insel Kharg dient als strategisches Zentrum für Irans Ölexporte und wickelt ungefähr 90 Prozent der Rohölausfuhren des Landes ab. Der rund fünf Meilen lange Abschnitt vor der iranischen Küste blieb in den ersten Wochen des Krieges unangetastet. Militärexperten hatten zuvor argumentiert, dass ihre Einnahme oder Ausschaltung wahrscheinlich eine große Bodenstreitmacht erfordern würde – eine Taktik, die die Regierung Trump bislang vermieden hat.

Was die Leute sagen

Hegseth am Freitag: „Wie die Welt sieht, handeln sie aus blanker Verzweiflung in der Straße von Hormus, mit einer Situation, mit der wir uns auseinandersetzen. Wir setzen uns damit auseinander und müssen uns keine Sorgen machen. Wir liegen im Plan, alle ihre bedeutenden militärischen Fähigkeiten in einem Tempo zu besiegen, zu zerstören und auszuschalten, wie es die Welt noch nie gesehen hat.“

Trump am Donnerstag auf Truth Social: „Die Vereinigten Staaten sind bei weitem der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir eine Menge Geld. ABER von weitaus größerem Interesse und größerer Bedeutung für mich als Präsident ist es, ein böses Imperium, den Iran, daran zu hindern, Atomwaffen zu besitzen und den Nahen Osten und tatsächlich die Welt zu zerstören. Ich werde niemals zulassen, dass das passiert!“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © Michael Brochstein

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