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News-Ticker

Ukraine-News: Deutschland verstärkt Luftraum-Kontrolle an Nato-Ostgrenze – auch Frankreich mit Zusage

News zur Lage im Ukraine-Krieg: Polen reagiert auf Drohnen-Abschuss. Westliche Verbündete ringen nach der neuen Eskalation um Antworten. Der Ticker.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Über alle weiteren Entwicklungen zum Ukraine-Krieg halten wir Sie in unserem neuen Ukraine-Ticker auf dem Laufenden.

Update vom 12. September, 5.40 Uhr: Donald Trump hat sich zurückhaltend zum Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum geäußert. Er schloss ein Versehen Moskaus nicht aus: „Es könnte ein Fehler gewesen sein“, sagte der US-Präsident vor der Presse.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22:00 Uhr: Vor dem gemeinsamen Großmanöver von Russland und Belarus hat die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa Polen wegen geschlossener Grenzübergänge Eskalation vorgeworfen. Die „konfrontativen Schritte“ der polnischen Regierung dienten dazu, die „weitere Eskalation der Spannungen im Zentrum Europas zu rechtfertigen“, schrieb sie bei Telegram. Zudem forderte sie Polen dazu auf, seine Grenze zu Belarus offenzuhalten: „Wir fordern Warschau auf, die Konsequenzen von solch kontraproduktiven Schritten zu bedenken und seine Entscheidung so schnell wie möglich zu überdenken.“

Polen hat derweil eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Das teilte das polnische Außenministerium in Warschau auf X mit. Das Treffen solle am Freitag um 21:00 Uhr MESZ stattfinden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in New York aus Diplomatenkreisen.

Nato-Ostgrenze: Frankreich will Kampfjets bereitstellen

Update, 20.47 Uhr: Frankreich stellt drei Rafale-Kampfjets bereit, um die Nato-Ostgrenze zu überwachen, nachdem russische Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen sind. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte am Donnerstag, dass Frankreich sich „am Schutz des polnischen Luftraumes beteiligen“ werde. Zuvor hatte Deutschland angekündigt, die Zahl seiner zur Überwachung eingesetzten Eurofighter-Kampfjets von zwei auf vier zu erhöhen.

Macron informierte über den Onlinedienst X, dass er diese Zusage am Mittwoch dem polnischen Regierungschef Donald Tusk gegeben habe. Zudem habe er Gespräche mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem britischen Premierminister Keir Starmer geführt. Macron betonte: „Wir werden angesichts der zunehmenden Einschüchterungsversuche Russlands nicht nachgeben.“

Schweden reagiert auf Polens Luftraumverletzung durch Russland

Update, 19:37 Uhr: Das schwedische Außenministerium hat als Reaktion auf die Verletzung des polnischen Luftraums durch zahlreiche russische Drohnen den russischen Botschafter einbestellt. Nach einem Treffen mit dem Botschafter erklärte die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard am Donnerstag: „Die russischen Verstöße sind inakzeptabel und stellen eine Gefahr für Europas Sicherheit dar.“ In dem Gespräch wurde zudem „Polens Recht, seine territoriale Integrität zu wahren und seinen Luftraum zu verteidigen“ betont.

Update, 18:21 Uhr: Die Verletzung des polnischen Luftraums durch Russland offenbarte Schwächen in der Verteidigung der NATO-Ostflanke. Während die Ukraine gut 90 Prozent der russischen Drohnen abschoss, gelang es Polen und der NATO nur etwa 20 Prozent der Drohnen zu zerstören. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bot den Ukraine-Verbündeten seine Unterstützung an, um ein „mehrschichtiges Verteidigungssystem“ gegen Drohnen aufzubauen.

