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Aktuelle News im Live-Ticker

Ende des Ukraine-Kriegs? Trump berichtet erneut von „gutem Gespräch“ mit Putin

Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist nicht absehbar. Klingbeil besucht Kiew. Trump genehmigt Lieferung von 3500 Marschflugkörpern. Der Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 26. August, 5.50 Uhr: Nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio und europäischen Außenministern einschließlich des deutschen Außenministers Johann Wadephul hat sich der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha zur aktuellen Lage in den Verhandlungen geäußert. In einem Beitrag im Kurznachrichtendienst X schrieb er, Sicherheitsgarantien müssten „konkret, rechtsverbindlich und wirksam“ sein. Sie sollten zudem „mehrdimensional sein und militärische, diplomatische, rechtliche und andere Ebenen umfassen“.

Die Ukraine sei bereit, weitere Schritte für den Frieden zu unternehmen: „Wir sind bereit für Treffen auf Führungsebene in allen Formaten und Regionen.“ Allerdings warnte er auch vor einer Hinhaltetaktik Russlands: „Wenn Russland weiterhin sinnvolle, konstruktive Friedensschritte ablehnt, muss es mit Konsequenzen rechnen.“ Diese seien „eine drastische Verschärfung der Sanktionen und eine Stärkung der Fähigkeiten der Ukraine“.

Update, 20.54 Uhr: Russland scheint bei einem möglichen Treffen zwischen Kreml-Chef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Zeit spielen zu wollen. US-Präsident Donald Trump äußert nun seine eigene Theorie, warum der Plan für direkte Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs scheitern könnte: Putin vermeide ein Treffen mit Selenskyj, weil er ihn „nicht mag“, so Trump. Über ein mögliches Treffen zwischen den beiden Staatschefs äußerte sich Trump am Montag widersprüchlich; laut Kyiv Independent betonte er weiter, ein Treffen arrangieren zu wollen – fügte dann aber hinzu, dass es möglicherweise gar nicht dazu käme.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 20.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben seit dem Ukraine-Treffen im Weißen Haus vergangenen Montag mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen. Der Republikaner bejahte eine entsprechende Frage einer Journalistin und erklärte, jedes Gespräch, das er mit Putin führe, sei „ein gutes Gespräch“. 

„Und dann wird leider eine Bombe nach Kiew oder irgendwo anders geschickt, und dann werde ich sehr wütend darüber“, sagte Trump weiter. Er fügte hinzu, er habe gedacht, dies sei der einfachste Konflikt, den er lösen könne, und sagte: „Im Krieg passieren seltsame Dinge.“ Trump lobte den Kremlchef nun erneut dafür, nach Alaska gekommen zu sein. Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs erklärte er, dies sei seiner Meinung nach „ein deutliches Zeichen“ gewesen, dass der russische Präsident „die Sache beenden“ wolle. 

Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs: Selenskyj spricht mit Trump-Gesandtem

Update, 17.01 Uhr: Vorbereitungen auf Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Ukrainische und US-amerikanische Regierungsvertreter sollen noch in dieser Woche zusammenkommen, um ein mögliches Treffen zwischen Kiew und Moskau zu besprechen. Das kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut Kyiv Independent am Montag an. Selenskyj plane zudem bei einem Treffen mit dem US-Gesandten Keith Kellogg am Montag über mögliche Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs mit der russischen Seite zu sprechen.

„Wir möchten von amerikanischer Seite erfahren, ob die Russen zu einem bilateralen und schließlich trilateralen Treffen bereit sind – und in welchem ​​Format“, sagte Selenskyj während einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Store. Dabei spricht Selenskyj wohl auch das mögliche persönliche Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin an. Moskau hat einem solchen – von US-Präsident Donald Trump geforderten – Treffen noch immer nicht zugestimmt und stattdessen Bedingungen gestellt.

US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin beim Ukraine-Gipfel in Alaska.

Für Ende des Ukraine-Kriegs: Klingbeil sichert Kiew Sicherheitsgarantien zu

Update, 14.10 Uhr: Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat der Ukraine bei einem Besuch in Kiew die weitere Unterstützung Deutschlands mit Milliardenbeträgen zugesichert. „Wir werden die Ukraine jährlich mit neun Milliarden unterstützen“, sagte er am Montag in der ukrainischen Hauptstadt. „Das ist ein großer Beitrag.“ Die Bundesrepublik sei in Europa der größte Unterstützer der Ukraine.

