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News im Ticker

Iran aktuell: Israel und Libanon stimmen Waffenruhe zu – Merz will deutsche Beteiligung an Hormus-Räumung

News zur Lage im Iran im Ticker: Libanons Armee wirft Israel Verstoß gegen Waffenruhe vor. Trump sieht sich bei Atomforderung fast am Ziel.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen finden Sie im neuen Iran-Ticker.

Update, 6:45 Uhr: Frankreich und Großbritannien organisieren heute eine Konferenz für eine mögliche Mission westlicher Partner in der Straße von Hormus. Zu den vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer geleiteten Beratungen werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Paris erwartet. Andere Teilnehmer sollen zugeschaltet werden. Die kriegführenden Länder USA, Israel und Iran sind nicht eingeladen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Update, 5:50 Uhr: Die libanesische Armee wirft ⁠Israel Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Seit Inkrafttreten der Feuerpause habe es zeitweiligen Beschuss auf südlibanesische Dörfer gegeben, teilte das Militär laut Reuters mit. Die Menschen seien aufgerufen worden, ​ihre Rückkehr ⁠in die Ortschaften im Süden des Landes vorerst zu verschieben. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme „eine Ansammlung israelischer Soldaten in der Nähe der Stadt Chiam“ im Südlibanon bombardiert.

Iran aktuell: Waffenruhe zwischen Libanon und Israel in Kraft

Update, 17. April, 4:55 Uhr: Zwischen den Nachbarländern Libanon und Israel ist eine zehntägige Waffenruhe offiziell in Kraft getreten. Sie begann um Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ), nachdem sie wenige Stunden zuvor von US-Präsident Donald Trump zuvor verkündet worden war. Auch ⁠nach Beginn der Feuerpause bleibt das israelische Militär nach ⁠eigenen Angaben im Südlibanon stationiert. ‌

Update, 22:54 Uhr: Teheran begrüßt die von Trump ausgerufene Waffenruhe im Libanon-Konflikt und sieht sich als treibende Kraft hinter dem Durchbruch. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte im Staatssender Irib, der Iran habe in den Gesprächen mit den USA konsequent auf eine umfassende Waffenruhe gedrungen. Revolutionsgarden-Kommandeur Ismail Ghani wertete das Ergebnis als klaren Sieg: „Die Feuerpause ist allein der standhaften Haltung der libanesischen Widerstandsbewegung der Hisbollah und der politischen Unterstützung Irans zu verdanken“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Fars. Trump hatte die zunächst auf zehn Tage angelegte Feuerpause nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verkündet.

Iran aktuell: Trump sieht sich bei Atomforderung fast am Ziel

Update, 22:04 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat erklärt, der Iran habe der Übergabe seines angereicherten Urans zugestimmt – ein zentrales Kriterium der USA im aktuellen Krieg um das iranische Atomprogramm. „Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben“, sagte Trump vor Journalisten in Washington, wie die AFP berichtet. Mit „Atomstaub“ meint der US-Präsident offenbar das angereicherte Uran. Beide Länder stünden laut Trump „sehr kurz“ vor einem Friedensabkommen. Die USA und der Iran befinden sich seit einer Woche in einer zweiwöchigen Feuerpause, während Pakistan als Vermittler über ein dauerhaftes Kriegsende verhandelt. Nach einer gescheiterten ersten Gesprächsrunde drängt Islamabad nun auf einen neuen Anlauf.

Zwischen den USA und dem Iran gibt es weiterhin keine Einigung. Donald Trump spricht davon, dass der Krieg bald vorbei sein könnte.

Lage in Nahost: Hisbollah-Entwaffnung bleibt Bedingung für Waffenruhe-Abkommen

Update, 20:50 Uhr: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die mit dem Libanon ausgehandelte zehntägige Waffenruhe als Chance für eine dauerhafte Friedenslösung bezeichnet. „Wir haben die Gelegenheit für ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon“, sagte Netanjahu am Donnerstagabend.