Auf X schrieb Selenskyj: „Die Ukraine verfügt über einzigartige Erfahrungen beim Aufbau eines mehrschichtigen Verteidigungssystems: Luftabwehr, mobile Feuergruppen, Abfangdrohnen, Flugzeuge, Hubschrauber und mehrere Ebenen der elektronischen Kriegsführung. Nur so lassen sich massive Angriffe abwehren. Und heute verfügt außer der Ukraine und Russland niemand über ein solches System.“

Selenskyj sei bereit, die Erfahrungen des Ukraine-Kriegs mit Polen und den anderen europäischen Partnern zu teilen. „Dies muss eine gemeinsame Anstrengung sein, damit jede Nation ihre Bevölkerung schützen kann.“

Update, 17:10 Uhr: Als Reaktion auf den Vorfall in Polen mit russischen Drohnen verstärkt die Bundeswehr ihre Beteiligung an der Luftraum-Kontrolle auf dem polnischen Hoheitsgebiet. Die Zahl der eingesetzten Eurofighter-Flugzeuge werde von zwei auf vier verdoppelt, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Donnerstag mit. Zudem werde der Einsatz bis Ende Dezember verlängert – bisher war dieser bis Ende September geplant.

Finnlands Präsident Stubb zu Gesprächen in der Ukraine – auch Polen Thema

Update, 16:59 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb ist heute zu Gesprächen über Sicherheitskooperation und Russland-Sanktionen in Kiew eingetroffen. Der finnische Staatschef traf sich mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und besuchte die Gedenkwand für gefallene ukrainische Soldaten im Ukraine-Krieg. Besondere Aufmerksamkeit galt der russischen Verletzung von Polens Luftraum vom Vortag. „Starke Schritte sind nötig – nicht nur von Europa – starker Druck, der das Potenzial der russischen Kriegstreiberei wirklich begrenzt“, sagte Selenskyj laut dem Kyiv Independent.

Ein Eurofighter der deutschen Luftwaffe. Als Reaktion auf die Verletzung des polnischen Luftraums durch Russland will Deutschland seinen Einsatz in Polen ausweiten: von zwei Eurofightern auf vier.

Update, 15:30 Uhr: Nach der Verletzung des polnischen Luftraums durch zahlreiche russische Drohnen befasst sich am Freitag der UN-Sicherheitsrat mit dem Vorfall. Die Beratungen fänden am Freitag um 15.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MESZ) statt, teilte die gegenwärtige südkoreanische Präsidentschaft des UN-Gremiums am Donnerstag in New York mit. Ein Antrag der Regierung in Warschau für eine solche Sitzung wurde den Angaben zufolge von mehreren Sicherheitsratsmitgliedern unterstützt, darunter die Veto-Mächte Großbritannien und Frankreich sowie das NATO- und EU-Mitglied Slowenien.

EU mit Finanzhilfen an Kiew für den Ukraine-Krieg

Update, 14:41 Uhr: Die EU hat der Ukraine weitere Finanzhilfen in Höhe von einer Milliarde Euro ausgezahlt. Das Geld ist ein Darlehen, das mit Zinserträgen aus der Verwahrung von eingefrorenem Staatsvermögen Russlands in der EU zurückgezahlt wird. Mit der Auszahlung bekräftige die EU ihre Rolle als größter Geber für die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges, teilte die EU-Kommission mit. Die Gesamtunterstützung belaufe sich auf mehr als 170 Milliarden Euro.

Die Unterstützung ist Teil einer Initiative der G7-Gruppe der großen demokratischen Industrienationen, die bis 2027 neue Hilfszahlungen in Höhe von insgesamt rund 45 Milliarden Euro vorsieht. Die EU stellt davon 18,1 Milliarden Euro zur Verfügung, mit der neuen Auszahlung flossen seit Jahresanfang den Angaben nach bislang zehn Milliarden Euro.

Selenskyj bittet Trump um Lieferung von Langstreckenwaffen für den Ukraine-Krieg

Update, 14:00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Donald Trump um die Lieferung von Langstreckenwaffen gebeten, sollte Russland einen Waffenstillstand weiter ablehnen. Das sagte er laut Reuters bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb in Kiew.

