„So unsagbar peinlich“

7 Fotos zeigen eindeutig, was bei uns in der Politik schiefläuft

Investitionsgipfel „Made for Germany“
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Kanzler Friedrich Merz (CDU) kam am Montag, 21. Juli mit Unternehmensvertretern (und zwei Vertreterinnen, siehe weißes und rotes Outfit) zu einem „Investitionsgipfel“ im Kanzleramt zusammen. Das Gruppenfoto davon sorgt für Reaktionen: Eine Frau auf LinkedIn dachte zuerst, sie müsse die Frauen im Bild mühsam suchen. „Aber schon beim zweiten Blick die Entwarnung: Die beiden Frauen wurden ordentlich markiert. Ich muss sie gar nicht erst suchen. Wow. Das ist mal ein cleverer Move: Einfach die Markierung richtig setzen – und zack, schon fehlt den nervigen Feminist*innen das Futter“, schreibt sie ironisch. „So unsagbar peinlich für die deutsche Wirtschaft!“, kommentiert eine Person das Bild auf X. „Ist das 1962?“
Friedrich Merz und Team „bereit für Politikwechsel“, Instagrambeitrag von Markus Söder
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CSU-Chef Markus Söder veröffentlichte am 25. Februar 2025, kurz nach dem Bundestagswahlsieg, ein Foto der Unionsberatungen, an denen dem Bild zufolge keine einzige Frau beteiligt war. Das Bild führte nicht nur in den sozialen Netzwerken zu Spott: Grünen-Chefin Franziska Brantner sagte über das Bild, dass wahrscheinlich sogar die neue syrische Regierung „vielfältiger“ sei als das Verhandlungsteam der Union.
2023 teilte die FDP Dresden auf X (damals noch Twitter) dieses Bild von acht lächelnden Männern. Andreas heißen sie, und Thomas und Sven. Politikerinnen? Fehlanzeige. Damit repräsentierte das Team der FDP in Dresden zwar nicht die deutsche Bevölkerung, dafür aber das Patriarchat, wie es im Buche steht.
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2023 teilte die FDP Dresden auf X (damals noch Twitter) dieses Bild von acht lächelnden Männern. Andreas heißen sie, und Thomas und Sven. Politikerinnen? Fehlanzeige. Damit repräsentierte das Team der FDP in Dresden zwar nicht die deutsche Bevölkerung, dafür aber das Patriarchat, wie es im Buche steht.
In Cottbus war es 2023 mehr ein Fettnäpfchen, als der offizielle Instagram-Kanal der @stadt_cottbus am internationalen Frauentag ein Foto postete, auf dem der Cottbusser OB und drei weitere Männer Tulpen in die Kamera hielten. Darunter stand: „Stadt der starken Frauen“. Autsch.
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In Cottbus war es 2023 mehr ein Fettnäpfchen, als der offizielle Instagram-Kanal der @stadt_cottbus am Internationalen Frauentag ein Foto postete, auf dem der Cottbusser OB und drei weitere Männer Tulpen in die Kamera hielten. Darunter stand: „Stadt der starken Frauen“. Autsch.
Das Foto von der Münchner Sicherheitskonferenz sorgt für Ärger im Netz.
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Dieses Bild der Münchner Sicherheitskonferenz 2022 hat schon fast Kultstatus. Hier trafen sich deutsche Firmenchefs zum Mittagessen. In einem Meer aus grauen Haaren kann man kaum noch Gesichter erkennen. Das geballte Privileg, ein alter, weißer Mann in Deutschland zu sein, ist aber unmöglich zu übersehen.
Fraktionsvorsitzende von CDU und CSU in Magdeburg
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Eins zu sechzehn: 2021 wurden die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU bei einer Tagung in Magdeburg unfreiwillig zum Symbolbild für das, was in der deutschen Politik schiefläuft. Scheinbar waren nur Männer im Anzug willkommen – außer einer Frau ganz links im Bild.
Armin Laschet 2020 bei der CDU Ruhr.
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Bevor Armin Laschets Kanzlerkandidatur 2021, bewies seine Partei schon, wie viele Männer es bei ihr gibt. Bei einem von Laschets Besuchen der CDU Ruhr entstand ein Bild, das einem X-Nutzer „seit Stunden Freude“ bereitete, wie er 2020 schrieb. „Diese unverhohlene Männerdominanz. Diese Hemdengleichheit. Und der Umstand, dass da wirklich jemand Stehparty-Tische in einen Wald gefahren hat.“ Man konnte sie wirklich kaum auseinanderhalten.

Auf einem Gruppenfoto des Investitionsgipfels sieht man die Frauen in ihren weißen und roten Outfits sofort. Reine Männerteams sind in der Politik ja auch echt eine Seltenheit.

Beim Investitionsgipfel im Kanzleramt am Montag, 21. Juli 2025 haben Unternehmen den Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die Initiative „Made for Germany“ sowie geplante Investitionsvorhaben informiert. Der Initiative gehörten namhafte Unternehmen wie Siemens und die Deutschen Bank an. Umso schockierender ist für viele, dass auf einem Gruppenfoto 39 Männer in dunklen Anzügen und nur zwei Frauen (erkennbar an auffälligen weißen und roten Outfits) zu sehen sind.

Das Bild zeigt, was in Deutschland – anscheinend nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft – schiefläuft. Doch es ist nicht das einzige: Weil wir nichts von Einzelfall-Rhetorik halten, haben wir mal recherchiert (zugegeben, tief mussten wir nicht graben) und noch mehr Bilder von Männergruppen gefunden. Sie zeigen, dass der Satz „Sexismus ist doch längst vorbei“ noch nicht stimmt und dass Frauen und Männer 2025 noch nicht gleichberechtigt sind.

Wem die Bilder als Beweis nicht reichen, hier sind noch ein paar Zahlen: Im neuen Bundestag sitzen 32,4 Prozent Frauen. In der vergangenen Legislaturperiode waren es 34,8 Prozent. Der Frauenanteil im Bundestag ist also wieder auf unter ein Drittel gesunken. Aus dem Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) geht hervor, dass der Frauenanteil in den Vorständen großer deutscher Unternehmen zwar gestiegen ist, trotzdem aber nur bei 18 Prozent liegt. Und: In nur neun von 200 untersuchten Unternehmen war eine Frau Vorstandsvorsitzende. Auch bei der Gründung dominieren Männer: Nur 21 Prozent der Start-Ups werden von Frauen geführt.

Rubriklistenbild: © Katharina Kausche/dpa

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