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Marjorie Taylor Greene

MAGA-Größe attackiert Trump-Regierung nach Iran-Angriff: „Genug“

Die USA greifen im Nahost-Konflikt den Iran an. Wie reagiert Trumps Umfeld? Eine ultrarechte republikanische Abgeordnete wird bemerkenswert deutlich.

Washington D.C. – Donald Trump feiert den US-Angriff auf Irans Atomanlagen in gewohnter Manier als „great“. Doch die Operation „Midnight-Hammer“ spaltet seine eigene Partei: die Republikaner. Eine eigentlich als glühende Trump-Anhängerin bekannte Kongressabgeordnete wetterte jetzt auf der Plattform X: „Genug ist genug“.

Iran-Angriff von Trump spaltet MAGA-Lager – Republikanerin Taylor Greene wütet

Die Rede ist von Marjorie Taylor Greene aus dem Rechtsaußenlager der Partei: „Solange ich denken kann, habe ich gesehen, wie unser Land in fremden Ländern für fremde Interessen in den Krieg zieht“, schrieb die Republikanerin mit Blick auf den US-Präsidenten Trump, der jetzt Kriegspräsident ist.

Die bisherigen Einsätze ihres Landes bewertet Taylor Green negativ: „Amerikanische Truppen wurden für Regimewechsel, ausländische Kriege und für die Profite der Militärindustrie getötet und für immer physisch und psychisch zerrissen“, schreibt sie in dem X-Post vom 22. Juni. Und fügt diesen Satz – durch Leerraum optisch hervorgehoben – hinzu: „Ich habe es satt.“

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Prominente Republikanerin kritisiert US-Angriff auf Iran: „Neokonservative Kriegstreiber“

Taylor Greens Argumentation in ihrer Kritik am US-Angriff auf den Iran: Sie kenne keinen Amerikaner, der vom Iran getötet wurde, aber viele Landsleute, die Opfer „krimineller illegaler Migranten“ oder „internationaler Kartelle“ wurden. Gegen letztere haben die USA ihre Bomben jedoch nicht gerichtet, beklagt die Trump-Anhängerin.

Sie schimpft in dem langen X-Post unter anderem auf „neokonservative Kriegstreiber“, die wie „Billy Badasses“ in Ländern in den Krieg ziehen, „die die meisten Amerikaner (...) auf keiner Landkarte finden können“. Im Kampf gegen „die tatsächlichen Terroristen“ , die „in unser Land eindringen“ fehle ihnen jedoch der Mut, so Taylor Greene.

In einem Absatz betont Taylor Greene ihre ungebrochene Unterstützung für Trump, beharrt aber: „Das ist keine Illoyalität. Kritisches Denken und eine eigene Meinung zu haben, ist das Amerikanischste überhaupt.“

Kein Fan von Donald Trumps aktuellem Kurs in Nahost: Marjorie Taylor Greene

Republikaner nach US-Angriff auf Iran gespalten: „Isolationisten“ gegen „Falken“

Das Trump-Lager ist gespalten in sogenannte Falken, die den US-Einsatz im Iran befürworten und Isolationisten. Letztere betonen, Trump habe im Wahlkampf ein Ende der „ewigen Kriege“ im Nahen Osten versprochen.

Der frühere Trump-Berater Steve Bannon sagte, viele Anhänger von Trumps MAGA-Bewegung (Akronym für „Make America Great Again“) seien deshalb „nicht glücklich“ über die Angriffe. Die USA hatten Stunden zuvor an der Seite Israels in den Krieg in Israel und in Iran eingegriffen und laut Trump Irans „entscheidende Anlagen zur Uran-Anreicherung“ komplett zerstört.

Republikanerin Taylor Greene kritisiert nach Iran-Angriff plötzlich Trump-Regierung

Auch die Kritik von Taylor Greene am US-Angriff auf den Iran ist ungewohnt deutlich. Die ultrarechte republikanische Abgeordnete aus Georgia rückte unter anderem in den Fokus der Öffentlichkeit, als sie die den Gesetzentwurf für die Umbenennung des Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ federführend verfasst hat.

Am Kulturkampf gegen die öffentlichen Rundfunkanstalten in den USA beteiligte sie sich ebenso. Taylor Greene warf den Sendeanstalten unter anderem vor, eine „LGBTQ-Indoktrination von Kindern“ zu betreiben und eine „familienfeindliche“ Agenda zu verfolgen.

Taylor Greene leitet den Unterausschuss für staatliche Effizienz. Das Gremium sollte zum Start der Trump-Regierung Elon Musk unterstützen, der damals der Effienzabteilung Doge vorstand. (frs)

Rubriklistenbild: © Imago (Montage)

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