Update, 12:55 Uhr: Die Außenminister von Polen, der Ukraine und Litauen haben das Eindringen mutmaßlich russischer Drohnen in den polnischen Luftraum verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie den Vorfall laut Reuters als eine bewusste und beispiellose Provokation Russlands.

Lage im Ukraine-Krieg: Russische Drohnen – Polen ruft UN-Sicherheitsrat an

Update, 11:55 Uhr: Polen hat wegen des Eindringens russischer Drohnen in seinen Luftraum eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Das teilte das polnische Außenministerium in Warschau auf dem Portal X mit. Außenminister Radoslaw Sikorski sagte in einem Radiointerview, Polen wolle „die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf diesen beispiellosen Angriff russischer Drohnen auf einen Mitgliedstaat nicht nur der UN, sondern auch der Europäischen Union und der Nato“ lenken. Angaben darüber, wann der Sicherheitsrat in New York beraten soll, wurden von polnischer Seite nicht gemacht. Russland ist in dem Gremium eine der fünf Vetomächte und kann eine Verurteilung seines Verhaltens blockieren.

Update, 10:50 Uhr: Polen hat nach dem Abschuss mutmaßlich russischer Drohnen den Luftverkehr entlang seiner Ostgrenzen zu Belarus und der Ukraine eingeschränkt. Dies teilte das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte mit. Die polnische Flugsicherungsagentur erklärte, auf Antrag des Militärs sei eine Flugverbotszone im Osten des Landes eingerichtet worden.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk (links) trifft sich auf dem Stützpunkt in Lask mit polnischen Kampfjet-Piloten (rechts der Kommandant des Stützpunkts, Krzysztof Duda).

Die Einschränkungen traten am Mittwochabend in Kraft und gelten bis zum 9. Dezember. Tagsüber sind Flüge in der Zone verboten, es sei denn, es handelt sich um bemannte Flugzeuge mit Flugplan und Funkkontakt zu den Behörden. Nachts gilt ein vollständiges Flugverbot mit Ausnahme von Militärflügen. Für zivile Drohnen gilt ein 24-stündiges Flugverbot.

Lage im Ukraine-Krieg: Tusk warnt nach Drohnen-Abschuss vor Desinformationen aus Russalnd

Update, 10:10 Uhr: Nach dem Eindringen mehrerer russischer Drohnen in Polens Luftraum hat Regierungschef Donald Tusk vor Desinformationskampagnen Moskaus gewarnt. Er mahnte zugleich, diese nicht weiterzuverbreiten. „Die Verbreitung russischer Propaganda und Desinformation in der heutigen Situation ist ein Akt zum Schaden des polnischen Staates, der direkt auf die Sicherheit des Vaterlandes und seiner Bürger abzielt“, schrieb Tusk auf X. Dummheit und bestimmte politische Ansichten könnten nicht als „mildernde Umstände“ für diese Handlungen gelten.

Update, 9:25 Uhr: In der russischen Oblast Belgorod haben die Behörden wegen eines ukrainischen Angriffs angeordnet, dass Schulkinder zu Hause bleiben sollen. Einkaufszentren müssten geschlossen werden, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Er sprach von einem „massiven“ ukrainischen Drohnenangriff. Belgorod grenzt direkt an die Ukraine und war wiederholt Ziel von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte. 

Update, 11. September, 6:27 Uhr: Kiew hat seit Kriegsbeginn immer wieder darum gebeten, dass die westlichen Partner über der Ukraine eine Flugverbotszone für russische Waffen durchsetzen. Die Nato-Verbündeten haben sich aus Furcht vor einer direkten militärischen Konfrontation mit Moskau jedoch nicht darauf eingelassen. Werden sie es jetzt tun? 