Klingbeil äußerte sich auch zu möglichen Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land. „Wir haben immer gezeigt in den dreieinhalb Jahren, die dieser Krieg jetzt andauert, dass wir uns nicht wegducken, sondern dass wir an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer stehen“, sagte Klingbeil. „Und das wird auch für Sicherheitsgarantien gelten.“

Die Gespräche für Sicherheitsgarantien stünden zwar erst am Anfang und es gebe „ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Sicherheitsgarantien aussehen können“. Für ihn sei es aber wichtig, „dass wir auf der einen Seite eine wirklich starke, auch verteidigungsfähige ukrainische Armee haben“, sagte der SPD-Politiker. „Und das Zweite ist, dass auch hier in der Ukraine die Rüstungsproduktion hochgefahren wird und die Ukraine dadurch in die Lage versetzt wird, sich zu verteidigen und auch abzuschrecken“, fuhr Klingbeil fort.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Alles begann mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Die Öffnung der Grenzen zunächst in Ungarn leitete das Ende der Sowjetunion ein. Der riesige Vielvölkerstaat zerfiel in seine Einzelteile. Am 25. August 1991 erreichte der Prozess die Ukraine. In Kiew feierten die Menschen das Ergebnis eines Referendums, in dem sich die Bevölkerung mit der klaren Mehrheit von 90 Prozent für die Unabhängigkeit von Moskau ausgesprochen hatte. Im Dezember desselben Jahres erklärte sich die Ukraine zum unabhängigen Staat. Seitdem schwelt der Konflikt mit Russland. © Anatoly Sapronenkov/afp
Budapester Memorandum
Doch Anfang der 1990er Jahre sah es nicht danach aus, als ob sich die neuen Staaten Russland und Ukraine rund 30 Jahre später auf dem Schlachtfeld wiederfinden würden. Ganz im Gegenteil. Im Jahr 1994 unterzeichneten Russland, das Vereinigte Königreich und die USA in Ungarn das „Budapester Memorandum“ – eine Vereinbarung, in der sie den neu gegründeten Staaten Kasachstan, Belarus und der Ukraine Sicherheitsgarantien gaben.  © Aleksander V. Chernykh/Imago
Ukrainedemo, München
Als Gegenleistung traten die drei Staaten dem Atomwaffensperrvertrag bei und beseitigten alle Nuklearwaffen von ihrem Territorium. Es sah danach aus, als ob der Ostblock tatsächlich einen Übergang zu einer friedlichen Koexistenz vieler Staaten schaffen würde. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs erinnern auch heute noch viele Menschen an das Budapester Memorandum von 1994. Ein Beispiel: Die Demonstration im Februar 2025 in München.  © Imago
Orangene Revolution in der Ukraine
Bereits 2004 wurde deutlich, dass der Wandel nicht ohne Konflikte vonstattengehen würde. In der Ukraine lösten Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen den Russland-treuen Präsidenten Wiktor Janukowytsch Proteste  © Mladen Antonov/afp
Ukraine proteste
Die Menschen der Ukraine erreichten vorübergehend ihr Ziel. Der Wahlsieg Janukowytschs wurde von einem Gericht für ungültig erklärt, bei der Wiederholung der Stichwahl setzte sich Wiktor Juschtschenko durch und wurde neuer Präsident der Ukraine. Die Revolution blieb friedlich und die Abspaltung von Russland schien endgültig gelungen. © Joe Klamar/AFP
Wiktor Juschtschenko ,Präsident der Ukraine
Als der Moskau kritisch gegenüberstehende Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 Präsident der Ukraine wurde, hatte er bereits einen Giftanschlag mit einer Dioxinvariante überlebt, die nur in wenigen Ländern produziert wird – darunter Russland. Juschtschenko überlebte dank einer Behandlung in einem Wiener Krankenhaus.  © Mladen Antonov/afp
Tymoschenko Putin
In den folgenden Jahren nach der Amtsübernahme hatte Juschtschenko vor allem mit Konflikten innerhalb des politischen Bündnisses zu kämpfen, das zuvor die demokratische Wahl in dem Land erzwungen hatte. Seine Partei „Unsere Ukraine“ zerstritt sich mit dem von Julija Tymoschenko geführten Parteienblock. Als Ministerpräsidentin der Ukraine hatte sie auch viel mit Wladimir Putin zu tun, so auch im April 2009 in Moskau. © Imago
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowitsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance.
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowytsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance. Er gewann die Wahl mit knappem Vorsprung vor Julija Tymoschenko. Amtsinhaber Wiktor Juschtschenko erhielt gerade mal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen.  © Yaroslav Debely/afp
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014
Präsident Wiktor Janukowytsch wollte die Ukraine wieder näher an Russland führen – auch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, den Russlands Präsident Wladimir Putin auf das Nachbarland ausüben ließ. Um die Ukraine wieder in den Einflussbereich Moskaus zu führen, setzte Janukowytsch im November 2013 das ein Jahr zuvor verhandelte Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union aus.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Maidan-Proteste Ukraine
