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Verdeckte Operationen gegen Venezuela
Maduro als Drogenkartell-Terrorist gebrandmarkt: Trump-Regierung verschärft Kurs
Vor Venezuelas Küste: US-Kriegsschiffe und Flugzeuge positioniert. Trump-Regierung kündigt neue Operationen gegen Maduro für die kommenden Tage an.
Washington, D.C./Caracas – Die Lage zwischen Venezuela und den USA eskaliert stetig. Während US-Präsident Donald Trump auf ein Ende des Ukraine-Kriegs pocht, scheint sich der Republikaner auf den nächsten potenziellen Konflikt vorzubereiten. Ab Montag (24. November) gelten der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und dessen Regierung als Mitglieder einer terroristischen Vereinigung. Das gab das US-Außenministerium bekannt.
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro. Donald Trump könnte gegen das Land in Lateinamerika militärisch vorgehen. Seit Montag ist Maduro von der US-Regierung als Mitglied einer terroristischen Vereinigung designiert.
In einer Mitteilung des Außenministers Marco Rubio heißt es hierzu: „Das Außenministerium beabsichtigt, das Kartell ‚Cartel de los Soles‘ mit Wirkung zum 24. November 2025 als ausländische terroristische Organisation einzustufen. Das in Venezuela ansässige Kartell ‚Cartel de los Soles‘ wird von Nicolás Maduro und anderen hochrangigen Mitgliedern des illegitimen Maduro-Regimes angeführt, die das Militär, die Geheimdienste, die Legislative und die Justiz Venezuelas korrumpiert haben.“
Trump-Regierung designiert Maduro als Mitglied einer terroristischen Vereinigung
Somit stünden der Trump-Regierung ab Montag auch erweiterte Handlungsbefugnisse gegen Venezuela zur Verfügung, berichtet CNN. Die Klassifizierung des „Cartel de los Soles“ als ausländische Terrororganisation autorisiert Präsident Trump, neue Sanktionen gegen Maduros Vermögen und Infrastruktur zu verhängen. Experten betonen, dass diese Einstufung nicht explizit den Einsatz tödlicher Gewalt autorisiert. Dennoch könnte die US-Administration die Einstufung zur Rechtfertigung eines Militäreinsatzes in dem lateinamerikanischen Land nutzen.
„Cartel de los Soles“ beschreibt laut Experten ein dezentralisiertes Netzwerk venezolanischer Gruppen innerhalb der Streitkräfte, die mit Drogenhandel in Verbindung stehen. Der venezolanische Präsident hat stets jede persönliche Beteiligung am Drogenhandel bestritten, und seine Regierung hat wiederholt die Existenz des angeblichen Kartells geleugnet.
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US-Militär versammelt Schlagkraft vor Küste Venezuelas
Unterdessen hat das US-Militär mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe und bis zu 15.000 Soldaten in der Region zusammengezogen. Die Mission des Pentagons trägt den Titel „Operation Southern Spear“. Das US-Militär hat im Rahmen der Anti-Drogenhandel-Kampagne Dutzende von Menschen bei Bootsangriffen in internationalen Gewässern getötet. Hochrangige Beamte des Weißen Hauses hatten den US-Präsidenten über verschiedene Handlungsoptionen innerhalb Venezuelas informiert, darunter Angriffe auf militärische oder Regierungseinrichtungen sowie Spezialoperationen.
Die Schlagkraft der US-Navy in der Karibik. Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford (M., CVN 78), die USS Winston S. Churchill (r, DDG 81) und die USS Mahan (l, DDG 72)
In den kommenden Tagen soll eine neue Phase der US-Operationen gegen Maduro und Venezuela eingeleitet werden. Vier US-Beamte bestätigten gegenüber Reuters die bevorstehenden Maßnahmen, mit denen Trump den Druck auf Präsident Nicolás Maduro verstärken will. Zwei der befragten Beamten gaben an, dass verdeckte Operationen wahrscheinlich den ersten Teil der neuen Aktionen gegen Maduro bilden würden.
Was ist das Cartel de los Soles?
Das Cartel de los Soles, auch als „Kartell der Sonnen“ bezeichnet, ist ein Begriff für ein dezentralisiertes Netzwerk venezolanischer Gruppen innerhalb der Streitkräfte, die mit Drogenhandel in Verbindung gebracht werden. Der Name entstand in den 1990er Jahren, als man gegen venezolanische Generäle und Kommandeure – die Sonnen-Insignien auf ihren Schulterklappen trugen – wegen Drogenhandels ermittelte. Im Gegensatz zu traditionellen Kartellen wie dem Medellín- oder Sinaloa-Kartell handelt es sich beim Cartel de los Soles nicht um eine formal organisierte Struktur mit klarer Hierarchie, sondern um unverbundene Zellen innerhalb des venezolanischen Militärs.
Die Trump-Administration bezeichnete das Cartel de los Soles 2025 als ausländische Terrororganisation und beschuldigt Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, diese Organisation anzuführen. Experten und ehemalige Regierungsbeamte kritisieren diese Einschätzung jedoch scharf und argumentieren, dass es sich nicht um ein formal organisiertes Kartell handelt. Maduro wird vorgeworfen, seit mindestens 1999 einen Drogenhändlerring zu leiten, wobei die USA ein Kopfgeld von 50 Millionen US-Dollar auf ihn ausgesetzt haben. Die venezolanische Regierung bestreitet die Existenz des Kartells und bezeichnet es als „Erfindung der US-Regierung“ und „Narrativ des Imperialismus“. Kritiker sehen in der Terrororganisation-Einstufung einen Vorwand für mögliche Militäraktionen gegen Venezuela.
Quellen: CNN, Wikipedia
Die genauen Zeitpläne und der Umfang der geplanten Operationen bleiben unklar. Ein hochrangiger Regierungsbeamter erklärte am Samstag: „Präsident Trump ist bereit, jedes Element amerikanischer Macht einzusetzen, um zu verhindern, dass Drogen in unser Land strömen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“
Trump will Drogenhandel aus Venezuela einschränken
Offiziell erklärt die Trump-Regierung, sie arbeite daran, illegale Migrantenströme und Drogenhandel zu reduzieren – ein Regimewechsel sei jedoch ein möglicher Nebeneffekt dieser Bemühungen. Trump hofft laut einem US-Beamten, dass der Druck ausreicht, um Maduro zum Rücktritt zu zwingen, ohne direkte militärische Aktionen ergreifen zu müssen. Trump zeigte sich offen für eine diplomatische Lösung und erklärte letzte Woche, dass Maduro „gerne sprechen möchte“ und deutete später an, er wäre bereit, „zu einem bestimmten Zeitpunkt“ mit ihm zu sprechen, wie CNN den Präsidenten zitiert.
Als Zeichen der eskalierenden Spannungen führten die USA am Donnerstag ihre größte militärische Demonstration nahe Venezuela durch. Mindestens sechs US-Flugzeuge flogen für mehrere Stunden demonstrativ nahe der venezolanischen Küste – darunter eine Super Hornet der US-Navy, ein strategischer Bomber B-52 und Aufklärungsflugzeuge. Am Wochenende strichen sechs Fluggesellschaften ihre Flüge nach Venezuela, wie die Präsidentin des venezolanischen Luftfahrtverbands Alav, Marisela de Loaiza mitteilte. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte Fluggesellschaften zuvor vor einer „potenziell gefährlichen Situation“ beim Überflug des Landes gewarnt. (Quellen: CNN/Reuters/US-Außenministerium/AFP) (sischr)