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Zu humanitären Zwecken
Gazastreifen: Israel verkündet „taktische Pause“ – erste Lkw mit großen Hilfsgütern seit Monaten
Humanitäre Katastrophe im Gazastreifen: Israel lässt erstmals wieder Hilfslieferungen aus der Luft abwerfen. Das Militär verkündet eine „taktische Pause“.
Update, 11.35 Uhr: Vor dem Hintergrund einer drohenden Hungerkrise im Gazastreifen erreichen erstmals seit Monaten Hilfslieferungen im großen Stil das abgeriegelte und umkämpfte Küstengebiet: Am Sonntag fuhr eine Kolonne von rund 100 Lastwagen mit Gütern für die notleidende Bevölkerung über den israelischen Grenzübergang Kerem Schalom in den Gazastreifen, wie Quellen im Palästinensergebiet bestätigten. Wenige Stunden zuvor hatte das israelische Militär angekündigt, bis auf Widerruf jeden Tag von 10.00 bis 20.00 Uhr Ortszeit eine selbst erklärte humanitäre Feuerpause in Teilen des Gazastreifens einzuhalten.
Update, 9.08 Uhr: Nach dem Beginn einer von Israel verkündeten „taktischen Pause“ des Militäreinsatzes in Teilen des Gazastreifens fahren laut einem ägyptischen TV-Bericht erste Lkw mit Hilfsgütern in das Palästinensergebiet. Mehrere Lastwagen seien am Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen gefahren, meldete der Sender Al-Kahera News am Sonntagmorgen. Die israelische Armee hatte zuvor eine „taktische Pause“ ihres Einsatzes im Gazastreifen zu humanitären Zwecken verkündet. Diese soll demnach täglich zwischen 10.00 Uhr morgens und 20.00 Uhr in Gebieten gelten, in denen die Armee zuletzt nicht aktiv gekämpft hat.
„Taktische Pause“ im Gazastreifen: Humanitäre Hilfslieferungen wieder möglich
Update, 27. Juli, 8.05 Uhr: Die israelische Armee hat eine „taktische Pause“ des Militäreinsatzes im Gazastreifen zu humanitären Zwecken verkündet. Betroffen seien Gebiete, in denen die Armee zuletzt nicht aktiv gewesen sei, darunter die Orte Al-Mawasi und Deir el-Balah sowie die Stadt Gaza, erklärte die Armee am Sonntagmorgen im Onlinedienst Telegram. Dort sollten sichere Routen für Konvois mit humanitären Hilfslieferungen ausgewiesen werden, hieß es weiter.
Am Samstagabend hatte die Armee bereits die Wiederaufnahme des Abwurfs von Hilfslieferungen aus der Luft über dem Gazastreifen bekannt gegeben und die Einrichtung humanitärer Korridore für die sichere Passage von Konvois der Vereinten Nationen mit Lebensmitteln und Medikamenten angekündigt.
Israel gerät wegen Situation im Gazastreifen unter Druck
Wegen der verheerenden humanitären Lage im Gazastreifen war Israel in den vergangenen Tagen unter wachsenden Druck geraten. Mehr als hundert Hilfsorganisationen hatten vor einem „massenhaften Verhungern“ in dem Palästinensergebiet gewarnt.
Erstmeldung vom 26. Juli: Gaza – Das israelische Militär hat am Samstagabend (26. Juli) bekanntgegeben, wieder Hilfslieferungen im Gazastreifen aus der Luft abzuwerfen. Der Abwurf erfolge noch in der Nacht zu Sonntag, berichtet Times of Israel unter Berufung auf die IDF: „Im Rahmen einer Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen.“
Gazastreifen: Israel kündigt wieder Hilfslieferungen aus der Luft an
Der Abwurf von Hilfslieferungen erfolge „in Abstimmung mit internationalen Hilfsorganisationen“, heißt es demnach in einer Erklärung des israelischen Militärs. „Die Abwürfe umfassen sieben Paletten mit Hilfsgütern, darunter Mehl, Zucker und Konserven, die von internationalen Organisationen bereitgestellt werden.“
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Zudem teilte die Armee am Samstagabend mit, sie werde zudem humanitäre Korridore einrichten, um eine sichere Passage von Konvois der Vereinten Nationen mit Lebensmitteln und Medikamenten zu garantieren. Es könne außerdem auch in besiedelten Gebieten wieder Kampfpausen geben, um Hilfslieferungen zu ermöglichen, teilte das Militär am Abend mit.
Warnungen vor Hungerkrise im Gazastreifen: Israel bestreitet und spricht von Hamas-Kampange
Die Lieferung über den Luftweg gilt Helfern zufolge allerdings als die teuerste und ineffektivste Form humanitärer Hilfslieferungen – auch, weil es dabei meist um relativ geringe Mengen geht. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Palästinenser, die größtenteils dringend auf Hilfe angewiesen sind.
Die humanitäre Krise im Gazastreifen spitzte sich zuletzt zu: Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Palästinenser, die größtenteils dringend auf Hilfe angewiesen sind. Trotz heftiger internationaler Kritik lässt Israel aktuell nur sehr wenig Hilfe in den Küstenstreifen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Mittwoch vor einer tödlichen Hungerkrise im Gazastreifen gewarnt. Israel bestreitet die Gefahr einer tödlichen Hungerkrise und spricht stattdessen von einer Kampagne der Hamas.
Israel: Gaza-Krieg geht weiter
Das israelische Militär teilte zudem mit, eine Anlage zur Aufbereitung von Trinkwasser im Gazastreifen sei wieder an das israelische Stromnetz angeschlossen worden. Gleichzeitig betonte die Armee, dass die Kampfhandlungen weitergingen, um alle Geiseln zu befreien und die islamistische Hamas zu besiegen. (pav/dpa/AFP)