Welpenfutter im Check
Welpenernährung: Drei Phasen, die jeder Hundehalter kennen sollte
Was braucht ein Welpe im Napf, um optimal zu wachsen und gesund zu bleiben? Wir haben bei Ernährungsprofis nachgefragt und die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst, von der Muttermilch bis zur Futterumstellung.
Ein Welpe zieht ein – und mit ihm jede Menge Freude, aber auch Verantwortung. Kaum etwas ist für die Entwicklung eines Hundebabys so entscheidend wie die richtige Ernährung. Denn sie legt den Grundstein für ein gesundes Immunsystem, starke Knochen und ein ausgewogenes Wachstum. Doch welches Futter braucht ein Welpe wirklich – und wann ist der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf festes Futter?
Die ersten Lebenswochen: Muttermilch ist unersetzlich
In den ersten drei bis vier Lebenswochen werden Welpen ausschließlich von ihrer Mutter gesäugt. „Diese Milch ist perfekt auf die Bedürfnisse der Hundekinder abgestimmt. Sie liefert hochwertige Proteine, Fette, Vitamine und Antikörper, die das Immunsystem aufbauen“, erklärt Johannes Emmerich, verantwortlich für das Heimtier-Sortiment der Raiffeisen-Märkte, das auch ein großes Hundefutter-Angebot umfasst.
Nur wenn die Mutter nicht genügend Milch produziert oder einen Welpen ablehnt, muss der Mensch eingreifen. In diesem Fall empfehlen Tierärzte spezielle Welpenmilch aus der Tierapotheke. Diese Ersatzmilch ist auf die Nährstoffzusammensetzung der Hündinnenmilch abgestimmt. Kuhmilch ist tabu – sie führt bei jungen Hunden häufig zu Durchfall und Magenbeschwerden.
Ab der vierten Woche: Die ersten Schritte zum „richtigen“ Futter
Etwa ab der vierten Lebenswoche interessiert sich der Welpe zunehmend für das Futter der Mutter. Jetzt beginnt die sogenannte Beifütterungsphase: Das Futter wird zunächst mit lauwarmem Wasser oder Welpenmilch eingeweicht, bis es eine breiige Konsistenz hat. So lernen die Kleinen, feste Nahrung aufzunehmen, ohne dass ihr empfindlicher Verdauungstrakt überfordert wird.
Der Züchter spielt hier eine zentrale Rolle. „Welpen sollten in den ersten Wochen beim neuen Besitzer das gleiche Futter bekommen, das sie bereits beim Züchter gefressen haben. So bleibt der Darm im Gleichgewicht und das Risiko von Durchfall oder Erbrechen wird reduziert“, sagt Emmerich. Erst nach etwa ein bis zwei Wochen Eingewöhnungszeit kann schrittweise auf ein anderes Welpenfutter umgestellt werden – immer langsam und behutsam.
Warum Welpenfutter kein Marketing-Trick ist
Welpen sind keine Miniaturausgaben erwachsener Hunde – ihr Energie- und Nährstoffbedarf unterscheidet sich deutlich. Laut Tierärzten sollte Welpenfutter:
- leicht verdauliche Proteine enthalten (z. B. Geflügel oder Lachs),
- optimales Verhältnis von Kalzium und Phosphor bieten – für gesunde Knochen und Zähne,
- und Omega-3-Fettsäuren enthalten, die Gehirn- und Nervenzellentwicklung unterstützen.
Futter für erwachsene Hunde ist für Welpen nicht geeignet – es kann zu Mangelerscheinungen, Entwicklungsstörungen und Skelettproblemen führen.
Trockenfutter oder Nassfutter? – Was für Welpen und Halter passt
Hier scheiden sich oft die Geister: Soll der Welpe Trockenfutter, Nassfutter oder beides bekommen? „Beide Varianten können geeignet sein“, findet Johannes Emmerich und fügt hinzu: „Entscheidend sind Qualität, Zusammensetzung und die individuellen Bedürfnisse des Hundes.“
Trockenfutter oder Nassfutter für Welpen?
Trockenfutter
- hat eine hohe Energiedichte – kleinere Portionen reichen aus,
- ist lange haltbar und einfach zu lagern,
- kann die Zahngesundheit unterstützen (leicht abrasiver Effekt),
- ist aber weniger wasserhaltig – frisches Trinkwasser muss stets bereitstehen.
