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Corona-Pandemie
Deals mit Masken: Neue Vorwürfe belasten CDU-Politiker Spahn
Ein interner Bericht belastet laut Medien Unionsfraktionschef Jens Spahn bei Vorwürfen wegen Maskenbeschaffungen während der Corona-Pandemie.
Berlin – Die Kritik an Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) reißt nicht ab. Schon länger wird wegen Masken-Deals in der Frühphase der Corona-Krise 2020 recherchiert und dem ehemaligen Gesundheitsminister Versäumnisse und schwere Fehler vorgeworfen. So habe er etwa laut interner E-Mails, die der FAZ vorlagen, einen Maskenstückpreis von 4,50 Euro angesetzt – statt der empfohlenen 3 Euro. Dieser Mehrpreis habe den Steuerzahler brutto fast 450 Millionen Euro gekostet.
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Nun belastet ein interner Bericht laut NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung Spahn erneut bezüglich seiner Praxis bei den Maskenbeschaffungen. Der 170 Seiten umfassende Bericht der vom früheren Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eingesetzten Sonderbeauftragten Margaretha Sudhoff liegt den drei Medien demnach in Auszügen vor. Spahn war bis Ende 2021 Gesundheitsminister.
Vorwürfe gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn wegen Maskendeals während Corona
Gemäß der Vorwürfe soll der CDU-Politiker das Logistikunternehmen Fiege aus seiner münsterländischen Heimat ohne Ausschreibung einen Auftrag zur Maskenbeschaffung im Volumen von 1,5 Milliarden Euro erteilt haben. Dies sei erfolgt, obwohl das eigentlich für die Logistik zuständige Bundesinnenministerium Spahn damals vor der Beauftragung der Firma Fiege gewarnt habe, hieß es in der Süddeutschen Zeitung. Auch im Corona-Krisenstab der Regierung habe es dagegen Widerstände gegeben, über die sich Spahn hinweggesetzt habe.
Das Beschaffungsvorhaben habe nicht funktioniert, was dem Bund mutmaßlich ein Milliardenschaden verursacht habe, hieß es in der SZ. Viele der Masken wurden später vernichtet.
Gesundheitsministerin Warken (CDU) soll der Bericht zu Jens Spahn bereits vorliegen
Auf tagesschau.de hieß es zudem mit Bezug auf den internen Bericht, Spahn habe das Innenministerium erst nachträglich über das Vorhaben informiert. Außerdem habe er laufende Vorbereitungen im Krisenstab für einen Auftrag an die Logistik-Konzerne DHL und Schenker missachtet. Das Gutachten wurde gemäß tagesschau.de durch Sudhoff im April 2025 fertiggestellt, jedoch nicht veröffentlicht. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) weigere sich vielmehr, den Bericht dem Bundestag vorzulegen.
Kritik daran übte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Paula Piechotta. „Frau Warken möchte den Bericht zur Maskenaufarbeitung unter Verschluss halten, um Jens Spahn vor dem Ende seiner politischen Karriere zu schützen“, sagte sie tagesschau.de. In der SZ warf Piechotta dem Unions-Fraktionschef vor, als Minister gezielt CDU-nahe Unternehmen aus seiner Heimatregion bevorzugt zu haben. Spahn hat bislang immer alle Vorwürfe zurückgewiesen. (mit afp)