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Überraschende Ankündigung

Iran-Krieg eskaliert und Trump kündigt Rede zur Lage der Nation an – großes Rätseln in den USA

Der Krieg im Iran nimmt eine weitere Wende – und US-Präsident Donald Trump will zur Nation sprechen. Worum es gehen wird, lässt er offen.

Der Post des Weißen Hauses auf X hat bereits 3000 – nicht nur freundliche – Kommentare: Am kommenden Donnerstag wird US-Präsident Donald Trump um 21 Uhr US-amerikanischer Zeit (Freitag um 3 Uhr mitteleuropäischer Zeit) zur Nation sprechen und die allgemeine Lage der Vereinigten Staaten erörtern. Die Ankündigung erfolgt überraschend und unklar ist, was der Präsident genau sagen wird. Themen gäbe es hingegen genug.

Freitag um 3.00 Uhr deutscher Zeit will sich Trump mit einer Rede an die Nation wenden. (Archivbild)

So könnte er etwa dem Volk erklären, wie er den wieder eskalierten Konflikt mit dem Iran lösen wird. Gestern bereits hatte Trump weitere Angriffe auf den Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Die Ölpreise schossen daraufhin wieder nach oben, was seinen Anhängern nicht gefallen dürfte.

Krieg im Iran könnte Thema von Trump bei Rede zur Nation sein

Zudem deutete Trump in einem Radiointerview an, dass die USA eine tief unter der Erde im Zentrum des Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran errichten wolle, die für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte. Pickaxe sei „ein mögliches Ziel“ für einen „großen, fetten“ Angriff, befand der US-Präsident. Wahrscheinlich werde es „relativ bald“ passieren.

Derweil heulten im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Details gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten erst in der Nacht zuvor feindlichen Raketenbeschuss gemeldet.

