Live-Ticker
Alaska-Gipfel mit Trump und Putin: Merz sieht „wirklich großen Fortschritt“
Nach dem Treffen von Trump und Putin zum Ukraine-Krieg heißt es aus Kiew, dass Moskau Zeit gewonnen hat. Verwirrung um Ergebnisse in Anchorage.
Update, 17.35 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht nach dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin einen „wirklich großen Fortschritt“ für einen Ukraine-Frieden. Er erklärte in einem RTL/ntv-Interview, US-Präsident Trump habe der Ukraine Sicherheitsgarantien angeboten. Der amerikanische Präsident habe nach dem Treffen mit dem Kreml-Chef „sehr ausführlich dargelegt, wie intensiv er mit Putin über Modalitäten eines Friedensabkommens gesprochen hat“. Die USA seien bereit, „Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu geben“.
Update, 17.25 Uhr: Nach dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Machthaber Wladimir Putin haben europäische Staats- und Regierungschefs eine Erklärung veröffentlicht. Dazu gehören Frankreichs Präsident Macron, Italiens Ministerpräsidentin Meloni, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premierminister Keir Starmer, Finnlands Präsident Alexander Stubb, Polens Ministerpräsident Donald Tusk, EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Mit Blick auf das gemeinsame Telefonat mit Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dem Gipfel hieß es: „Die Staats- und Regierungschefs begrüßten die Bemühungen von Präsident Trump, das Töten in der Ukraine zu beenden, den russischen Angriffskrieg zu beenden und einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen.“ Die Erklärung forderte „weitere Gespräche unter Einbeziehung von Präsident Selenskyj“. Man sei bereit, mit Trump und Selenskyj „auf einen trilateralen Gipfel mit europäischer Unterstützung hinzuarbeiten“.
Weiter hieß es, die Ukraine benötige „unumstößliche Sicherheitsgarantien“. Die sogenannte „Koalition der Willigen“ sei bereit, eine aktive Rolle zu spielen. „Den ukrainischen Streitkräften und ihrer Zusammenarbeit mit Drittstaaten sollten keine Beschränkungen auferlegt werden. Russland kann kein Veto gegen den Weg der Ukraine in die EU und die Nato einlegen“, betonten die Staats- und Regierungschefs und ergänzten: „Es ist Sache der Ukraine, Entscheidungen über ihr Territorium zu treffen. Internationale Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verändert werden.“
Update, 14.05 Uhr: In der Ukraine stößt das Trump-Putin-Treffen auf wenig Gegenliebe. Der US-Präsident vertrete mit seinem Vorschlag, eine Waffenruhe zugunsten eines Friedensabkommens aufzugeben, die Position des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sagte Oleksandr Mereschko, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des ukrainischen Parlaments, gegenüber Reuters. „Leider hat Trump Putins Position eingenommen. Das war es, was Putin wollte.“
Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern




Update, 12.49 Uhr: Erstmals nach dem Alaska-Gipfel von Putin und Trump meldet sich ein europäisches Staatsoberhaupt zum weiteren Vorgehen zu Wort. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Alaska-Gipfel betont, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse. Gemeinsam mit seinen europäischen Kollegen sei er der Meinung, dass dies notwendig sei, solange der russische Angriffskrieg auf die Ukraine laufe und ein solider und dauerhafter Frieden, der die Rechte der Ukraine respektiere, nicht geschlossen worden sei, schrieb der französische Staatschef auf X.
Macron schrieb auch, die Europäer seien sich einig, dass jeder solide Frieden von unerschütterlichen Sicherheitsgarantien begleitet werden müsse. „Ich begrüße mit Blick darauf die Bereitschaft der USA, dazu beizutragen“, schrieb Macron. Um dabei konkret voranzukommen, solle es bald ein neues Treffen der „Koalition der Willigen“ geben.
Der französische Präsident mahnte zudem, die Lehren aus den vergangenen 30 Jahren zu ziehen „und besonders aus der gut bekannten Neigung Russlands, seine eigenen Verpflichtungen nicht einzuhalten“.
Update, 12.30 Uhr: Russland wertet das Putin-Trump-Treffen als großen Erfolg. Ex-Präsident Dmitri Medwedew erklärte bei Telegram, das Treffen habe bewiesen, dass Verhandlungen ohne Vorbedingungen parallel zur militärischen Spezialoperation möglich seien. Es sei ein vollwertiger Kontaktmechanismus auf höchster Staatsebene ohne Ultimaten entstanden. Putin habe die russischen Kriegsende-Bedingungen präsentiert. Die USA hätten vorerst auf zusätzlichen Druck gegen Russland verzichtet.
