Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Debatte um deutsche Minenräumer

Ohne Trump, aber mit Merz: Europa schmiedet Hormus-Mission – Kanzler reist nach Paris

Europa plant eine Hormus-Mission – ohne Trump, aber mit deutschem Geld und Minenräumern? Merz kündigt eine Reise nach Paris an. Was steckt dahinter?

Hunderte Schiffe liegen fest, ein Fünftel des weltweiten Ölhandels stockt seit Beginn des Iran-Krieges. Europa will das ändern: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trommelt aktuell die Verbündeten zusammen, telefoniert mit US-Präsident Donald Trump und Teheran und organisiert Videokonferenzen. Sein Plan: eine eigenständige europäische Militärmission im Persischen Golf, ohne die USA. Es wäre ein Novum in der transatlantischen Sicherheitspolitik. Doch ob sie Gewicht bekommt, hängt maßgeblich von einer Frage ab: Zieht Deutschland mit? Kanzler Friedrich Merz (CDU) reist zumindest zum Gipfel nach Paris. Das erfuhr die Frankfurter Rundschau von Ippen.Media aus Regierungskreisen.

Schickt er die deutsche Marine bald auf eine Hormus-Mission? Bundesverteidigungsminister Boris Pistoris (SPD) hält sich aktuell bedeckt.

Macron versucht, den diplomatischen Rahmen für eine Mission zu schaffen: Er rief sowohl Donald Trump als auch Massud Peseschkian, den Präsidenten der Islamischen Republik Iran, in Telefonaten zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen auf. Die in Islamabad unterbrochenen Gespräche zwischen der US-Regierung und dem Mullah-Regime müssten fortgesetzt und Missverständnisse ausgeräumt werden. Auf der Plattform X schrieb Macron: „Ebenso wichtig ist es, dass die Straße von Hormus so schnell wie möglich bedingungslos, ohne Kontrollen und ohne Mautgebühren wieder geöffnet wird.“

Ohne die USA, aber mit Deutschland? Frankreich plant Militärmission in der Straße von Hormus

Aktuell scheint die Lage in der Straße von Hormus im Iran-Krieg verfahren zu sein. Trotz der Friedensverhandlungen um einen Waffenstillstand ist die für den internationalen Ölhandel wichtige Meerenge seit Wochen blockiert – erst vom Mullah-Regime, jetzt durch die US-Marine. Um den verminten Seeweg für die Schifffahrt wieder freizubekommen und künftig abzusichern, wollen Frankreich und Großbritannien am kommenden Freitag (17. April) eine Videokonferenz organisieren. Merz indes wird persönlich vor Ort sein.

Unter der Führung von Macron sollen Länder, die nicht am Konflikt beteiligt sind, über eine rein defensive Mission beraten. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Die Mission soll dabei erst starten, wenn es die Sicherheitslage zulässt. Bislang hatten die NATO-Verbündeten Trump bei der Iran-Hilfe die kalte Schulter gezeigt.

Macron bezeichnete das Vorhaben als internationale Verteidigungsmission ohne Beteiligung der sogenannten „kriegsführenden“ Staaten – womit er die USA, Israel und den Iran meinte. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot präzisierte: „Die Mission, auf die wir uns beziehen, könnte erst eingesetzt werden, wenn die Ruhe wiederhergestellt ist und die Feindseligkeiten beendet sind.“ Europäische Schiffe würden dabei nicht unter amerikanischem Kommando stehen.

