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Herber Schlag für Scholz

Reaktionen zur Bundestagswahl: Lindner verkündet Rückzug – FDP-Größe bringt sich für Nachfolge ins Spiel

2021 kam die SPD auf rund 25 Prozent. Jetzt geht Scholz‘ Partei als Verlierer aus der Bundestagswahl. Reaktionen auf die Ergebnisse der Parteien.

Update, 8.06 Uhr: Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich nach dem angekündigten Rücktritt des FDP-Chefs Christian Lindner offen für eine Übernahme des Parteivorsitzes gezeigt. „Ich stehe voll und ganz hinter der FDP und werde dort in der Partei Verantwortung übernehmen, wo es notwendig ist und wo es gewünscht wird“, sagte die EU-Abgeordnete der Bild-Zeitung laut Mitteilung heute.

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archivbild)

Nach Ergebnisse-Debakel bei Bundestagswahl: Rehlinger will keine SPD-Chefin werden

Update, 7.38 Uhr: Die SPD hat bei der Bundestagswahl einen Absturz erlebt. Wie geht es nach diesen Ergebnissen für die Partei nun weiter? Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) jedenfalls steht „aktuell“ nicht als neue Parteivorsitzende zur Verfügung. Das sagte sie heute im ARD-„Morgenmagazin“. Im Übrigen gebe es mit Saskia Esken eine SPD-Parteivorsitzende.  Doch es könnte jetzt zu personellen Konsequenzen auch an der SPD-Parteispitze kommen. Ko-Parteichef Lars Klingbeil soll auch neuer Vorsitzender der Bundestagsfraktion werden.

Bundestagswahl-Ergebnisse: Zentralrat der Juden „erschrocken“ über AfD-Erfolg

Update, 6.51 Uhr: Die Ergebnisse der AfD bei der Bundestagswahl lösen große Sorge bei jüdischen Vertretern aus. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sagte, er sei erschrocken, auch wenn der Wahlerfolg gemäß den Umfragen zu erwarten war. Doch die AfD hat ihren Stimmenanteil in nur drei Jahren verdoppelt, betonte er laut Nachrichtenagenturen. „Es muss uns alle umtreiben, dass ein Fünftel der deutschen Wähler einer mindestens in Teilen rechtsextremistischen Partei ihre Stimme gibt“, sagte Schuster weiter. Zudem äußerte Schuster Sorge über eine möglicherweise schwierige Regierungsbildung.

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

Bundestagswahl-Ergebnisse: FPÖ-Chef Kickl gratuliert der Weidel-AfD

Update, 6.18 Uhr: Österreichs FPÖ-Chef Herbert Kickl hat der AfD zu den Bundestagswahl-Ergebnissen gratuliert. In der „Brandmauer der Einheitsparteien“ klaffe jetzt ein „ein riesiges Loch“, erklärte er. Die Menschen wollten „nicht mehr länger Bevormundung, illegale Masseneinwanderung, daraus folgenden islamistischen Terror und Sicherheitschaos, Klimakommunismus und Wohlstandszerstörung ertragen.“ Kickls rechtspopulistische FPÖ war bei der vergangenen Österreich-Wahl stärkste Kraft geworden.

Reaktionen auf Bundestagswahl-Ergebnisse: Trump bejubelt „großartigen Tag“

Update, 5.10 Uhr: Aus dem Ausland kommen die ersten Reaktionen zu den Bundestagswahl-Ergebnissen. US-Präsident Donald Trump gratulierte auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social: „Es sieht so aus, als hätte die konservative Partei in Deutschland die mit Spannung erwartete Wahl gewonnen.“ Er schrieb dabei in Großbuchstaben. Ähnlich wie in den USA hätten die Menschen in Deutschland genug von der „Agenda ohne gesunden Menschenverstand“ – vor allem in den Bereichen Energie und Einwanderung, meinte der Republikaner. Es sei ein „großartiger Tag für Deutschland und für die Vereinigten Staaten“.

Update, 4.23 Uhr: Bei den Wahl-Verlierern stehen große personelle Veränderungen an. Kanzler Olaf Scholz will sich nach Übergabe seiner Amtsgeschäfte aus der SPD-Parteispitze zurückziehen, auch Fraktionschef Mützenich hat angekündigt, von seinem Amt zurückzutreten. Für ihn soll Lars Klingbeil übernehmen.