Reaktionen auf Alaska-Treffen: Kritik aus Europa und den USA
Update, 11.55 Uhr: Norwegens Außenminister Espen Barth Eide kritisierte Putins Äußerungen zum Ukraine-Krieg beim Alaska-Treffen. Putin habe „alte Sprüche wiederholt“, erklärte Eide vor der Presse in Oslo. Diese seien „Codewörter für Russlands Rechtfertigung der illegalen Invasion“. Norwegen fordert weiterhin Druck auf Russland: „Wir brauchen ein klareres Signal, dass dies einen Preis für Russland hat.“
Update 10.25 Uhr: Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, hat das Treffen von Donald Trump mit Wladimir Putin scharf kritisiert. „Donald Trump hat heute dem autokratischen Schurken Wladimir Putin den roten Teppich ausgerollt“, sagte Schumer in einer Erklärung. Während Details zum Gesprächsinhalt zwischen Trump und Putin noch auf sich warten ließen, scheine es so, als hätte der US-Präsident dem Russen Legitimität auf einer internationalen Bühne verliehen und keinerlei Rechenschaftspflicht abverlangt – aber im Gegenzug nichts erhalten. „Wir befürchten, dass es keine Diplomatie war, sondern reines Theater.“
Reaktionen auf Alaska-Treffen: CDU-Politiker Kiesewetter spricht von „schwarzem Freitag“
Update, 9.21 Uhr: Nach dem Alaska-Treffen von Putin und Trump hat der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter ein deutliches Fazit gezogen. Der Gipfel habe „kein gutes Ergebnis“ gebracht, sagte er im ARD-Morgenmagazin. „Es ist eher ein schwarzer Freitag gewesen.“ Es gebe weder einen Waffenstillstand noch ernsthafte Konsequenzen, „sondern eine Einladung von Trump nach Moskau“. Putin habe kein Interesse an Verhandlungen, außer, um sich wieder auf Augenhöhe auf der internationalen Bühne zu präsentieren, sagte Kiesewetter. „Das ist Putin eindeutig gelungen. Er wirkt rehabilitiert, während der Krieg fortgesetzt wird.“
Reaktionen auf Alaska-Treffen: Trump-Berater fällt deutliches Urteil
Update, 7.55 Uhr: Für den früheren Trump-Berater John Bolton gibt es einen klaren Sieger des Alaska-Treffens: „Putin hat eindeutig gewonnen“, sagte der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen gegenüber CNN. „Putin hat meiner Meinung nach schon viel erreicht, um die Beziehungen wiederherzustellen, was ich immer für sein wichtigstes Ziel gehalten habe. Er ist den Sanktionen entgangen, es steht kein Waffenstillstand bevor, das nächste Treffen steht noch nicht fest, und Selenskyj wurde vor dieser Pressekonferenz nichts davon mitgeteilt. Es ist noch lange nicht vorbei, aber ich würde sagen, Putin hat das meiste von dem erreicht, was er wollte, und Trump hat sehr wenig erreicht.“
Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern




Update, 6.30 Uhr: Der frühere Top-Diplomat Wolfgang Ischinger hat enttäuscht auf den Alaska-Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin reagiert. Der ehemalige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz schrieb auf der Plattform X: „Kein wirklicher Fortschritt – ganz klar 1:0 für Putin – keine neuen Sanktionen. Für die Ukrainer: nichts. Für Europa: tiefst enttäuschend.“ Putin habe seinen roten Teppich mit Trump bekommen, Trump dagegen nichts. Wie zu befürchten gewesen sei, gebe es keinen Waffenstillstand und keinen Frieden.
Reaktionen auf Alaska-Treffen von Trump und Putin: Verbitterung in der Ukraine
Update, 5.15 Uhr: Das englischsprachige ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent reagierte verbittert auf das Treffen von Trump und Putin in Alaska: „Widerwärtig. Beschämend. Und letztendlich nutzlos. Trump hat nicht bekommen, was er wollte. Aber Putin? Der schon. Er war nicht länger ein internationaler Paria, sondern wurde endlich vom Führer der freien Welt akzeptiert – und respektiert. Trumps Vorgänger (Joe Biden) hat Putin einmal als Mörder bezeichnet; Trump bereitete ihm einen königlichen Empfang.“
Update, 4.30 Uhr: Die Bundesregierung reagiert abwartend nach dem Ende des Treffens von Donald Trump mit Wladimir Putin in Alaska. Kanzler Friedrich Merz (CDU) werde laufend über die Vorgänge in Anchorage informiert, hieß es nur aus deutschen Regierungskreisen in Berlin. Sein Team stehe in engem Kontakt mit den Verbündeten. Trump habe zugesagt, die europäischen Partner zügig zu informieren. Zunächst gab es keine Angaben darüber, wann diese Information stattfinden sollte.