Es folgten monatelange Massenproteste in vielen Teilen des Landes, deren Zentrum der Maidan-Platz in Kiew war. Organisiert wurden die Proteste von einem breiten Oppositionsbündnis, an dem neben Julija Tymoschenko auch die Partei des ehemaligen Boxweltmeisters und späteren Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, beteiligt waren. © Sandro Maddalena/AFP
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine
Die Forderung der Menschen war eindeutig: Rücktritt der Regierung Janukowiysch und vorgezogene Neuwahlen um das Präsidentenamt. „Heute ist die ganze Ukraine gegen die Regierung aufgestanden, und wir werden bis zum Ende stehen“, so Vitali Klitschko damals. Die Protestbewegung errichtete mitten auf dem Maidan-Platz in Kiew ihr Lager. Janukowytsch schickte die Polizei, unterstützt von der gefürchteten Berkut-Spezialeinheit. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die über mehrere Monate andauerten. © Sergey Dolzhenko/dpa
Der Platz Euromaidan in Kiew, Hauptstadt der Ukraine, ist nach den Protesten verwüstet.
Die monatelangen Straßenkämpfe rund um den Maidan-Platz in Kiew forderten mehr als 100 Todesopfer. Etwa 300 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Berichte über den Einsatz von Scharfschützen machten die Runde, die sowohl auf die Protestierenden als auch auf die Polizei gefeuert haben sollen. Wer sie schickte, ist bis heute nicht geklärt. Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine von 2014 bis 2019, vertrat die These, Russland habe die Scharfschützen entsendet, um die Lage im Nachbarland weiter zu destabilisieren. Spricht man heute in der Ukraine über die Opfer des Maidan-Protests, nennt man sie ehrfürchtig „die Himmlischen Hundert“. © Sergey Dolzhenko/dpa
Demonstranten posieren in der Villa von Viktor Janukowitsch, ehemaliger Präsident der Ukraine
Nach rund drei Monaten erbittert geführter Kämpfe gelang dem Widerstand das kaum für möglich Gehaltene: Die Amtsenthebung Wiktor Janukowytschs. Der verhasste Präsident hatte zu diesem Zeitpunkt die UKraine bereits verlassen und war nach Russland geflohen. Die Menschen nutzten die Gelegenheit, um in der prunkvollen Residenz des Präsidenten für Erinnerungsfotos zu posieren. Am 26. Februar 2014 einigte sich der „Maidan-Rat“ auf eigene Kandidaten für ein Regierungskabinett. Präsidentschaftswahlen wurden für den 25. Mai anberaumt. Die Ukraine habe es geschafft, eine Diktatur zu stürzen, beschrieb zu diesem Zeitpunkt aus der Haft entlassene Julija Tymoschenko die historischen Ereignisse.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Ein Mann stellt sich in Sewastopol, eine Stadt im Süden der Krim-Halbinsel, den Truppen Russlands entgegen.
Doch der mutmaßliche Frieden hielt nicht lange. Vor allem im Osten der Ukraine blieb der Jubel über die Absetzung Janukowytschs aus. Gouverneure und Regionalabgeordnete im Donbass stellten die Autorität des Nationalparlaments in Kiew infrage. Wladimir Putin nannte den Umsturz „gut vorbereitet aus dem Ausland“. Am 1. März schickte Russlands Präsident dann seine Truppen in den Nachbarstaat. Wie Putin behauptete, um die russischstämmige Bevölkerung wie die auf der Krim stationierten eigenen Truppen zu schützen. In Sewastopol, ganz im Süden der Halbinsel gelegen, stellte sich ein unbewaffneter Mann den russischen Truppen entgegen. Aufhalten konnte er sie nicht. © Viktor Drachev/afp
Bürgerkrieg in Donezk, eine Stadt im Donbas, dem Osten der Ukraine
Am 18. März 2014 annektierte Russland die Halbinsel Krim. Kurz darauf brach im Donbass der Bürgerkrieg aus. Mit Russland verbündete und von Moskau ausgerüstete Separatisten kämpften gegen die Armee und Nationalgarde Kiews. Schauplatz der Schlachten waren vor allem die Großstädte im Osten der Ukraine wie Donezk (im Bild), Mariupol und Luhansk. © Chernyshev Aleksey/apf
Prorussische Separatisten kämpfen im Donbas gegen Einheiten der Ukraine
Der Bürgerkrieg erfasste nach und nach immer mehr Gebiete im Osten der Ukraine. Keine der Parteien konnte einen nachhaltigen Sieg erringen. Prorussische Separatisten errichteten Schützengräben, zum Beispiel nahe der Stadt Slawjansk. Bis November 2015 fielen den Kämpfen laut Zahlen der Vereinten Nationen 9100 Menschen zum Opfer, mehr als 20.000 wurden verletzt. Von 2016 an kamen internationalen Schätzungen zufolge jährlich bis zu 600 weitere Todesopfer dazu. © Michael Bunel/Imago
Trümmer von Flug 17 Malaysian Airlines nach dem Abschuss nahe Donezk im Osten der Ukraine