250 Jahre USA: Trump feiert auf MAGA-Art – das Jubiläum in Bildern

250 Jahre USA
Die USA feiern 250 Jahre Unabhängigkeit. Präsident Donald Trump stellt sich dabei selbst am meisten in den Vordergrund. An die Auftaktkundgebung am 24. Juni schloss sich ein mehrwöchiges Volksfest an, das am 4. Juli seinen Höhepunkt erlebt.  © Jacquelyn Martin/dpa
250 Jahre USA
Natürlich schwelgt in den MAGA-USA alles in Superlativen. So kündigte Trump für den Jahrestag am 4. Juli auf der National Mall in der US-Hauptstadt „die spektakulärste aller Trump-Kundgebungen“ an. Dabei sollen Militärkapellen spielen und Kampfflugzeuge in den Himmel steigen. Und Trump versprach gleich noch ein weiteres historisches Schauspiel: das „größte Feuerwerk der Weltgeschichte“. © Matt Rourke/dpa
250 Jahre USA
Bei der Kundgebung am 24. Juni läutete Trump die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten mit seinem altbekannten MAGA-Schlachtruf ein: „Make America Great Again“! © Evan Vucci/AFP
250 Jahre USA
In einer gut halbstündigen Rede pries er die „großartigste, stärkste und außergewöhnlichste Nation der Welt“ – vor allem aber seine eigenen Verdienste. Unter seinem Vorgänger Joe Biden von den Demokraten seien die USA „ein totes Land“ gewesen, sagte Trump in der frei gehaltenen Ansprache, die an Wahlkampfauftritte erinnerte. Unter seiner eigenen Führung gelinge dagegen „ein historischer Sieg nach dem anderen für das amerikanische Volk“. © Julia Demaree Nikhinson/dpa
250 Jahre USA
Zu der „patriotischen Eröffnungszeremonie“ waren vor allem Trump-Fans gekommen.  © Oliver Contreras/AFP
250 Jahre USA
Sie trugen MAGA-Kappen, schwenkten das Sternenbanner und skandierten „USA, USA“.  © Julia Demaree Nikhinson/dpa
250 Jahre USA
Vor Trumps Rede spielte eine Militärkapelle US-Hits; Kampfjets donnerten über die National Mall zwischen Kongress und Washington-Denkmal. © Oliver Contreras/AFP
250 Jahre USA
Vor Trump wandten sich auch einige Kabinettsmitglieder an die Menge – mit einem Lobgesang auf die USA und Trump. So sprach Verkehrsminister Sean Duffy (im Bild) vom „großartigsten Präsidenten, den es in diesem Land seit George Washington je gab“.  © Chip Somodevilla/AFP
George Washington
Washington war der erste Präsident der USA (1789 bis 1797). Nach zwei Amtszeiten trat er freiwillig zurück und machte daraus ein zunächst ungeschriebenes Gesetz: Macht muss begrenzt und übertragbar sein. Die heutige US-Hauptstadt trägt seinen Namen. © LM Otero/dpa
250 Jahre Amerika
Nach dem ersten US-Präsidenten ist auch die „George Washington Bridge“ in New York benannt. Die Hängebrücke verbindet Manhattan mit New Jersey.  © Adam Gray/dpa
Das Kapitol in Washington
Das Kapitol in der US-Hauptstadt. George Washington soll hier den Grundstein gelegt haben.  © Verena Wolff/dpa
250 Jahre USA
Aber auch ein anderer Präsident war bei der Auftaktveranstaltung zur „Great American State Fair“ am 24. Juni vor Ort, zumindest hatte sich jemand als Abraham Lincoln verkleidet.  © Matthew Hatcher/AFP
150 Jahre Gettysburg-Rede
Der 16. Präsident führte die Union durch vier Jahre blutigen Bürgerkriegs mit rund 750.000 Todesopfern. 1863 erließ er die Emanzipationsproklamation gegen die Sklaverei; die landesweite Abschaffung folgt 1865. Seine „Gettysburg Address“ gehört zu den berühmtesten Reden der Geschichte. Fünf Tage nach Kriegsende wurde er am 14. April 1865 erschossen. © Rainer Jensen/dpa
250 Jahre USA
Das Denkmal wurde zwischen 1915 und 1922 erbaut. An der Wand über dem Kopf der Statue ist folgender Text zu lesen: “IN THIS TEMPLE / AS IN THE HEARTS OF THE PEOPLE / FOR WHOM HE SAVED THE UNION / THE MEMORY OF ABRAHAM LINCOLN / IS ENSHRINED FOREVER” („In diesem Tempel, / so wie in den Herzen der Menschen, / für die er die Union rettete, / ist die Erinnerung an Abraham Lincoln / auf ewig festgehalten.“) © Aaron Schwartz/AFP
Denkmal Mount Rushmore
Das Denkmal Mount Rushmore mit den Porträtköpfen der Ex-Präsidenten George Washington (1. US-Präsident), Thomas Jefferson (3. Präsident), Theodore Roosevelt (26. Präsident) und Abraham Lincoln (16. Präsident) (von links nach rechts). © David Zalubowski/dpa
250 Jahre USA
Blick auf das Riesenrad und das US-Kapitol im Hintergrund während der „Great American State Fair“, aufgenommen vom Washington Monument auf der National Mall in Washington, D.C.  © Alex Wroblewski/AFP
250 Jahre USA
Die „Great American State Fair“ ist eine Ausstellung, die US-amerikanische Traditionen, die Menschen und die Kultur präsentiert und den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten würdigt. © Julia Demaree Nikhinson/dpa
250 Jahre USA
Ein Modell des Triumphbogens, den Trump bauen lassen will, ist auf der „Great American State Fair“ auf der National Mall zu sehen. © Jen Golbeck/dpa
Das Kapitol in Washington
Historischer Moment in Öl: Ein Gemälde im Kapitol in der US-Hauptstadt zeigt die „Declaration of Independence“. © Verena Wolff/dpa
250 jahre USA
Am 4. Juli 1776 nahmen Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien offiziell eine Erklärung an, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Großbritannien lösten.  © Kwiyeon Ha/dpa
Britisches Königspaar zum Staatsbesuch in den USA
„Kein König! Keine Tyrannei!“: Dieses Motto hatte der US-Gründervater Thomas Paine 1776 in einer Schrift ausgegeben, in der er ein flammendes Plädoyer für die Unabhängigkeit der Amerikaner von Großbritannien hielt. Trump kokettiert dagegen immer wieder damit, ungekrönter Herrscher über die USA zu sein. „Zwei Könige“ überschrieb das Weiße Haus erst Ende April ein Foto von Trump und dem britischen Monarchen Charles III. © Henry Nicholls/dpa
250 Jahre USA
Deshalb kommt es auch zu Protesten, wie hier bei der Aktion „All of U.S. 250“. Ihr Anliegen ist klar: Auch Migrantinnen und Migranten gehören zu den USA. © Rod Lamkey Jr./dpa
250 Jahre USA
Und man erinnert an die berühmten ersten Worte der Präambel der US-Verfassung, die am 17. September 1787 verabschiedet wurde: „We the People“ (Wir, das Volk). Sie drücken aus, dass die Souveränität und Macht der Regierung vom Volk ausgeht und nicht von Königen oder Staaten. © Rod Lamkey Jr./dpa
250 Jahre USA
US-Medien wie die „New York Times“ und die Zeitschrift „The Atlantic“ sprechen von einer „Schlacht“ um die Gedenkfeiern, welche die tief gespaltene Nation eigentlich wieder einen sollten.  © Tierney L. Cross/AFP
US-Präsident Trump
Die oppositionellen Demokraten werfen dem Präsidenten vor, die 250-Jahr-Feiern für ein parteipolitisches Spektakel vor den Zwischenwahlen zum Kongress im November zu nutzen. Trump wiederum unterstellt den „Dummokraten“ (auf Englisch: Dumocrats), wie er sie nur noch verächtlich nennt, sie würden die USA „hassen“ und seien „Verräter“. © Jacquelyn Martin/dpa

