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Kriegsende?
Feuerpause zwischen Israel und Iran: Trump erklärt Ende von „Zwölftagekrieg“
Der „Zwölftagekrieg“: US-Präsident Trump erklärte die Auseinandersetzung zwischen Iran und Israel für beendet. Der Rauch schwebt aber noch in der Luft.
Teheran/Tel Aviv/Washington D.C. – Der Krieg zwischen Israel und dem Iran drohte zu eskalieren. Nachdem die USA mit sogenannten „Bunkerbrechern“ in das Geschehen eingegriffen hatten, reagierte der Iran prompt: Als Vergeltung für die US-Bombardierung iranischer Atomanlagen feuerte die Islamische Republik Raketen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Katar. Kurz darauf erklärte US-Präsident Donald Trump das Ende des Krieges zwischen Israel und Iran.
Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert
Bei dem Angriff Irans auf die US-Basis kam niemand zu Schaden. Irans Raketen wurden von der Luftabwehr abgeschossen. Trump zufolge hatten die Iraner die USA vor dem Angriff auch gewarnt – es schien sich also von vornherein eher um einen symbolischen Akt der Vergeltung zu handeln. Weitere Schläge gegen US-Basen dürften kaum zu erwarten sein. Nur wenige Stunden danach kündigte der US-Präsident auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ eine Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien an.
Die Waffenruhe solle in etwa sechs Stunden in Kraft treten, sobald beide Seiten andauernde Einsätze beendet hätten, schrieb Trump gegen 18.00 Uhr (Ortszeit Washington). Die Waffenruhe sollte demnach ab 6 Uhr morgens (MESZ) gelten. Zunächst werde der Iran für zwölf Stunden eine Waffenruhe einhalten, dann auch Israel für zwölf Stunden. Damit solle der Krieg beendet werden, schrieb er.
Trotz Feuerpause im Krieg zwischen Israel und Iran: Weitere Angriffe von beiden Seiten
Irans staatlicher Rundfunk bestätigte unterdessen eine Feuerpause. Diese sei dem Feind „aufgezwungen“ worden, hieß es in einer Live-Sendung des Staatsfernsehens. Auch der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Dienstag in Onlinenetzwerken, der Iran habe nicht die Absicht, den Krieg fortzuführen, sobald „das israelische Regime seine illegale Aggression gegen das iranische Volk“ bis spätestens 04.00 Uhr morgens Teheraner Zeit (02.30 Uhr MESZ) einstellt. Eine offizielle Bestätigung aus Israel blieb zunächst aus. Fast zeitgleich heulten in Teilen Israels die Sirenen. Noch in den frühen Morgenstunden feuerte der Iran weitere Raketen auf israelisches Gebiet ab.
Auch das israelische Militär hatte in der Nacht die Bewohner im Zentrum der Hauptstadt und Millionenmetropole in einem Bereich mehrerer Häuserblocks zur Flucht aufgerufen. Die Armee warnte in persischer Sprache auf der Plattform X vor bevorstehenden Luftangriffen und veröffentlichte dazu entsprechende Karten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Allerdings dürfte der Aufruf nur wenige Menschen erreicht haben – eine nahezu vollständige Internetsperre und die späte Uhrzeit machten eine breite Verbreitung nahezu unmöglich. Aus Teheran wurden in der Nacht Explosionen gemeldet.
Trump nennt Krieg zwischen Israel und Iran „Zwölftagekrieg“: „Hätte noch Jahre andauern können“
Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge kam die Vereinbarung der Waffenruhe auch dank der Vermittlung des Emirats Katar zustande. Unter der Annahme, dass der Ablauf so funktionieren werde, wolle er Israel und dem Iran bereits jetzt gratulieren, dass sie den Mut und die Weisheit hätten, Israel im Krieg und den Konflikt zu beenden. Dieser werde künftig als „Zwölftagekrieg“ bekannt sein, schrieb er.
„Das ist ein Krieg, der noch Jahre hätte andauern können, und der den ganzen Nahen Osten hätte zerstören können, aber so kam es nicht – und wird es nicht kommen“, schrieb Trump auf Truth Social weiter. Die von Trump vorgeschlagene Bezeichnung „Zwölftagekrieg“ könnte an den „Sechstagekrieg“ von 1967 zwischen Israel, Ägypten, Jordanien und Syrien angelehnt sein.
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran sei nach seinen Angaben rechtzeitig in Kraft getreten. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump um kurz nach 07:00 Uhr (MESZ): „Bitte verstoßen Sie nicht dagegen!“. (dpa/lw)