Bei der FDP wird der personelle Umbruch sogar noch dramatischer ausfallen: Parteichef Christian Lindner und sein Vize Wolfgang Kubicki haben einen kompletten Abschied aus der aktiven Politik angekündigt. Wie es mit Sahra Wagenknecht weitergeht, ist unterdessen noch unklar. Sie hatte jedoch bereits vor der Wahl angekündigt, ihr politisches Schicksal mit dem Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde zu verknüpfen.

FDP-Chef Christian Lindner (Archivbild(

Reaktionen auf Bundestagswahl: Kubicki liefert seine Erklärung für schlechtes FDP-Abschneiden

Update, 00.47 Uhr: Wolfgang Kubicki macht die Ampel-Regierung für das schlechte Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl 2025 verantwortlich. Bei Welt äußerte er: „Die Wählerinnen und Wähler, die wir 2021 gewonnen hatten, haben mit der Rolle der FDP in der Ampel gefremdelt.“ Die Phase zwischen dem Bruch der Ampel und den Neuwahlen sei zu kurz gewesen, um das verlorene Vertrauen wiederherzustellen.

Update, 00.12 Uhr: Emmanuel Macron hat Friedrich Merz in einem Telefonat zum Sieg bei der Bundestagswahl gratuliert. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Macron habe die Bedeutung der Zusammenarbeit beider Länder hervorgehoben, um die bedeutenden Herausforderungen in Europa und weltweit anzugehen.

Update, 23.21 Uhr: FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat auf den angekündigten Rücktritt von Christian Lindner reagiert. „Lieber Christian Lindner, Du hast mich auf die bundespolitische Bühne geholt und mir stets großes Vertrauen geschenkt“, schrieb sie in einem Beitrag auf X. „Für Deine Unterstützung, für Deinen unermüdlichen Einsatz für unser Land und unsere Partei danke ich Dir.“

Update 22.44 Uhr: Christian Lindner hat als Reaktion auf die Niederlage der FDP bei der Bundestagswahl seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. „Die Bundestagswahl brachte eine Niederlage für die FDP, aber hoffentlich einen Neuanfang für Deutschland. Dafür hatte ich gekämpft“, schrieb er auf X. „Nun scheide ich aus der aktiven Politik aus. Mit nur einem Gefühl: Dankbarkeit für schnelle 25 intensive, herausfordernde Jahre voller Gestaltung und Debatte.“

Update, 22.30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, hat CDU-Chef Friedrich Merz zu seinem Sieg bei der Bundestagswahl gratuliert. „Eine klare Stimme der Wähler, und wir sehen, wie wichtig dies für Europa ist. Wir freuen uns darauf, unsere gemeinsame Arbeit mit Deutschland fortzusetzen, um Leben zu schützen, der Ukraine echten Frieden näherzubringen und Europa zu stärken“, schrieb Selenskyj auf X.

Kubicki spricht nach ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl über möglichen Rücktritt

Update, 21.55 Uhr: FDP-Urgestein Wolfgang Kubicki hat ebenfalls personelle Konsequenzen angekündigt, sollte seine Partei den EInzug in den Bundestag verpassen. „Ich bin nicht derjenige, der die Partei in den nächsten Tagen aus dem Tal des Jammers wieder herausführt“, sagte er gegenüber Welt. „Mit dem Ablauf der Legislaturperiode“ werde seine politische Karriere enden.

Update, 21.48 Uhr: Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat Friedrich Merz und der Union zum Sieg bei der Bundestagswahl gratuliert. „Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit mit Ihrer künftigen Regierung, um die Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern weiter zu stärken“, schrieb Netanjahu als Reaktion auf X.

Reaktionen auf aktuelle Hochrechnungen zur Bundestagswahl: „wird sehr, sehr schwierig werden“

Update, 21,26 Uhr: Der parlamentarische Geschäftsführer der Union, Thorsten Frei, hat auf die aktuellen Hochrechnungen zur Bundestagswahl reagiert. „Es wird sehr, sehr schwierig werden, auch sehr komplex, dieses Ergebnis in praktische Politik umzumünzen“, so Frei in der ARD. Dabei äußerte er sich auch auf eine möglicherweise notwendige Koalition mit den Grünen. „Das wäre alles andere als die Traumkonstellation.“ Damit müsse man am Ende allerdings zurechtkommen.