Eine Rede an die Nation hält ein US-Präsident für gewöhnlich, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein bedeutender Moment für die Menschen in den USA eingetreten ist. Was könnte dies mit Bezug auf den Iran-Krieg sein? Schließlich hatte Trump das Parlament Medienberichten zufolge vor Tagen bereits über die Wiederaufnahme der US-Angriffe auf den Iran informiert. Mit einem Haken: US-Medien vermeldeten, dass er den Start der US-Angriffe auf den 7. Juli datiert habe – womit Trump aus seiner Sicht die Grundlage schuf, erneut 60 Tage lang ohne Zustimmung des gesetzgebenden Kongresses Krieg gegen den Iran führen zu können.

Trump verkleinert Naturschutzgebiet um 90 Prozent

Vielleicht überrascht Trump aber auch mit einem ganz anderen Thema. Eignen würde sich die Tatsache, dass er zwei Naturschutzgebiete im Bundesstaat Utah um rund 90 Prozent verkleinern lässt. „Wir tun etwas sehr Dramatisches und sehr Wichtiges für die Menschen in Utah und die Menschen in unserem Land“, erklärte er hierzu. Durch die Dekrete werden riesige Flächen potenziell für Öl- und Gasbohrungen, Bergbau und andere wirtschaftliche Aktivitäten geöffnet. 

Die beiden Naturschutzgebiete waren von den früheren Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama geschaffen worden. Unter Schutz gestellt worden waren die Gebiete nicht nur wegen ihrer Naturschönheiten, sondern auch wegen der auf ihnen gelegenen archäologischen Stätten. (Quellen: dpa, AFP, eigene Recherche) (ktho)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AP/dpa

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