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„Bahnbrechendes Ergebnis“
Trumps „Friedensgipfel“: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Abkommen
Bei einem Treffen mit Trump im Weißen Haus haben die Staatschefs von Armenien und Aserbaidschan ein Friedensabkommen unterzeichnet.
Update, 22.32 Uhr: Die Staatschefs der USA, Armeniens und Aserbaidschans haben im Weißen Haus drei Kopien des Friedensabkommens unterzeichnet. Ilham Alijew, Präsident Aserbaidschans, lobte Trump dafür, den jahrzehntelangen Konflikt mit Armenien einem Ende näher gebracht zu haben. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan bezeichnete die gemeinsame Erklärung als „bahnbrechendes Ergebnis“.
Auch US-Präsident Trump sparte nicht an großen Worten: „35 Jahre Tod und Hass, und jetzt werden wir gemeinsam Liebe und Erfolg haben.“ Trump spreche über die Erklärung, „als handele es sich um einen abgeschlossenen Friedensvertrag“, schreibt die New York Times.
USA, Washington: Präsident Donald Trump (M) spricht während einer trilateralen Unterzeichnung mit Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev (l) und Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan im State Dining Room des Weißen Hauses.
Update, 21.11 Uhr: Zum Friedensgipfel im Weißen Haus: Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan ist zu Gesprächen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten bereits eingetroffen. Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew wird laut Bericht der New York Times in Kürze erwartet.
Auf Donald Trumps Einladung wollen der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev eine gemeinsame Erklärung zum Bau einer Handelsstraße im südlichen Teil Armeniens unterzeichnen. Benannt werden soll die Route nach Trump selbst: Die sogenannte „Trump Route for International Peace and Prosperity“.
„Friedensgipfel“ im Weißen Haus mit Armenien und Aserbaidschan
Erstmeldung: Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hat für Freitag einen als „historischen“ Friedensgipfel zwischen Armenien und Aserbaidschan im Weißen Haus angekündigt. Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan und der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev werden zu einer offiziellen Friedenszeremonie erwartet, bei der auch ein Friedensabkommen unterzeichnet werden soll.
Der Freitag werde „ein historischer Tag für Armenien, Aserbaidschan, die USA und die Welt sein“, erklärte Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Die Ankündigung kommt inmitten langjähriger Spannungen zwischen den beiden Kaukasus-Staaten und könnte einen bedeutenden Durchbruch in ihren Beziehungen darstellen.
Trump kündigt „Friedensgipfel“ im Weißen Haus zwischen Armenien und Aserbaidschan an
Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan hat eine lange und blutige Geschichte. „Diese beiden Nationen führen seit vielen Jahren Krieg gegeneinander, der Tausende Menschenleben gekostet hat“, so Trump in seiner Erklärung. Im Zentrum der Auseinandersetzungen steht die Region Berg-Karabach, um die beide Länder in den vergangenen Jahrzehnten zwei Kriege geführt haben.
Lösung im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan? USA erhalten exklusive Rechte über Transit-Korridor
Der bevorstehende Gipfel weckt Hoffnungen jetzt auf eine friedliche Lösung des langjährigen Konflikts. Trump kündigte an, dass eine offizielle Zeremonie mit der Unterzeichnung eines Friedens stattfinden werde, wobei die genauen Details noch nicht bekannt sind.
Neben dem möglichen Friedensabkommen plant die US-Regierung auch die Unterzeichnung bilateraler Vereinbarungen mit beiden Ländern. Diese sollen laut Trump darauf abzielen, „das Potenzial der Südkaukasusregion voll auszuschöpfen“. Die wirtschaftliche Dimension dieser Abkommen könnte eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Region spielen.
Der Schlüssel sei dabei eine Abmachung über den Sangesur-Korridor, der Aserbaidschan mit der Exklave Nachitschewan verbindet und auf armenischem Gebiet liegt. Wie das US-Portal Politico berichtet, sollen die USA für 99 Jahre exklusive Rechte über den Transit-Korridor erhalten, um dort die Entwicklung der Region voranzutreiben. Die USA würden das Land an ein Konsortium untervermieten, das entlang des 43 Kilometer langen Korridors Eisenbahn-, Öl-, Gas- und Glasfaserleitungen und möglicherweise Stromleitungen entwickeln wird. In der für Trump typischen Manier hat die USA den Korridor als „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand) bezeichnet.
US-Präsident feiert sich vor Friedensgipfel selbst – „ohne Erfolg – bis jetzt, dank Trump“
Trump selbst sieht den Gipfel als persönlichen Erfolg. „Viele Staats- und Regierungschefs haben versucht, den Krieg zu beenden, bisher jedoch ohne Erfolg – bis jetzt, dank Trump“, schrieb er auf Truth Social über sich selbst. Diese Selbstdarstellung unterstreicht Trumps Ambitionen auf internationaler Bühne, wobei einige Beobachter spekulieren, dass er sich für den Friedensnobelpreis in Stellung bringt.
Lösung im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan möglich? Viele Fragen offen
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großem Interesse. Ein erfolgreicher Friedensschluss zwischen Armenien und Aserbaidschan könnte nicht nur die Stabilität im Südkaukasus fördern, sondern auch als Modell für die Lösung anderer langwieriger Konflikte dienen.
Allerdings bleiben noch viele Fragen offen. Die genauen Inhalte des möglichen Friedensabkommens sind nicht bekannt, und es bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerungen beider Länder auf einen möglichen Kompromiss reagieren werden. Auch die Umsetzung etwaiger Vereinbarungen in der komplexen geopolitischen Landschaft der Region wird eine Herausforderung darstellen. (fdu/dpa/afp)