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Politik

Maduro im Fokus: US-Agenten scheitern an Pilot

Feldzug in der Karibik: Maduro appelliert an Trump – „kein verrückter Krieg, bitte!“
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Feldzug in der Karibik: Maduro appelliert an Trump – „kein verrückter Krieg, bitte!“ (Symbolbild)

Ein US-Agent wollte Maduros Flugzeug umleiten. Der Pilot zeigte sich vorsichtig. Die USA verstärken dennoch den Druck auf das Regime.

Ein US-Bundesagent hat versucht, den Chefpiloten des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu bestechen, um das Flugzeug des Staatschefs umzuleiten, sodass er während einer geheimen Operation, die sich über 16 Monate erstreckte, gefangen genommen werden konnte. Das geht aus einem neuen Bericht der Associated Press hervor.

Dieser Versuch war Teil einer breit angelegten US-Kampagne, um Maduro aus dem Amt zu verdrängen. Die Aktion scheiterte jedoch letztlich, sodass der Autokrat die Kontrolle über das ölreiche Land behielt. Newsweek hat das US-Außenministerium und das venezolanische Außenministerium um eine Stellungnahme gebeten.

Die USA setzen in letzter Zeit zunehmend geheime Operationen zusammen mit einer verstärkten Militärpräsenz ein, um Druck auf Maduro auszuüben, dem von Washington Drogenhandel vorgeworfen wird. Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und nachrichtendienstliche Mittel wurden in die Karibik entsandt, um mutmaßliche Narco-Schmuggelboote ins Visier zu nehmen, was Bereitschaft zu aggressiveren Maßnahmen signalisiert.

Das 16-monatige Komplott, Maduros Chefpiloten zu bestechen, zeigt, wie Washington geheime Operationen mit militärischer Macht verbindet, um das Regime zu destabilisieren und gleichzeitig strategischen Druck in der Region auszuüben.

Der Agent, identifiziert als Edwin Lopez, traf sich heimlich mit Maduros Chefpiloten, General Bitner Villegas, und bot ihm ein Vermögen dafür an, das Flugzeug des Präsidenten umzuleiten, sodass die US-Behörden ihn festnehmen könnten, so Associated Press. Der Pilot reagierte vorsichtig auf das Angebot und ging, ohne sich festzulegen, übermittelte Lopez jedoch seine Handynummer – ein mögliches Zeichen für Kooperationsbereitschaft.

Verlauf der Operation

Der Bericht stützt sich auf Interviews mit drei aktuellen und ehemaligen US-Beamten sowie einem Gegner von Maduro und untersucht Textnachrichten, die zwischen Lopez und dem Piloten ausgetauscht wurden. Obwohl Lopez im Juli in den Ruhestand trat, blieb er noch monatelang über eine verschlüsselte Messenger-App mit dem Piloten in Kontakt – ein Hinweis auf die Hartnäckigkeit des Versuchs.

Steigender US-Druck

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Präsident Donald Trump seinen Kurs gegenüber Venezuela verschärft. Die Regierung genehmigte verdeckte CIA-Operationen im Land und verdoppelte die Belohnung für die Festnahme Maduros wegen föderalen Drogenhandels. Diese Prämie, die sich auf bis zu 50 Millionen Dollar belief, wurde von Lopez explizit in einer SMS an den Piloten erwähnt, wie Associated Press berichtet – ein Versuch, auf die Bedeutung einer Zusammenarbeit hinzuweisen.

Unterdessen richten sich US-Streitkräfte auf mutmaßliche Drogenoperationen in der Karibik und setzen Militärpersonal, Kampfhubschrauber und Kriegsschiffe ein. Bei mindestens 13 US-Einsätzen, zu denen auch Operationen im östlichen Pazifik gehörten, kamen mindestens 57 Menschen ums Leben – ein Zeichen für den zunehmenden militärischen Druck, der neben diplomatischen und geheimdienstlichen Aktionen ausgeübt wird. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

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