Aufmerksam auf den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine wurde die internationale Staatengemeinschaft vor allem am 17. Juli 2014, als ein ziviles Passagierflugzeug über einem Dorf nahe Donezk abstürzte. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine der Fluggesellschaft Malaysian Airlines war von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. Abgefeuert hatte die Rakete laut internationalen Untersuchungen die 53. Flugabwehrbrigade der Russischen Föderation. In den Tagen zuvor waren bereits zwei Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe in der Region abgeschossen worden. © ITAR-TASS/Imago
Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident Francois Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk
Die Ukraine wollte den Osten des eigenen Landes ebenso wenig aufgeben wie Russland seine Ansprüche darauf. Im September 2014 kamen deshalb auf internationalen Druck Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk zusammen. In der belarussischen Hauptstadt unterzeichneten sie das „Minsker Abkommen“, das einen sofortigen Waffenstillstand und eine schrittweise Demilitarisierung des Donbass vorsah. Die OSZE sollte die Umsetzung überwachen, zudem sollten humanitäre Korridore errichtet werden. Der Waffenstillstand hielt jedoch nicht lange und schon im Januar 2015 wurden aus zahlreichen Gebieten wieder Kämpfe gemeldet. © Mykola Lazarenko/afp
Wolodymyr Selenskyj feiert seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2019
Während die Ukraine im Osten zu zerfallen drohte, ereignete sich in Kiew ein historischer Machtwechsel. Wolodymyr Selenskyj gewann 2019 die Präsidentschaftswahl und löste Petro Poroschenko an der Spitze des Staates ab.  © Genya Savilov/afp
Wolodymyr Selenskyj
Selenskyj hatte sich bis dahin als Schauspieler und Komiker einen Namen gemacht. In der Comedy-Serie „Diener des Volkes“ spielte Selenskyj von 2015 bis 2017 bereits einen Lehrer, der zunächst Youtube-Star und schließlich Präsident der Ukraine wird. Zwei Jahre später wurde die Geschichte real. Selenskyj wurde am 20. Mai 2019 ins Amt eingeführt. Kurz darauf löste der bis dato parteilose Präsident das Parlament auf und kündigte Neuwahlen an. Seine neu gegründete Partei, die er nach seiner Fernsehserie benannte, erzielte die absolute Mehrheit.  © Sergii Kharchenko/Imago
Russische Separatisten in der Ost-Ukraine
Selenskyj wollte nach seinem Wahlsieg die zahlreichen innenpolitischen Probleme der Ukraine angehen: vor allem die Bekämpfung der Korruption und die Entmachtung der Oligarchen. Doch den neuen, russland-kritischen Präsidenten der Ukraine holten die außenpolitischen Konflikte mit dem Nachbarn ein. © Alexander Ryumin/Imago
Ukraine Militär
Im Herbst 2021 begann Russland, seine Truppen in den von Separatisten kontrollierte Regionen in der Ost-Ukraine zu verstärken. Auch an der Grenze im Norden zog Putin immer mehr Militär zusammen. Selenskyj warnte im November 2021 vor einem Staatsstreich, den Moskau in der Ukraine plane. Auch die Nato schätzte die Lage an der Grenze als höchst kritisch ein. In der Ukraine wurden die Militärübungen forciert. © Sergei Supinsky/AFP
Putin
Noch drei Tage bis zum Krieg: Am 21. Februar 2022 unterzeichnet der russische Präsident Wladimir Putin verschiedene Dekrete zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. © Alexey Nikolsky/AFP
Explosion in Kiew nach Beginn des Ukraine-Kriegs mit Russland
Am 24. Februar 2022 wurde der Ukraine-Konflikt endgültig zum Krieg. Russische Truppen überfielen das Land entlang der gesamten Grenze. Putins Plan sah eine kurze „militärische Spezialoperation“, wie die Invasion in Russland genannt wurde, vor. Die ukrainischen Streitkräfte sollten mit einem Blitzkrieg in die Knie gezwungen werden. Moskau konzentrierte die Attacken auf Kiew. Innerhalb weniger Tage sollte die Hauptstadt eingenommen und die Regierung Selenskyjs gestürzt werden. Doch der Plan scheiterte und nach Wochen intensiver Kämpfe und hoher Verluste in den eigenen Reihen musste sich die russische Armee aus dem Norden des Landes zurückziehen. Putin konzentrierte die eigene Streitmacht nun auf den Osten der Ukraine. © Ukrainian President‘s Office/Imago
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Fernsehansprache aus Kiew
Seit Februar 2022 tobt nun der Ukraine-Krieg. Gesicht des Widerstands gegen Russland wurde Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich zu Beginn des Konflikts weigerte, das Angebot der USA anzunehmen und das Land zu verlassen. „Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“, sagte Selenskyj. Die sollte er bekommen. Zahlreiche westliche Staaten lieferten Ausrüstung, Waffen und Kriegsgerät in die Ukraine. Hunderttausende Soldaten aus beiden Ländern sollen bereits gefallen sein, ebenso mehr als 10.000 Zivilpersonen. Ein Ende des Kriegs ist nach wie vor nicht in Sicht. © Ukraine Presidency/afp