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

An einer Telefon-Schaltkonferenz nach dem Drohnenvorfall über Polen nahm neben Tusk (Polen), Macron (Frankreich), Starmer (Großbritannien) und Meloni (Italien) auch Selenskyj (Ukraine) teil. „Die Ukraine schlägt vor, den Luftraum koordiniert, durchdacht und gemeinsam zu verteidigen“, teilte Selenskyj hinterher mit.

Der rechtskonservative polnische Staatschef Nawrocki pflegt einen guten Draht zu Trump. Beide telefonierten nach dem Vorfall mit russischen Drohnen über Polen bereits. Trump reagiert auf die deutliche Eskalation im Ukraine-Krieg mit einem kryptischen Truth-Social-Post: „Was ist los mit Russland, dass es mit Drohnen den polnischen Luftraum verletzt? Jetzt geht’s los!“

Update, 16.25 Uhr: Norwegens Außenminister Espen Barth Eide geht davon aus, dass Russland die Nato mit der Drohnen-Aktion im polnischen Luftraum möglicherweise habe testen wollen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Großbritannien will Luftraum in Polen besser schützen

Update, 15.47 Uhr: Großbritannien will die polnische Luftverteidigung nach dem mutmaßlich russischen Drohnen-Vorfall stärken. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass der britische Verteidigungsminister die Streitkräfte angewiesen habe, Optionen dafür zu prüfen. „Als euer Nato-Verbündeter werden wir euch, unsere polnischen Freunde, unterstützen“, sagte der Minister. „Wir werden unseren Teil dazu beitragen, die Sicherheit eurer Bevölkerung zu gewährleisten.“

Update, 15.05 Uhr: Auf Anfrage erklärte das polnische Verteidigungsministerium gegenüber Ippen.Media, dass die vermutlich russischen Drohnen über polnischen Staatsgebiet auch mit Unterstützung von Black Hawk Hubschraubern abgefangen wurden. „Diese Operationen waren präventiver Natur und dienten der Sicherung des Luftraums und dem Schutz der Bürger, insbesondere in Gebieten, die an das bedrohte Gebiet angrenzen“, so das Ministerium.

Weiter hieß es, dass die polnische Luftwaffe in den vergangenen Monaten immer wieder „mit Missionen zur Sicherung des polnischen Luftraums während der anhaltenden massiven russischen Luftangriffe in der Ukraine beschäftigt“ gewesen sei. Zwar sei es zuvor immer wieder zu Verletzungen des Luftraums von Polen gekommen. Der jüngste Fall sei aber „in der jüngeren Geschichte Polens und der Nordatlantischen Allianz beispiellos“.

Über Einzelheiten werde man zu einem späteren Zeitpunkt genauer informieren. Aktuell sei man mit der Analyse der gefundenen Objekte und der Systemdaten beschäftigt. In Kürze soll ein Bericht für höchste staatliche Stellen erstellt werden.

Update, 13.45 Uhr: Die NATO will wegen des Eindringens russischer Drohnen in den polnischen Luftraum vorerst kein abschließendes Urteil fällen. Generalsekretär Mark Rutte teilte bei einer Pressekonferenz in Brüssel mit, dass die Überprüfung des Vorfalls noch im Gange sei. Allerdings bewerte er das Vorgehen Russlands als rücksichtslos, egal, ob die Aktion absichtlich oder versehentlich erfolgte.

Laut Rutte waren an der Abwehr der Drohnen neben polnischen F-16-Kampfjets auch niederländische F-35, italienische Flugzeuge sowie deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme beteiligt. Zudem nannte er auch ein Awacs-Spezialflugzeug der NATO zur Luftraumüberwachung sowie militärische Tank- und Transportflugzeuge. 

Update, 12.46 Uhr: Als Schwerpunkte der Kämpfe in der Ostukraine galten zuletzt Kupjansk (Region Charkiw) sowie Pokrowsk (Region Donezk). Russlands Truppen sollen auf ihrem Vormarsch auf Kupjansk jetzt einen Teil einer wichtigen Versorgungsstraße besetzt haben. Sie kontrollieren demnach eineinhalb Kilometer der Route. Das erklärte der russische Militärexperte Andrey Marochko gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Größere Gebietsgewinne konnte Russland trotz der regelmäßigen Angriffe allerdings in letzter Zeit nicht verbuchen.