Genau dieser Punkt ist politisch brisant. Französische Diplomaten sehen eine US-Beteiligung kritisch, weil sie die Mission für Teheran schwerer akzeptabel machen könnte. Britische Beamte hingegen befürchten, ein Ausschluss Washingtons könne Trump verärgern und den Aktionsradius der Operation einschränken. Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte bereits vor der Waffenruhe betont, dass Sicherheit in der Straße von Hormus nur mit einer Einigung mit Iran möglich sei.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Dass sich Deutschland grundsätzlich beteiligen will, hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kürzlich klar signalisiert. Man werde „in geeigneter Weise dazu beitragen“, hatte er laut Tagesschau verlauten lassen. Was das konkret bedeuten soll, dazu will sich bislang niemand öffentlich äußern – auch nicht der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Es liefen Gespräche, sagte er laut einem Bericht der Bild. Auf vielen Ebenen. Mit Partnern und Verbündeten. Denn schon längst ist die Straße von Hormus zum Spielball internationaler Mächte geworden. Über mögliche Szenarien hält sich die Bundesregierung weiterhin bedeckt. Lediglich die Reise nach Paris wurde bestätigt.

Ohne ein belastbares internationales Mandat wird Berlin keinen militärischen Beitrag leisten – das hat Merz immer wieder betont. Zusätzlich ist ein Mandat des Deutschen Bundestages für jeden Bundeswehreinsatz im Ausland zwingend erforderlich. Als mögliche rechtliche Grundlagen gelten ein UN-Sicherheitsratsmandat nach Kapitel IV oder eine Ausweitung des bestehenden EU-Marineeinsatzes EUNAVFOR Aspides, an dem Deutschland bereits im Roten Meer beteiligt ist. Sprecher des Auswärtigen Amtes Martin Giese machte laut Tagesschau kürzlich deutlich: Ein UN-Mandat sei denkbar, falls eine Vereinbarung mit Iran zustande käme – weil dann womöglich auch Russland und China eine entsprechende Resolution mittragen würden.

Friedenssicherung im Iran-Krieg: Minenräumer für internationale Hormus-Mission gefragt

Sollte ein Mandat erteilt werden, käme Deutschland eine besondere Rolle zu. Laut WSJ verfügt Berlin über größere finanzielle Möglichkeiten als London und Paris sowie über militärische Fähigkeiten, die für diesen spezifischen Einsatz gebraucht werden. Auf Expertenebene wird über die Entsendung von Minenräumern, Aufklärungsflugzeugen, Fregatten oder Personal zur Koordinierung spekuliert. Deutschlands Minensucherstaffel ist im Kieler Hafen stationiert und umfasst rund zwölf Minenjagd- und Minentauchfahrzeuge. Auch ein Aufklärungsflugzeug aus Djibouti, das bereits an der Roten-Meer-Mission beteiligt war, käme infrage. Die Sprecherin des Verteidigungsministeriums, Natalie Jenning, ließ jedoch offen, welche Fähigkeiten konkret eingebracht werden könnten. Man sei bisher nicht so weit, dass man A-, B- oder C-Pläne skizzieren könne – zumindest nicht öffentlich, sagte sie der Bild.

Hinzu kommt eine weitere Engpassfrage: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verweist auf die bereits bestehenden Verpflichtungen der Bundeswehr – beim Schutz der NATO-Ostflanke und im Nordatlantik. Sicherheitsexperte Christian Mölling von der Denkfabrik EDINA warnte im ARD-Morgenmagazin davor, sich bei den Entscheidungen zu viel Zeit zu lassen. Denn damit nehme man sich auch aus dem Spiel bei der Frage der Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens – und dabei gehe es auch um deutsche Interessen. Die Neuordnung finde jetzt statt und nicht erst, wenn es einen stabilen Waffenstillstand gebe.

Der Plan sieht drei Phasen vor: zunächst die Ausfahrt der festliegenden Schiffe zu ermöglichen, dann mit großangelegten Minenräumarbeiten weitere Passagen zu sichern und schließlich durch militärische Begleitung dauerhaft Schutz zu gewährleisten. „Irgendwann wird es ein Begleitsystem oder irgendeine Form von Konvoi geben müssen, um Schiffe zu schützen“, sagte Mujtaba Rahman von der Eurasia Group dem WSJ. „Versicherer und Reeder werden diesen Schutz wahrscheinlich verlangen.“ (Quellen: dpa, AFP, Wall Street Journal, tagesschau.de, Bild) (jenko)

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

Kommentare