Ende des Ukraine-Krieges: Bundeswehr-Experte kritisiert Aussagen von Trump-Vize Vance

Update, 12.05 Uhr: Laut US-Vizepräsident JD Vance hat Russland bei den Verhandlungen im Ukraine-Krieg bereits große Zugeständnisse gemacht. Dies sagte er im US-Sender NBC News. Dem widerspricht der Politikwissenschaftler Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr München. Gegenüber Welt TV sagte er: „Alles, was wir nach diesen Gesprächen in Alaska erleben, ist halt genau nicht, dass Russland große Zugeständnisse gemacht hat.“

Russland bestehe weiterhin auf den Donbass und lehne eine Nato-Truppenstationierung in der Ukraine ab. Der Experte betonte, dass Vance nicht an den Alaska-Gesprächen teilgenommen habe. „Deswegen fehlt mir die Fantasie, woher J.D. Vance die Informationen nimmt, dass die Russen große Zugeständnisse gemacht haben“, sagte Masala.

Ende des Ukraine-Krieges: Russland will in Donezk weiter vorgerückt sein

Update, 10 Uhr: Während diplomatische Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Krieges andauern, behauptet Russland einen weiteren Vormarsch. Dem von Moskau ernannten Donezk-Gouverneur Denis Puschilin zufolge rücken russische Truppen in der Region weiter vor. „Wir sehen die Befreiung von Siedlungen in Richtung Kostjantyniwka. Wir sehen, dass unsere Gruppen bereits am Rande von Konstantinovka selbst vordringen und den Feind zerstreuen“, sagte er laut Staatsmedien. Kreml-Chef Wladimir Putin fordert die Kontrolle über den gesamten Donbass, welches die Regionen Luhansk und Donezk umfasst.

