Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bitte um Militär-Hilfen

Russland warnt die USA vor militärischer Gewalt gegen Venezuela

Moskau verurteilt den Einsatz von übermäßiger Gewalt durch die USA. Die Spannungen zwischen Washington und Caracas nehmen zu – unterstützt Russland?

Moskau – Russland hat die Vereinigten Staaten für das verurteilt, was es als den Einsatz von „übermäßiger militärischer Gewalt“ in der Karibik unter dem Vorwand der Bekämpfung des Drogenhandels bezeichnete. Gleichzeitig bekräftigte Moskau seine Unterstützung für den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.

Wachsende Beziehung: Mit dem Einsatz von US-Militär nähern sich Venezuela unter Maduro (l) und Russland unter Putin an (Symbolbild).

Der Kreml bestätigte am Sonntag, dass er die Entwicklungen genau verfolgt, da die Spannungen zwischen Washington und Caracas aufgrund von US-Angriffen und dem mutmaßlichen Ersuchen Venezuelas an Moskau um militärische Unterstützung zunehmen.

USA verstärkt Militäroperationen – Beziehungen zwischen Venezuela und Russland verbessert

Die verschärfte Rhetorik zwischen Moskau und Washington unterstreicht die wachsenden geopolitischen Spannungen in Lateinamerika, wo die Beziehungen Venezuelas zu Russland und China enger geworden sind, während die USA ihre Militäroperationen in der Region verstärken.

Die von Washington als Anti-Drogen-Einsätze präsentierten Maßnahmen haben zu Verurteilungen durch Russland geführt und Befürchtungen über einen möglichen neuen Brennpunkt geweckt – ähnlich den Machtverhältnissen aus Zeiten des Kalten Krieges.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Die jüngste Entsendung der US-Marine sowie eine Serie von Luftangriffen und Gefechten auf See mit Schiffen in karibischen Gewässern haben bei Regierungen der Region und internationalen Beobachtern Besorgnis ausgelöst. Sie befürchten, dass eine Ausweitung der US-Militäraktivitäten die Region destabilisieren und externe Großmächte weiter in den Konflikt hineinziehen könnte.

„Zone des Friedens“: Moskau verurteilt Einsatz von US-Armee in der Karibik

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärte, Moskau verurteile „nachdrücklich den Einsatz von übermäßiger militärischer Gewalt“ durch die USA in der Karibik. Sie betonte, dass Russland die venezolanische Regierung in ihren Anstrengungen zur Wahrung der nationalen Souveränität und zur Erhaltung der Region als „Zone des Friedens“ uneingeschränkt unterstütze.

Sacharowa rief zu Deeskalation und Respekt vor dem Völkerrecht auf. Dabei verwies sie auf Verstöße sowohl gegen amerikanische verfassungsrechtliche Bestimmungen als auch gegen internationale Rechtsrahmen, darunter die UN-Charta und die Charta der Organisation Amerikanischer Staaten.

Kreml behält die Lage im Blick: Sprecher Peskow in Kontakt mit Venezuela

Der Kreml bestätigte, dass er die Situation in Venezuela „sehr aufmerksam“ beobachtet. Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge bleibt Moskau mit Caracas in Kontakt, „da die Länder durch verschiedene vertragliche Verpflichtungen miteinander verbunden sind.“ Peskow betonte, dass Russland „wünscht, dass alles friedlich bleibt und keine neuen Konflikte in der Region entstehen.“

Wegen „wachsendem Konflikt“ mit den USA: Venezolanische Bitten um militärische Unterstützung

Die Washington Post berichtete am Freitag, dass Maduro einen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschickt habe, in dem er „Verteidigungsradare, Reparaturen an Flugzeugen und möglicherweise Raketen“ anforderte. Laut dem Bericht, der sich auf US-Regierungsdokumente stützt, habe ein ranghoher venezolanischer Beamter das Gesuch während eines Besuchs in Moskau übergeben.

Es soll zudem ein ähnliches Schreiben an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping gegangen sein, in dem eine weitere militärische Zusammenarbeit beantragt wurde, um dem „wachsenden Konflikt zwischen den USA und Venezuela“ zu begegnen.

Trump zweifelt an Krieg – trotz Warnung an Maduro und Einsatz von US-Militär in der Karibik

Präsident Donald Trump hat die Wahrscheinlichkeit eines Krieges der USA gegen Venezuela heruntergespielt, deutete jedoch an, dass die Tage von Maduro als Staatschef möglicherweise gezählt seien. Als er im Interview mit CBS’ 60 Minutes gefragt wurde, ob Washington einen Militäreinsatz gegen Venezuela vorbereite, sagte Trump: „Ich bezweifle es. Ich glaube nicht. Aber sie haben uns sehr schlecht behandelt.“

Seit September haben die USA mehr als ein Dutzend Angriffe auf Schiffe durchgeführt, von denen sie behaupten, dass diese in den Drogenschmuggel aus venezolanischen Gewässern verwickelt seien. Bei diesen Angriffen kamen mindestens 61 Menschen ums Leben. Die Amerikaner haben bislang keine Beweise zur Untermauerung ihrer Behauptungen öffentlich vorgelegt und Maduro hat die Vorwürfe als politisch motiviert zurückgewiesen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © ALEXANDER ZEMLIANICHENKO/POOL/AFP

Kommentare