Nassfutter
- enthält einen hohen Wasseranteil (gut für Hunde, die wenig trinken),
- ist oft schmackhafter und wird von vielen Welpen bevorzugt,
- muss kühl gelagert und schneller aufgebraucht werden,
- kann auf Dauer teurer sein.
Tipp: Viele Halter entscheiden sich für eine Kombination aus beidem – zum Beispiel morgens Trockenfutter und abends Nassfutter. So profitiert der Welpe von den Vorteilen beider Varianten.
Getreidefrei oder nicht? – Eine Frage des Einzelfalls
„Getreidefrei“ klingt gesund, ist aber nicht immer notwendig. Hunde können Stärke gut verdauen. „Hochwertiges Getreide liefert Energie und Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen“, schildert Johannes Emmerich und ergänzt: „Der Getreideanteil sollte jedoch nicht zu hoch sein.“ Nur wenn der Welpe Anzeichen einer Unverträglichkeit zeigt (z. B. Juckreiz, Durchfall, Blähungen oder stumpfes Fell), sollte über ein getreidefreies Futter nachgedacht werden. Dann empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Tierarzt oder einem geprüften Ernährungsberater für Hunde, um ein geeignetes Futter auszuwählen.
Das 1x1 der Hundefütterung
Wenn Sie Ihren Hund richtig verwöhnen wollen, gibt es einiges zu beachten. Nass- oder Trockenfutter, Fütterungszeiten & Co. – mit unseren Tipps wissen Sie endlich Bescheid! HIER können Sie sich unser PDF mit einer praktischen Checkliste und Mahlzeitenplan kostenlos herunterladen.
Wie lange braucht der junge Vierbeiner sein Welpenfutter?
Wie lange Welpenfutter gegeben werden sollte, hängt stark von der Rasse und der Endgröße des Hundes ab. Grob gilt:
| Hundetyp | Beispiele | Dauer der Welpenfütterung |
| Zwergrassen/kleine Hunde | Chihuahua, Yorkshire Terrier, Jack Russell Terrier | 9 bis 12 Monate |
| Mittlere bis große Hunde | Golden Retriever, Labrador Retriever, Deutscher Schäferhund, Boxer | 12 bis 15 Monate |
| Sehr große Rassen | Irischer Wolfshund, Bernhardiner, Deutsche Dogge | 15 bis 18 Monate bzw. bis zu 24 Monate |
Große Rassen wachsen langsamer und müssen besonders gleichmäßig zunehmen. Eine übermäßige Energiezufuhr führt sonst zu Problemen mit Gelenken oder Knochen. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig das Körpergewicht zu kontrollieren und die Futtermenge dem Wachstum anzupassen.
BUFFO Hunde-Trockenfutter Junior
Mit BUFFO Hundenahrung bieten Sie Ihrem Welpen optimal verwertbare Nährstoffe. Dank der hohen Nährstoffdichte benötigen Sie weniger Futter, was sowohl Ihrem Hund als auch Ihrem Budget zugutekommt. Erhältlich unter raiffeisenmarkt.de.
TIERLIEBE Hunde-Nassfutter Junior Huhn+Rind mit Möhren
TIERLIEBE Junior beinhaltet Zutaten von höchster Qualität, die speziell auf die
Bedürfnisse junger Hunde abgestimmt sind. Das abgestimmte Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor unterstützt eine gesunde Entwicklung. Erhältlich unter raiffeisenmarkt.de.
Unterstützung durch Tierärzte und Ernährungsberater
Im ersten Lebensjahr ist der Welpe ohnehin regelmäßig beim Tierarzt – Impfungen, Entwurmungen und Gesundheitschecks stehen an. Diese Termine eignen sich hervorragend, um auch die Fütterung zu besprechen. Viele Tierarztpraxen arbeiten mit zertifizierten Ernährungsberatern zusammen, die individuelle Futterpläne erstellen. Sie berücksichtigen Rasse, Aktivität, Gewicht und eventuelle Empfindlichkeiten des Hundes – und geben Empfehlungen, welche Futtersorte (und welche Menge) wirklich passt.