Auch Belarus meldet Abschuss von Drohnen

Update, 11.34 Uhr: Die Armee von Belarus meldete jetzt ebenfalls einen Drohnenvorfall in der Nacht – konkretisierte aber nicht, ob sie von russischen oder ukrainischen Drohnen sprach: Sie habe Drohnen „zerstört“, die aufgrund von Stör- oder Abfangmanövern der Ukraine und Russlands im Ukraine-Krieg von „ihrer Flugbahn abgekommen“ seien. Weiter erklärte sie, sie habe die polnische Luftwaffe über Drohnen informiert, die sich dem Nachbarland genähert hätten.

Update, 10.25 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat eigene Angaben zu russischen Drohnen im Luftraum Polens gemacht. Seinen Informationen waren es mindestens acht Drohnen iranischer Bauart. Auch laut der polnischen Regierung stammen die abgeschossenen Drohnen aus Russland. Selenskyj sprach in sozialen Medien von einem „äußerst gefährlichen Präzedenzfall für Europa“.

Unterdessen gab es im Ukraine-Krieg in der vergangenen Nacht mehr als 400 neue Angriffe Moskaus: Selenskyj zufolge wurde dabei ein Mensch getötet, bislang wisse man von drei Verletzten. Moskau habe 15 ukrainische Regionen attackiert. 

Ukraine-Krieg: Polens Luftraum verletzt – Kiew erwartet weitere Drohnenflüge aus Russland

Update, 8.54 Uhr: Polen meldet den Abschuss russischer Drohnen – und die Reaktion aus Kiew kommt prompt. Kremlchef Wladimir Putin werde nicht aufhören, „den Westen zu testen“, solange er „keine entschiedene Antwort“ auf die Aggressionen Russlands erhalte, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha heute auf X.

Putin „weitet seinen Krieg weiter aus“, kritisierte Sybihas Moskaus Vorgehen weiter. Eine „schwache Reaktion“ werde Russland jetzt „noch mehr provozieren“ und „dann werden russische Raketen und Drohnen noch weiter nach Europa hineinfliegen“, meinte der Politiker.

Update, 7.01 Uhr: Mehr als ein Dutzend Drohnen sind nach Angaben der polnischen Armee während russischer Angriffe auf die Ukraine in den Luftraum über Polen eingedrungen. „Dies ist ein Akt der Aggression, der eine reale Bedrohung für die Sicherheit der Bevölkerung dargestellt hat“, hieß es in einer Mitteilung des Oberkommandos der Streitkräfte auf X. Ein Teil der Drohnen sei abgeschossen worden. Die Armee suche nach den Trümmerteilen.

Ukraine-Krieg: Polen schießt erstmals russische Drohnen ab

Update, 10. September, 5.55 Uhr: Nach „Verletzungen“ des polnischen Luftraums während eines russischen Angriffs auf die Westukraine haben Flugzeuge nach den Worten des polnischen Verteidigungsministers auf „feindliche Objekte“ geschossen. „Die Flugzeuge haben ihre Waffen gegen feindliche Objekte eingesetzt“, erklärte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz heute auf X. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem NATO-Kommando.“

Es ist das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges, dass Warschau im eigenen Luftraum gegen russische Flugkörper einschreitet. Der US-Luftfahrtbehörde FAA zufolge wurden vier Flughäfen vorübergehend geschlossen, darunter der Flughafen Rzeszow-Jasionka. Er gilt als wichtiges Drehkreuz für Waffenlieferungen an die Ukraine. Eine offizielle Bestätigung der Schließungen durch die polnischen Behörden lag zunächst nicht vor. 

Rubriklistenbild: © JOHN THYS/AFP

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