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Begegnung im Epstein-Büro
Epstein-Akten: Mitarbeiterin berichtete bereits 1996 über Trump – er starrte auf nackte Beine
Trump steht in den USA wegen der Epstein-Akten zunehmend unter Druck. Der Bericht einer ehemaligen Mitarbeiterin bringt nun neue Brisanz.
Washington – Was steht in den Epstein-Akten? Seit Wochen wird über die Verbindung von Donald Trump zu dem verstorbenen Geschäftsmann debattiert – und der US-Präsident gerät zunehmend unter Druck. Kritiker fordern von ihm, Akten aus dem Epstein-Fall veröffentlichen zu lassen. Vergangene Woche sorgte ein Bericht des Wall Street Journal für Aufsehen: Die Zeitung hatte einen Glückwunschbrief an Epstein aus der Feder von Trump veröffentlicht. In dem Brief mit schlüpfrigem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers mit Brüsten gezeichnet worden sein – die Zeitung beruft sich auf Einblick in Dokumente.
In der Folge wütete Trump nach gewohnter Manier und will die Zeitung auf Milliardensummen verklagen. Doch nun hat die New York Times die Geschichte einer ehemaligen Mitarbeiterin von Jeffrey Epstein veröffentlicht. Diese könnte jetzt ein Indiz sein, wie Donald Trump in den Epstein-Akten auftauchen könnte. Unter anderem soll es um Belästigung durch den jetzigen US-Präsidenten gehen.
Trump in den Epstein-Akten? Zeitungsbericht sorgt für neuen Wirbel
Nach dem Bericht des Wall Street Journal hatte die Debatte um die Epstein-Akten erneut an Dynamik gewonnen. US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi beantragte unterdessen, wie von Trump angewiesen, die Freigabe von Unterlagen zur Anklage gegen Epstein im Jahr 2019. Es geht um die Protokolle der sogenannten Grand Jury. Das ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Epstein war im Juli 2019 angeklagt worden und starb gut einen Monat später.
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Wie aus Bondis Antrag bei einem Gericht in New York hervorgeht, sollen vor der Veröffentlichung Angaben zu den Opfern sowie „andere persönliche identifizierende Informationen“ geschwärzt werden. Die Protokolle der Grand Jury dürften Informationen enthalten, die die konkreten Anklagepunkte gegen Epstein untermauern. Es ist aber nicht die Veröffentlichung aller Ermittlungserkenntnisse zu Epstein, die von einigen Trump-Anhängern gefordert wird. In den vergangenen Jahren schürten Republikaner rund um Trump immer wieder Verschwörungstheorien, wonach US-Eliten an Epsteins Verbrechen teilgehabt und ihn gedeckt hätten.
Epstein-Akten: Ex-Mitarbeiterin berichtet über Begegnung mit Trump
Was genau in den Epstein-Akten über Donald Trump steht, ist bislang ungewiss. Viele Amerikaner glauben, dass die US-Regierung Informationen über mögliche Bekannte Epsteins unter Verschluss hält, die möglicherweise ebenfalls Sexualverbrechen an Minderjährigen begangen haben. Wie nun die New York Times enthüllte, könnten die Aussagen einer ehemaligen Mitarbeiterin von Jeffrey Epstein Hinweise darauf geben, wie Trump in den Epstein-Berichten auftauchen könnte. Sie berichtete demnach bereits 1996 und 2006 dem FBI über beunruhigende Begegnungen mit dem jetzigen US-Präsidenten. Ein Vorfall soll sich 1995 zugetragen haben.
Damals rief Epstein seine Mitarbeiterin nachts unerwartet ins Büro. Sie kam wenig später in Laufshorts und Trump soll sie im Aufzug bedrängt haben. Aus der Schilderung der Begegnung geht hervor, dass die Ex-Mitarbeiterin Angst hatte, als Trump ihre nackten Beine anstarrte. Wenig später erschien Epstein und soll in Richtung des jetzigen Präsidenten folgendes gesagt haben. „Nein, nein. Sie ist nicht für dich da.“ Zum Schluss der Büro-Begegnung will die Mitarbeiterin gehört haben, wie Trump sagte, dass er glauben würde, sie sei 16 Jahre alt.
Hinweis auf Epstein-Akten? Mitarbeiterin berichtete FBI von Trump-Begegnung
Die ehemalige Epstein-Mitarbeiterin meldete das Zusammentreffen mit Donald Trump zunächst der New Yorker Polizei, später dann auch dem FBI. Sie drängte Behörden, Epsteins Umfeld zu untersuchen, einschließlich Trump und Clinton. Nach Einschätzung der New York Times könnten die Epstein-Akten somit Material enthalten, das für den US-Präsidenten peinlich oder politisch problematisch sein könnte – selbst dann, wenn es im Wesentlichen nichts mit den Verbrechen von Epstein zu tun hat.
Das Weiße Haus bestritt bereits am Freitagabend die Darstellungen der ehemaligen Epstein-Mitarbeiterin und verwies auf die lange zurückliegende Entscheidung von Trump, seine Freundschaft mit Epstein zu beenden. „Der Präsident war nie in seinem Büro“, sagte Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, über Epstein. „Tatsache ist, dass der Präsident ihn aus seinem Club geworfen hat, weil er sich wie ein Widerling benahm.“
Epstein-Akten: Trump in den USA zunehmend unter Druck
Erwartet wird währenddessen, dass der Wirbel um die Veröffentlichung der Epstein-Akten weiter das politische Geschehen in den USA dominieren wird. Laut CNN könnte Donald Trump vor einer Woche stehen, die maßgeblich darüber entscheiden könnte, ob es dem Präsidenten gelingt, die Situation zu beruhigen. Derweil erhöhen Demokraten und Republikaner weiter den Druck auf die Regierung, indem sie die Freigabe vom weiteren Informationen zum Fall Epstein fordern.
Die Washington Post urteilte bereits, dass es Trump in der Vergangenheit gelang, viele Skandale zu überleben, die jetzige Epstein-Entwicklung aber nun eine neue Bewährungsprobe für den US-Präsidenten darstellt. Gegenwärtig ist es nicht absehbar, wie schnell die Unterlagen zum Epstein-Fall nach einer Freigabe durch das Gericht veröffentlicht werden könnten. Auch ist unklar, welche Tragweite diese haben. Für Trump könnten die kommenden Tage aber zur großen Herausforderung werden. (fbu/dpa)