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Politik

US-Kriegsschiffe vor Venezuela – China reagiert scharf

US-Flugzeugträger
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Es ist eine Machtdemonstration: Die USA haben einen Flugzeugträger in Richtung Karibik verlegt. (Archivbild)

Amerikanische Schiffe operieren nahe der venezolanischen Küste. China warnt vor Destabilisierung der Region. Die militärische Präsenz sorgt für Unruhe.

China hat am Mittwoch eine scharfe Warnung an Washington ausgesprochen, just in dem Moment, als neu veröffentlichte Satellitenbilder amerikanische Kriegsschiffe zeigen, die vor der Küste Venezuelas manövrieren. Dadurch verschärfen sich die Spannungen zwischen den globalen Großmächten hinsichtlich militärischer Bewegungen im Süden der Karibik weiter.

Peking forderte die USA auf, die Region nicht zu destabilisieren. Die chinesische Sprecherin des Außenministeriums, Mao Ning, erklärte: „China lehnt alle Handlungen ab, die gegen die Grundsätze und Prinzipien der UN-Charta sowie gegen die Souveränität und Sicherheit anderer Länder verstoßen“, während sich amerikanische Schiffe bis auf wenige Dutzend Meilen an die venezolanische Küste annäherten.

Die Warnung aus China kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen zwischen den USA und Venezuela bereits zunehmen. In den vergangenen Monaten hat Washington seine Marinepräsenz in der Karibik und im östlichen Pazifik ausgebaut und eine Reihe tödlicher Angriffe auf Schiffe durchgeführt, denen es Drogenschmuggel vorwirft. Diese Operationen, zusammen mit dem Einsatz großer amerikanischer Einheiten wie dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford, wecken in den Regierungen der Region die Sorge, dass die USA den Druck auf Caracas erhöhen.

Da amerikanische Kriegsschiffe bis auf wenige Meilen an venezolanisches Territorium operieren, wird der südliche Karibikraum zu einer immer empfindlicheren Bruchlinie, die globale Großmächte genau beobachten, um Anzeichen von Fehlkalkulationen wahrzunehmen.

Während einer Pressekonferenz in Peking kritisierte Mao auch, was sie als ausländische Einmischung in die Innenpolitik Venezuelas bezeichnete. China sei laut ihr gegen „die Einmischung externer Kräfte in die inneren Angelegenheiten Venezuelas und jeglichen Vorwand dafür.“ Peking verknüpfte seine Position mit einer breiteren Unterstützung für Lateinamerika und die Karibik als erklärter Friedenszone.

Kriegsschiffe nähern sich Venezuela

Vor diesem Hintergrund sorgen neue Bilder für eine zusätzliche Dimension der Spannungen. Aufnahmen des Sentinel-2-Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation zeigen amerikanische Kriegsschiffe, die bei Trinidad und Tobago operieren. Auf einem Bild vom 18. November lag das amphibische Angriffsschiff USS Iwo Jima etwa 45 Meilen nördlich der venezolanischen Paria-Halbinsel.

Die gleichen Bilder offenbarten eine noch nähere amerikanische Präsenz. Zwei weitere Schiffe—das amphibische Transportschiff der San Antonio-Klasse USS Fort Lauderdale und ein noch nicht identifizierter Lenkwaffenzerstörer der Arleigh Burke-Klasse—wurden etwa 13 Meilen südlich der venezolanischen Isla de Patos gesichtet, operierend entlang der nordöstlichen Seegrenze des Landes.

Die Schiffsbewegungen sorgen angesichts ihrer Fähigkeiten und der ungewohnt engen Positionierung nahe venezolanischer Gewässer für wachsende Unruhe in der Region. Obwohl die USA den Umfang der Manöver nicht öffentlich erläutert haben, zeigen Open-Source-Trackingdaten, dass die Schiffe nahe der venezolanischen Küste verweilen.

Militärischer Aufbau

Neben den von Satelliten entdeckten amphibischen Schiffen haben die USA ihre Position in der Karibik deutlich verstärkt. Der nuklear angetriebene Flugzeugträger Gerald R. Ford ist zusammen mit seiner kompletten Kampfgruppe kürzlich in den Verantwortungsbereich des Southern Command eingelaufen. Dieser Einsatz kommt zusätzlich zur Iwo Jima Amphibious Ready Group und weiteren amerikanischen Marine- und Luftwaffenressourcen, wodurch eine starke Konzentration von Feuerkraft und Überwachungskapazität unmittelbar bei Venezuela entsteht.

Seit Anfang September haben die USA 21 Angriffe auf Schiffe im Karibikraum und östlichen Pazifik durchgeführt, die nach amerikanischer Darstellung am Drogenschmuggel beteiligt waren. Dabei kamen 83 Menschen ums Leben. Präsident Donald Trump hat zudem angedeutet, möglicherweise auch verdächtige Schmuggeloperationen auf venezolanischem Gebiet ins Visier zu nehmen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

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