Update, 21.18 Uhr: In der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF hat Bundeskanzler Olaf Scholz erklärt, dass er nicht die Verhandlungen mit der Union führen werde. „Ich werde, wenn es Gespräche gibt, zum Beispiel zwischen der SPD und der Union, nicht der Verhandlungsführer der SPD sein“, so Scholz. „Ich habe gesagt, ich bewerbe mich um das Amt des Bundeskanzlers.“ 

Update, 21.01 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das Ergebnis der Bundestagswahl in Deutschland begrüßt. „Es sieht so aus, als hätte die konservative Partei in Deutschland die mit Spannung erwartete Wahl gewonnen“, so Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wie die USA hätten sich die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland eine „Agenda ohne gesunden Menschenverstand insbesondere bei den Themen Energie und Einwanderung“ abgewählt.

Update, 20.40 Uhr: Christian Lindner hat seinen Rücktritt angekündigt, sollte die FDP es nicht über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. „Wenn die FDP aus dem Bundestag ausscheidet, ist das völlig klar, dass ich aus der Politik ausscheide“, sagte Lindner in der „Berliner Runde“ der ARD. Er blicke auf eine fast 25 Jahre lange Karriere zurück. „Wenn morgen meine politische Laufbahn endet, dann scheide ich mit einem Gefühl: Dankbarkeit.“

Reaktionen auf Hochrechnungen zur Bundestagswahl: Merz schließt Koalition mit AfD aus

Update, 20.29 Uhr: Friedrich Merz hat in der ARD eine Zusammenarbeit mit der AFD entschieden ausgeschlossen. „Da können sie die Hand ausstrecken wie sie wollen“, antwortete der CDU-Chef der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel auf ein entsprechendes Angebot. Er werde „das Erbe der CDU“ nicht wegen „einer sogenannten Alternative für Deutschland“ nicht infrage stellen. „Sie wollen das Gegenteil von dem, was wir wollen“, so Merz.

Update, 20.19 Uhr: Nach der schweren Wahlniederlage seiner Partei äußerte sich FDP-Chef Christian Lindner. Am Wahlabend erklärte er, dass die FDP „in das volle politische Risiko“ gegangen sei, um dem Land zu dienen. Er ergänzte: „Wir zahlen selbst heute einen hohen Preis dafür, für Deutschland war diese Entscheidung aber richtig.“

Aktuelle Hochrechnungen zeigen, dass die FDP den Einzug in den Bundestag verpasst. Bei ARD und ZDF liegen die Liberalen derzeit bei 4,7 beziehungsweise 4,8 Prozent und würden somit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Reaktionen auf erste Hochrechnungen zur Bundestagswahl: Gysi dankt Reichinnek

Update, 20.07 Uhr: Gregor Gysi (Die Linke) hat nach dem Wahlerfolg seiner Partei bei der Bundestagswahl vor allem der Parteivorsitzenden Heidi Reichinnek gedankt. Sie habe mit ihren Reden gegen den Rechtsextremismus und ihrem Online-Auftritt vor allem Jugendliche, „die eben nicht rechtsextrem sind“, beflügelt, sagte Gysi in der ARD.

Update, 19.54 Uhr: War es ein Fehler, Olaf Scholz erneut zum Kanzlerkandidaten der SPD zu machen? SPD-Vorsitzende Saskia Esken hält sich in der ARD bei dieser Frage zurück. Sie betonte, dass die Partei ihm für sein Engagement im Wahlkampf dankbar sei. „Wir haben am Ende verloren und das tun wir gemeinsam“, sagte sie als Reaktion auf die Hochrechnungen zur Bundestagswahl.

Update, 19.28 Uhr: Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes und SPD-Mitglied, hat bestürzt auf den Wahlerfolg der in Teilen rechtsextremen AfD reagiert. „Fast 20 Prozent für die AfD sind 20 Prozent zu viel und kein klares Zeichen für den Wirtschaftsimpuls, den wir jetzt brauchen“, sagte Fahimi als Reaktion auf die Bundestagswahl in der Tagesschau.

