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„Ziemlich verstörend“
Israel: SPD-Mann erlebt Tel Aviv unter Beschuss und berichtet von Bunker-Erlebnis
Israel und Iran attackieren sich gegenseitig mit Raketen und Drohnen. Tel Aviv ist ein Ziel der iranischen Angriffe. Ein SPD-Politiker schildert Szenen.
Tel Aviv - Die US-Regierung unter Donald Trump (Republikaner) hatte sich noch um Diplomatie bemüht, doch der Iran-Israel-Konflikt ist am Wochenende voll entbrannt. Beide Seiten beschießen sich heftig mit hunderten Raketen und Drohnen, und es gibt etliche Todesopfer auf beiden Seiten zu beklagen.
Luftangriffe auf Israel: Tel Aviv gerät in den Fokus iranischer Raketen
Unter anderem wurde in Tel Aviv ein mehrstöckiges Haus mutmaßlich durch eine iranischen Raketentreffer zum Einsturz gebracht. Rettungskräfte suchten in der Nacht auf Sonntag (15. Juni) nach möglichen Überlebenden. Teheran drohte nicht nur Israel, sondern auch den USA und Großbritannien, weil diese nach Ansicht des Mullah-Regimes die Israelis angeblich unterstützen sollen.
Trump verneinte eine Beteiligung des US-Militärs und warnte den Iran eindringlich vor möglichen Attacken gegen US-Stützpunkte im Nahen Osten. In dieser Gemengelage sitzt ein deutscher SPD-Politiker in Tel Aviv fest. Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Roloff schilderte jetzt in einem Interview, wie er die iranischen Luftangriffe gegen die Großstadt am Mittelmeer erlebte und wieviel Zeit er für die Flucht in den Bunker hat.
Iran-Israel-Konflikt: SPD-Politiker erzählt von Stunden in Luftschutzbunker von Tel Aviv
„In der Nacht auf Samstag war ich zweieinhalb Stunden im Schutzraum. Das war ziemlich verstörend. Ich habe Explosionen gehört und mit dem Handy versucht herauszufinden, was passiert. Es klang, als ob die Stadt über mir abbrennt. Das israelische Verteidigungssystem Iron Dome sorgt aber natürlich auch für Explosionen“, erzählte Roloff dem Nachrichtenmagazin Spiegel: „Als es dann Entwarnung gab und ich rausgucken konnte, habe ich gesehen: Die meisten Raketen wurden abgefangen.“
Es gebe vier Alarmstufen für eine Warn-App auf dem Handy. „Es gibt eine Vorstufe, da klingelt die Warn-App auf dem Handy mit dem Signal: In ein paar Minuten kommt wahrscheinlich der Raketenalarm. Dann halte ich mich bereit und muss, wenn der Alarm kommt, innerhalb von 90 Sekunden in den Schutzraum eilen. Da bleibe ich, bis es Entwarnung gibt. Und das mehrmals am Tag und gerade nachts“, erklärte der SPD-Mann aus Berlin. Die Israelis hätten „eine große Resilienz“. Sie seien Luftangriffe mit Raketen „schlicht gewohnt, so blöd sich das anhört“, erklärte er dem Spiegel.
Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert
Benjamin Netanjahu richtet sich an Iraner: Will der Israel-Premier die Mullahs stürzen?
Er glaube nicht, dass es dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu „um Verhandlungen geht. Ich vermute, er will einen Regimewechsel in Iran“. Israels Ministerpräsident hatte sich in einer Ansprache an das iranische Volk gewandt und erklärt, dass sich die Luftangriffe der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) nicht gegen dieses, sondern gegen das Mullah-Regime und deren Atomprogramm richten. Netanjahu behauptete, dass die Mullahs Uran für mehrere Atombomben anreichern ließen, um mit diesen den jüdischen Staat zu bedrohen.
So sollen die Atomanlagen auch das vorrangige Ziel der Bombardements sein. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekräftigte am Sonntag (15. Juni) vor seiner Abreise zum G7-Gipfel im kanadischen Kananaskis, dass die Israelis das Recht auf Selbstverteidigung hätten. Der deutsche Regierungschef forderte die Mullahs auf, Luftangriffe auf zivile Gebäude und Infrastruktur in Israel einzustellen. (pm)