Update, 8.30 Uhr: Der frühere CIA-Chef David Petraeus hat Zweifel an einem baldigen Treffen zwischen Putin und Selenskyj geäußert. „Es gibt derzeit nicht viel, was uns dazu veranlassen würde, das zu glauben“, sagte er beim TV-Sender ABC News. Kremlchef Wladimir Putin bezeichnet er als „Hindernis für den Frieden“. Putin habe nicht die Absicht, den Ukraine-Krieg zu beenden, es sei denn, er erhalte zusätzliches Territorium, so Petraeus. Darüber sei sich wohl auch Donald Trump im Klaren. 

Update, 7.50 Uhr: Bei seinem Besuch in Kiew hat Lars Klingbeil noch einmal deutlich gemacht, dass Deutschland weiter fest zur Ukraine steht. Putin solle sich keinerlei Illusionen machen, dass Deutschlands Unterstützung für die Ukraine bröckeln könne. „Im Gegenteil: Wir bleiben weltweit der zweitgrößte und in Europa der größte Unterstützer der Ukraine“, so der Vizekanzler. „Als Finanzminister bringe ich damit heute auch die klare Zusage mit: Die Ukraine kann sich weiter auf Deutschland verlassen.“

Update, 7.10 Uhr: Lars Klingbeil ist zu Gesprächen mit der ukrainischen Regierung in Kiew eingetroffen. Es könne keine Verhandlungen über die Köpfe der Ukrainer hinweg geben, sagte der Vizekanzler. „Während über einen Frieden verhandelt wird, dürfen nicht weiter jeden Tag Menschen durch die brutalen russischen Angriffe sterben. Deshalb muss es einen Waffenstillstand geben.“ Nötig seien zudem verlässliche Sicherheitsgarantien, die einen dauerhaften Frieden für die Ukraine gewährleisteten. „Dazu stimmen wir uns international eng ab.“

Ende des Ukraine-Kriegs? Kampfhandlungen dauern an

Update, 6.15 Uhr: Das russische Militär hat einen Drohnenangriff auf die Städte Sumy und Romny gestartet. Nach Behördenangaben wurden dabei mindestens zehn Einschläge registriert, es gebe Brände in mehreren Wohnhäusern. Über mögliche Opfer ist bisher noch nichts bekannt.

US-Vizepräsident verkündet historische Russland-Zugeständnisse für Frieden

Update, 19.20 Uhr: US-Vizepräsident JD Vance berichtet von umfangreichen russischen Zugeständnissen für Ukraine-Verhandlungen. Russland habe gegenüber Präsident Trump erstmals in dreieinhalb Jahren Konflikt erhebliche Konzessionen gemacht, sagte Vance am Sonntag im NBC-Interview. „Sie haben eingesehen, dass es ihnen nicht gelingen wird, in Kiew eine Marionettenregierung zu installieren“, erklärte Vance. Zudem habe Russland anerkannt, Sicherheitsgarantien für die territoriale Integrität der Ukraine zu gewähren.

Präsident Trump werde über weitere Sanktionen einzeln entscheiden. Als Beispiel nannte Vance die angekündigten 25-prozentigen Zusatzzölle auf indische Waren wegen deren fortgesetzten Kaufs russischen Erdöls. Der Vizepräsident räumte ein, dass neue Sanktionen Russland vermutlich nicht zu einer Feuerpause bewegen würden. Stellungnahmen aus Russland oder der Ukraine zu Vances Äußerungen lagen zunächst nicht vor.

Update, 17.25 Uhr: Die US-Regierung genehmigte den Verkauf von 3350 Marschflugkörpern des Typs ERAM an die Ukraine. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf zwei US-Beamte. Die Waffen haben eine Reichweite von 450 Kilometern und sollen in sechs Wochen geliefert werden.

Für jeden Einsatz der Extended Range Attack Munition benötigt die Ukraine eine Pentagon-Genehmigung. Das 730-Millionen-Euro-Paket wird über Europa an die ukrainischen Streitkräfte weitergeleitet. Die Lieferung war ursprünglich im Sommer 2024 unter Joe Biden geplant worden. Jetzt wurde das Vorhaben wieder aufgenommen.