Reaktionen auf Trump-Putin-Treffen in Alaska fallen zurückhaltend aus
Update, 3.34 Uhr: Ralf Stegner (SPD) äußert sich nun ebenfalls zu den aktuellen Ereignissen des Alaska-Treffens. Auf der Plattform X schreibt er: „Es ist schwer, die politische Substanz des Trump-Putin Gipfels zu beurteilen, weil man darüber beim Pressetermin nahezu nichts erfahren konnte“. Zudem vertritt Stegner die Ansicht, dass es von Vorteil wäre, wenn die USA und Russland miteinander kommunizieren würden, sofern dies bedeute, „dass der furchtbare Krieg hoffentlich endlich aufhört“.
Update, 3.10 Uhr: Ähnlich wie bei der zurückhaltenden Pressekonferenz zwischen Donald Trump und Wladimir Putin zeigt sich auch Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X wortkarg. Zu dem Treffen der beiden Staatsoberhäupter teilt er lediglich ein Bild der amerikanischen Flagge. In einem anderen Beitrag, der ihn zusammen mit US-Soldaten zeigt, schreibt der 45-Jährige: „Selig sind die Friedfertigen. Möge Gott unsere Truppen und unseren Präsidenten segnen.“ Konkrete Informationen zu den Gesprächen mit dem Kremlchef bleiben aus.
Update, 2.22 Uhr: Der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und nationale Sicherheitsberater äußerte gegenüber CNN ein vernichtendes Urteil über den Alaska-Gipfel zum Ukraine-Krieg: „Trump hat nicht verloren, aber Putin hat eindeutig gewonnen.“
„Trump hat außer weiteren Treffen nichts erreicht. Putin hat meiner Meinung nach viel dafür getan, um die Beziehungen wiederherzustellen, was meiner Meinung nach immer sein Hauptziel war. Er ist den Sanktionen entgangen, muss keinen Waffenstillstand eingehen und das nächste Treffen ist noch nicht festgelegt. Selenskyj wurde vor dieser Pressekonferenz nichts davon gesagt.“
Verwirrung über Ergebnisse nach Alaska-Treffen mit Trump und Putin zum Ukraine-Krieg
Update, 1.47 Uhr: Auch in Deutschland herrscht Ernüchterung bei dem Politikwissenschaftler Carlo Masala. Der Sicherheitsexperte äußert sich auf der Plattform X, zitiert Trump, und zeigt sich verwirrt: „Wir haben uns in vielen Punkten geeinigt! In welchen?“
Update, 1.45 Uhr: In der Ukraine fallen die Reaktionen auf die kurze Pressekonferenz enttäuscht aus. Laut CNN äußert sich der ukrainische Abgeordnete Oleksiy Goncharenko auf Telegram: „Es scheint, dass Putin mehr Zeit gewonnen hat. Es wurde weder ein Waffenstillstand noch eine Deeskalation vereinbart“.
Update vom 16. August, 1.38 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur RBC-Ukraine berichtet, bewerten die russischen Staatsmedien die Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als „positiv“.
Der russische Botschafter in den USA, Alexander Darchejew, äußerte sich gegenüber dem russischen Propagandisten Pawel Zarubin und erklärte, die Atmosphäre der Gespräche sei „im Allgemeinen positiv“ gewesen. Details wollte Darchejew jedoch nicht preisgeben.
Auf die Frage nach den Fortschritten in den diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und Russland antwortete er: „Wir versuchen es, aber bisher gibt es keine größeren Durchbrüche.“
Update, 23.54 Uhr: Wie wirkte Putin beim ersten Handshake mit Trump? Körpersprachexpertin Patty Ann Wood analysiert für Newsweek das erste Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin: Sie stellt fest, dass die erste Begegnung zwischen Trump und Putin durch Gesten geprägt war, die eine Kombination aus Respekt, Kontrolle und Vertrautheit vermittelten.
„Es ist sein natürliches Lächeln, klein und an den Mundwinkeln leicht nach unten gezogen. Seine Schultern sind mehr als gewöhnlich nach hinten gezogen; möglicherweise trägt er eng anliegende Unterwäsche, da seine Haltung ungewöhnlich aufrecht ist. All dies deutet auf Selbstbewusstsein hin.“ Erklärt sie das Verhalten von Trump.
Ihre Putin-Analyse fällt indes knapper aus: „Während Trump wartet, lächelt er – ein Zeichen dafür, dass er sich wohlfühlt und sich auf das Ereignis freut“.
Update 23.28 Uhr: Die ukrainische Abgeordnete Halyna Yanchenko hat sich laut CNN nun ebenfalls geäußert. Sie hebt hervor, dass es „sehr wichtig“ sei, dass der US-Präsident betont habe, die Ukraine in Entscheidungen über territoriale Zugeständnisse einzubeziehen. „Wenn wir über den Tausch von Land sprechen, sprechen wir eigentlich über den Tausch von Menschen“, fügt sie hinzu.