Update, 19.21 Uhr: SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius hat im Gespräch mit der Tagesschau in einer ersten Reaktion zur Bundestagswahl der Union und Friedrich Merz zum Sieg bei der Bundestagswahl gratuliert. Er hoffe, dass die Union „jetzt den richtigen Ton trifft“. Dabei bezog er sich auf eine viel kritisierte Rede von Friedrich Merz am Samstag (22. Februar) in München.

Zu möglichen Konsequenzen nach dem schlechten Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl wollte sich Pistorius dagegen nicht äußern. Die Partei müsse entscheiden, „mit welcher Mannschaft wir jetzt in die nächsten Monate und Jahre gehen“. Zunächst müsse man festhalten, dass es sich um ein „niederschmetterndes“ Ergebnis handele.

Reaktionen auf SPD-Niederlage: Klingbeil bringt personelle Konsequenzen nach Bundestagswahl ins Spiel

Update, 19.00 Uhr: Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat als Reaktion auf die Bundestagswahl auch personelle Konsequenzen auf die historische Niederlage der SPD angekündigt. Er spricht von einem Generationswechsel in der SPD. „Wir müssen die Partei wieder aufbauen.“

Update, 18.53 Uhr: Bundeskanzler Scholz hat die Wahlniederlage der SPD bei der Bundestagswahl eingestanden. „Das ist ein bitteres Wahlergebnis für die sozialdemokratische Partei, das ist auch eine Wahlniederlage“, so der Bundeskanzler nach der Verkündung der ersten Hochrechnungen.

Erstmeldung: Berlin – Deutschland hat gewählt. Die Stimmen der Bundestagswahl werden noch ausgezählt – schon mit den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Bundestagswahl wird sich jedoch andeuten, wer als Gewinner und wer als Verlierer aus der Wahl geht. Umfragen deuteten bereits vor der Wahl einen herben Rückschlag für die SPD und Bundeskanzler Olaf Scholz an.

Reaktionen auf Bundestagswahl: Umfragen deuten Debakel für SPD an

Noch bei der Bundestagswahl 2021 bekamen die Sozialdemokraten 25,7 Prozent der Stimmen. Sollten sich die Umfragen bewahrheiten, könnte Scholz‘ SPD in den Ergebnissen zur Bundestagswahl rund 10 Prozent eingebüßt haben. Scholz hatte sich bereits vor der Bundestagswahl geäußert, was eine Wahlniederlage für seine politische Zukunft bedeuten würden.

Der SPD-Politiker tritt als Direktkandidat unter anderem gegen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bei der Bundestagswahl an. Falls er das Direktmandat gewinnt, will er die gesamte Legislaturperiode im Bundestag bleiben – auch wenn er nicht erneut Regierungschef wird. Minister in einem möglichen Kabinett unter der Führung von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz zu werden, schloss der SPD-Politiker bereits vor Wochen aus.

Im Wahlkampf gab sich Scholz dennoch stets siegessicher. Dass Scholz tatsächlich noch an eine Verlängerung seiner Amtszeit glaubte, schien angesichts der Umfragewerte jedoch unwahrscheinlich. Bei seinen letzten TV-Auftritten vor der Wahl zeigte Scholz sich sichtlich gelockert – trat entspannter und angriffslustiger auf. An den Umfragewerten seiner Partei änderte das jedoch wenig. Auch die New York Times schrieb in einem Text zur Bundestagswahl mit Verweis auf Umfragen, dass Scholz kaum Chancen habe, „seinen Posten zu behalten“. CNN wagte vor der Wahl die Prognose: „Die Partei des amtierenden Bundeskanzlers, die SPD, könnte der größte Verlierer der Wahl werden.“

Bevor erste Prognosen zu den Ergebnissen der Bundestagswahl veröffentlicht wurden, schien die Stimmung bei der SPD-Wahlparty in Berlin noch verzweifelt optimistisch. Im Gespräch mit unserem Reporter vor Ort sagten viele: Man könne froh sein, wenn es am Ende auf 18 Prozent hinausläuft. (pav)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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