Norwegen unterstützt Ukraine mit Patriot Luftabwehr für 600 Millionen

Update, 15.55 Uhr: Norwegen stellt gemeinsam mit Deutschland der Ukraine zwei komplette Patriot-Luftabwehrsysteme zur Verfügung. Der norwegische Beitrag beläuft sich auf umgerechnet fast 600 Millionen Euro, wie die Regierung am Sonntag mitteilte.

Die Systeme befinden sich derzeit in Deutschland und sollen „so bald wie möglich“ geliefert werden. Die USA werden die übergebenen Patriot-Systeme ersetzen. Norwegen beteiligt sich im Rahmen seines mehrjährigen Ukraine-Hilfspakets finanziell am Ersatz.

Kriegsgefangene aus Kursk bei großem Austausch zwischen Russland und Ukraine

Update, 14.32 Uhr: Russland und die Ukraine haben nach russischen Angaben jeweils 146 Gefangene ausgetauscht. Das berichtet Reuters unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Vermittelt worden sei der Tausch von den Vereinigten Arabischen Emirate. Die freigelassenen Russen stammten dem Ministerium zufolge zum Teil aus der Grenzregion Kursk. Die Soldaten befinden sich in Belarus und werden psychologisch und medizinisch betreut.

Merz würdigt Ukraine an Unabhängigkeitstag für Mut im Ukraine-Krieg

Update, 12.32 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte zum ukrainischen Unabhängigkeitstag den Mut der ukrainischen Bevölkerung. „Die Ukrainer wehren sich mutig gegen die Angriffe Russlands. Sie kämpfen für unsere freiheitliche Ordnung in Europa und für einen gerechten Frieden“, schrieb Merz auf X. „Anlässlich des Unabhängigkeitstages stehen wir fest an ihrer Seite – heute und in Zukunft.“

Unabhängigkeitstag in der Ukraine – Russland feuert Luftangriffe ab

Update, 10.50 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht zum ukrainischen Unabhängigkeitstag (24. August) erneut massiv aus der Luft angegriffen. Die russische Armee feuerte nach Angaben des Kyiv Independent insgesamt 72 Drohnen und eine ballistische Rakete ab. Die Luftverteidigung fing demnach 48 Drohnen ab. Die restlichen Geschosse sollen zehn Ziele getroffen haben, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Drei Menschen seien getötet und mindestens drei weitere verletzt worden.

Hohe Verluste für Russland im Ukraine-Krieg

Update, 08.27 Uhr: Russland hat im Ukraine-Krieg nach ukrainischen Angaben erneut hohe Verluste erlitten. Die ukrainische Armeeführung meldet 910 getötete oder schwer verletzte russische Soldaten in den vergangenen 24 Stunden. Seit Kriegsbeginn soll Putins Armee demnach 1.076.070 Soldaten verloren haben. Moskau bestätigt die Verlustangaben nicht. Eine unabhängige Überprüfung ist nicht möglich.

Ukraine-Drohne abgefangen – Kiew nimmt Moskau ins Visier

Update, 07.09 Uhr: Eine auf Moskau abgefeuerte ukrainische Drohne wurde von der russischen Luftabwehr abgefangen. Das meldet der Kyiv Independent unter Berufung auf Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin. Die Trümmer der Drohne würden derzeit untersucht. Der Angriff habe zu Einschränkungen im russischen Luftverkehr geführt. Tote oder Verletzte habe es bei dem Vorfall nicht gegeben.

Update vom 24. August, 06.10 Uhr: Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, soll eine ukrainische Kampfdrohne in der Nähe des russischen Atomkraftwerks Kursk abgeschossen worden sein. Die abgestürzte Drohne habe einen Hilfstransformator beschädigt und ein Feuer ausgelöst. Dies sei aber mittlerweile gelöscht worden. Auch die Strahlungswerte seien normal – die Leistung des Blocks 3 des Atomkraftwerks sei allerdings halbiert worden. Seitens der Ukraine gibt es noch keine Reaktion auf den Vorwurf. Die Informationen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Daniel Torok/White House

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