Yanchenko bezieht sich auf Aussagen von Trump, die er an Bord der Air Force One gemacht hat. Ein Journalist wollte wissen, ob Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über Gebietsaustausche gesprochen habe. Der US-Präsident antwortete: „Das wird diskutiert werden, aber ich muss die Ukraine diese Entscheidung treffen lassen.“
Update 23.05 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass der Gipfel in Alaska nun auch Auswirkungen auf die Börse zeige. Vor den anstehenden Gesprächen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin seien die Investoren am deutschen Aktienmarkt zurückhaltender geworden. Dies geschehe, obwohl die neuen US-Konjunkturdaten kaum Veränderungen aufwiesen.
Update 21.58 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wird das zunächst geplante Einzelgespräch von Trump und Putin durch ein Gespräch zu sechst ersetzt: Das Weiße Haus teilte mit, dass Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandter Steve Witkoff an den Verhandlungen teilnehmen würden. Die größere Runde könnte das Ziel haben, dass Trump anders als in einem Einzelgespräch mit Putin von nicht haltbaren Zusagen absieht und sich von ihm nicht vereinnahmen lässt.
Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte Carlo Masala kommentiert via X: „Anscheinend bekommen nun auch die Amerikaner kalte Füße, Trump mit Putin allein zu lassen.“ Vermutlich spielt Masala hier auf ein Treffen der beiden in Helsinki an: Damals schien Trump eine Einmischung Putins in die Präsidentschaftswahlen 2016 zu leugnen – jene Wahl, welche Trump damals zum Präsidenten machte. Bei US-Gesetzgebern und Geheimdienstmitarbeitern sorgten dessen Äußerungen für Aufsehen. Das FBI hatte sich vorab der Einschätzung der CIA angeschlossen, dass Russland sich in die Wahlen eingemischt habe, um Trump zum Sieg zu verhelfen.
Update, 20.30 Uhr: Pünktlich mit Donald Trumps Landung in Anchorage meldet sich der ukrianische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Wort. Via X teilt er mit: „Am Tag der Verhandlungen töten auch die Russen. Und das spricht Bände. Vor kurzem haben wir mit den USA und Europa darüber diskutiert, was wirklich funktionieren kann. Alle wollen ein gerechtes Ende des Krieges. Die Ukraine ist bereit, so produktiv wie möglich daran zu arbeiten, den Krieg zu beenden, und wir zählen auf eine starke Position Amerikas. Alles wird davon abhängen – die Russen berücksichtigen die Stärke Amerikas. Machen Sie keinen Fehler – Stärke.“
Wie erfolgversprechend Wolodymyr Selenskyjs Hoffnungen in Trump sein können, erscheint derzeit fraglich: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, betonte der US-Präsident, dass die europäischen Verbündeten ihm trotz enger Zusammenarbeit bei den Verhandlungen mit Putin keine Vorgaben machen könnten: „Europa sagt mir nicht, was ich zu tun habe, aber sie werden natürlich auch in den Prozess eingebunden sein.“
Erstmeldung: Moskau/Kiew – Mit großen Erwartungen blicken die Ukraine und Europa auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska. Am Freitag beraten die beiden Staatschefs laut Informationen des US-Senders NBC in dem Elmendorf-Richardson-Militärstützpunkt in Anchorage – der größten Stadt des 49. US-Bundesstaats.
Beginnen soll das Treffen um 11:30 Ortszeit, wie russische Nachrichtenagenturen am Donnerstag (14. August) berichteten. Das entspricht 21:30 Uhr deutscher Zeit. Im Anschluss wollen beide eine Pressekonferenz abhalten. Neben Putin nehmen auch sein außenpolitischer Berater Juri Uschakow, Außenminister Sergej Lawrow, Verteidigungsminister Andrej Beloussow, Finanzminister Anton Siluanow sowie Kirill Dmitrijew, der für die US-Verhandlungen verantwortlich ist, an dem Ukraine-Gipfel teil.
Noch vor dem Treffen von Trump und Putin in Alaska hatte Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem digitalen Gespräch geladen. Am Mittwoch (13. August) trafen sich Vertreter der EU, Selenskyj und Trump selbst, um sich auf das kommende Treffen einzustimmen. Auf einer anschließenden Pressekonferenz betonte Merz, dass ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg „am Anfang“ der Verhandlungen in Alaska stehen müsse. Außerdem forderte der Kanzler: „Die Ukraine muss mit am Tisch sitzen, sobald es dann Folgetreffen gibt.“ Zudem müssten grundlegende Sicherheitsinteressen der Ukraine und Europa gewahrt werden.
Rubriklistenbild: © dpa | Bernd von Jutrczenka + dpa/AP | Jacquelyn Martin + dpa/Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Metzel