Zugleich verwies er darauf, dass eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon die Bedingung Israels für jedwedes Abkommen sein werde. Weiter führte er aus, dass sich die israelischen Streitkräfte im Süden des Libanon in einem Grenzstreifen festsetzen würden, der zehn Kilometer tief in das Land reiche. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung einer zehntägigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bekannt gegeben. Um „Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen“, hätten der libanesische Präsident Joseph Aoun und Netanjahu dieser Waffenruhe zugestimmt.

Update, 19:25 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz will deutsche Hilfe bei der Räumung von Minen in der Straße von Hormus anbieten. Die Grünen sind zwar nicht dagegen, stellen hierfür aber im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media bestimmte Bedingungen.

Update, 17:54 Uhr: Israel und der Libanon haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe vereinbart. Trump schrieb am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social, er habe mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu gesprochen. Beide hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die um 17.00 Uhr (US-Ostküstenzeit; 23.00 Uhr MESZ) beginnen solle.

Update, 16:38 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will bei den Beratungen über eine Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen am Freitag in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. So soll die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Iran aktuell: Trump-Minister ruft Iran zu Deal auf

Update, 14:56 Uhr: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die iranische Führung wenige Tage vor dem Ablauf der Waffenruhe eindringlich zur Einigung aufgefordert. Das iranische Militär sei durch die jüngsten Kämpfe stark geschwächt, während die USA jederzeit bereit seien, die Angriffe wieder aufzunehmen, falls kein Abkommen zustande komme, erklärte er. „Wir fordern die neue Regierung auf: Trefft eine weise Entscheidung.“

Hegseth bekräftigte, die US-Marine werde die Blockade der Straße von Hormus so lange aufrechterhalten wie erforderlich. Komme es zu keiner Einigung über das iranische Nuklearprogramm, drohte er mit Angriffen auf Infrastruktur und Energieversorgung des Landes. „Das Kriegsministerium wird sicherstellen, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügt.“ Die geltende Waffenruhe läuft kommenden Mittwoch aus. Die ersten Verhandlungen in Islamabad waren am vergangenen Wochenende ergebnislos geblieben. Trump hatte zuletzt signalisiert, eine zweite Gesprächsrunde anzustreben.

Iran aktuell: Bemühungen um neue Verhandlungen

Update, 11:31 Uhr: Laut einem hochrangigen iranischen Vertreter machen der Iran und die USA bei den Verhandlungen über ein Kriegsende gewisse Fortschritte. Dennoch bestünden nach mehr als der Hälfte der zweiwöchigen Waffenruhe nach wie vor erhebliche Differenzen – insbesondere über die nuklearen Ambitionen Teherans. Der Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe geholfen, die Meinungsverschiedenheiten in einigen Punkten zu überbrücken, so der Insider. Dadurch wachse die Hoffnung auf eine Verlängerung der Feuerpause sowie auf neue Gesprächsrunden zwischen Teheran und Washington.

Update, 10:35 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll heute mit dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun telefonieren. Das sagte Gila Gamliel, Israels Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Technologie, dem israelischen Armeesender. US-Präsident Donald Trump hatte ein solches hochrangiges Gespräch zwischen beiden Ländern angekündigt, doch weder Israel noch der Libanon hatten dies zunächst offiziell bestätigt. Es wäre das erste bekannte direkte Telefonat zwischen Netanjahu und Aoun. Aus dem Büro des libanesischen Präsidenten hieß es, man habe keine Informationen zu einem solchen Gespräch.

Iran aktuell: Teherans Atomprogramm deutlich zurückgeworfen

Update, 9:37 Uhr: Einer der erklärten Gründe Trumps für den Kriegsbeginn gegen den Iran war, das Land dauerhaft vom Besitz von Atomwaffen abzuhalten. Das iranische Nuklearprogramm bildet dementsprechend auch einen zentralen Streitpunkt bei den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter pakistanischer Vermittlung. Nach Experteneinschätzung haben die US-israelischen Angriffe dem Programm zwar erheblich geschadet – es aber nicht vollständig ausgeschaltet. „Der Iran ist nicht mehr die Schwellenmacht, die er einst war“, sagt ein israelischer Diplomat, der anonym bleiben möchte. Ein nuklearer Schwellenstaat verfügt über das Fachwissen, die Ressourcen und die Einrichtungen, um in kurzer Zeit eine Atomwaffe entwickeln zu können.

Update, 9:11 Uhr: China macht Druck auf eine Normalisierung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Wie aus einer chinesischen Mitteilung hervorgeht, betonte Außenminister Wang Yi in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi, die „Souveränität, Sicherheit und legitime Rechte und Interessen“ des Irans als Küstenstaat müssten respektiert werden. Zugleich sei die „Freiheit und Sicherheit der internationalen Schifffahrt“ zu garantieren. Die Wiederherstellung der normalen Passage durch die Meerenge sei „der einhellige Ruf der internationalen Gemeinschaft“.

Iran aktuell: Trump verkündet Plan für Israel-Libanon-Lage

Update, 16. April, 6:18 Uhr: Donald Trump hat Gespräche zwischen Israel und dem Libanon für den heutigen Donnerstag angekündigt. Laut dem US-Präsidenten sei es das erste Mal seit rund 34 Jahren, dass die Staats- und Regierungschefs beider Länder miteinander sprächen. Man versuche, „Israel und dem Libanon eine kleine Atempause zu verschaffen“, sagte Trump laut Reuters. „Das wird morgen geschehen“, so der Präsident mit Blick auf die für heute geplanten Direktgespräche zwischen den beiden Ländern.

Update, 20:55 Uhr: In der Straße von Hormus hat das US-Militär nach eigenen Angaben in den ersten beiden Tagen seiner Seeblockade neun Schiffe zum Umkehren gezwungen. „Kein Schiff ist an den US-Kräften vorbeigekommen“, erklärte das zuständige Militärkommando Centcom auf X. Schifffahrts-Trackingdaten legen allerdings ein anderes Bild nahe. Laut dem Analyseunternehmen Kpler passierten seit Beginn der Blockade am Montag (13. April) mindestens sieben mit Iran in Verbindung stehende Schiffe die Meerenge, darunter allein am Dienstag (14. April) drei aus iranischen Häfen ausgelaufene Schiffe.

Update, 11:29 Uhr: Donald Trump hat im Streit mit Papst Leo XIV. über den Iran-Krieg nachgelegt. Auf seiner Plattform Truth Social warf der US-Präsident dem Iran vor, in den vergangenen zwei Monaten Zivilisten getötet zu haben – und richtete dabei eine direkte Botschaft an das Kirchenoberhaupt. „Könnte bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und es absolut inakzeptabel ist, dass der Iran über eine Atombombe verfügt?“, schrieb Trump laut Reuters.

Der Pontifex, der aus den USA stammt, hatte sich zuletzt klar gegen den seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg ausgesprochen. Trump hatte mit seinen Äußerungen auch Italien-Premier Giorgia Meloni gegen sich aufgebracht und ihr inzwischen die „Freundschaft“ gekündigt.

Update, 7:45 Uhr: Donald Trump denkt nach ‌eigenen Worten nicht über eine Verlängerung der noch eine Woche laufenden Waffenruhe ⁠mit dem Iran nach. Es könne so oder so ausgehen, sagte der US-Präsident dem Sender ABC News. Ein Abkommen sei jedoch vorzuziehen, da das Land dann den Wiederaufbau angehen könne. Die USA und der Iran hatten vor einer Woche ​eine zweiwöchige Waffenruhe ⁠vereinbart, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu erreichen.

Update, 14. April, 18:40 Uhr: Mindestens zwei Schiffe aus iranischen Häfen haben nach Angaben des Schifffahrts-Analyseunternehmens Kpler die Straße von Hormus nach Inkrafttreten der US-Teilblockade durchquert. Der unter liberianischer Flagge fahrende Frachter „Christianna“ passierte die Meerenge am Montag, nachdem er Mais in einem iranischen Hafen gelöscht hatte. Ein zweites Schiff, der unter der Flagge der Komoren fahrende Methanol-Tanker „Elpis“, durchquerte die Meerenge ebenfalls.

Erstmeldung: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben für Freitag zu einer Videokonferenz eingeladen, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Teilnehmen sollten Staaten, „die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen“, erklärte das französische Präsidialamt am Dienstag. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, „sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben“. Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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