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Schritt für Schritt daran gewöhnen

Trennungsangst: Wie lange können Hunde tatsächlich allein bleiben?

Ein Hund möchte sein Herrchen nicht verlassen.
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Hunde können unter Trennungsangst leiden, wenn sie nicht daran gewöhnt sind alleine zu sein. (Symbolbild)

Alleinbleiben muss erst gelernt sein. Wie lange Hunde alleine sein dürfen und wie Sie Trennungsstress vermeiden.

Hunde gelten nicht ohne Grund als „beste Freunde des Menschen“ – sie suchen Nähe, Orientierung und Geborgenheit. Doch im Alltag lässt es sich nicht immer vermeiden: Job, Termine, Einkäufe – irgendwann steht jeder Hundehalter vor der Frage, ob und wie lange der eigene Vierbeiner allein zu Hause bleiben kann.

Wie lange darf ein Hund wirklich allein bleiben?

Die Antwort darauf ist nicht pauschal – sie hängt stark vom individuellen Charakter, Alter und Gesundheitszustand des Hundes ab. Als grobe Faustregel gilt: Ein gesunder, ausgewachsener Hund, der körperlich und geistig ausgelastet ist, kann etwa vier Stunden alleine bleiben. Manche Experten halten auch sechs Stunden für vertretbar – vorausgesetzt, der Hund hat Zugang zu Wasser, fühlt sich sicher und muss sich nicht dringend lösen. Welpen hingegen sollten maximal ein bis zwei Stunden allein sein – und das auch erst, nachdem sie sich im neuen Zuhause gut eingelebt haben. Doch es kommt nicht nur auf die Stundenzahl an. Entscheidend ist vor allem: wie ein Hund das Alleinsein erlebt. Allerdings: Kein Vierbeiner sollte täglich acht Stunden oder länger alleine bleiben.

Richtwerte als Orientierung
Welpen (bis 5 Monate)0 - 2 Stunden
Junghunde (6 - 12 Monate)2 - 4 Stunden
Erwachsene Hunde4 - 6 Stunden
Senioren2 - 5 Stunden (je nach Gesundheitszustand)

Zwischen Trennungsangst und Kontrollzwang: Warum Hunde leiden, wenn wir gehen

Wer seinen Hund versteht, kann seine Reaktion besser einordnen. Denn nicht jeder leidet gleich. Manche Hunde verfallen in Panik, jaulen oder bellen ununterbrochen, zerstören Möbel, verwüsten die Wohnung oder urinieren aus Stress in die Wohnung. Andere wirken äußerlich ruhig – und entwickeln auf Dauer dennoch Verhaltensprobleme bis hin zu Depressionen. Die Ursachen lassen sich grob in zwei Typen unterteilen:

  • Hunde mit Trennungsangst haben echte Verlustängste. Die Vierbeiner haben schlichtweg Angst, allein zurückgelassen zu werden. Sie jaulen, kratzen an Türen oder werden panisch, sobald ihr Mensch geht. Die Ursache liegt oft in der Welpenzeit oder traumatischen Erlebnissen. Was hilft: Sicherheit geben, langsames Training und keine überschwänglichen Abschiede.
  • Hunde mit Kontrollzwang hingegen empfinden das Alleinsein weniger als emotionalen Schmerz, sondern als Kontrollproblem: Diese Hunde verfolgen ihre Menschen auf Schritt und Tritt und geraten in Stress, wenn sie das nicht können. Sie empfinden es als ihre Aufgabe, zu bestimmen, wo es lang geht. Was hilft: klare Strukturen und Rückzugsmöglichkeiten schaffen.

Anzeichen richtig deuten – und die ersten Schritte einleiten

Ganz gleich, zu welchem Typ Ihr Hund gehört: Die Lösung liegt in einem gezielten Training. Wichtig ist, das Alleinbleiben nicht spontan oder abrupt zu fordern, sondern in kleinen Schritten und konsequent zu üben. So geht’s:

  1. Stabile Routinen schaffen: Hunde lieben Vorhersehbarkeit. Beginnen Sie mit kurzen Trennungsphasen im gleichen Raum, dann im Nebenraum – und erst später mit dem Verlassen der Wohnung.
  2. Nicht emotional verabschieden: Ein ruhiges, neutrales Verlassen der Wohnung signalisiert dem Hund, dass nichts Schlimmes passiert.
  3. Vor dem Alleinbleiben auslasten: Ein Spaziergang, Suchspiele oder Trainingseinheiten helfen, überschüssige Energie abzubauen. Ein müder Hund bleibt entspannter zurück.
  4. Vertraute Umgebung nutzen: Lassen Sie Ihren Hund nie an einem unbekannten Ort allein. Körbchen, Lieblingsdecke oder ein getragenes Kleidungsstück kann beruhigend wirken.

Zehn Hunderassen beschützen Sie und Ihre Familie am besten

Leonberger Welpen stehen auf einem Stein.
Der Leonberger ist ein treuer und folgsamer Begleiter, der durch seine Wachsamkeit und Furchtlosigkeit seiner Familie zu jeder Zeit beschützend zur Seite steht. Dabei wird er weder aggressiv noch ängstlich. Vielmehr reagiert er gelassen und ruhig. © Danita Delimont/Imago
Grosser Schweizer Sennenhund liegt auf der Wiese.
Der Große Schweizer Sennenhund ist ein beeindruckender und stämmiger Wachhund für Haus und Hof mit starkem Schutzverhalten. Ihrer Familie gegenüber zeigen sie sich sehr treu und anhänglich. Er gilt als kinderfreundlich und verschmust.  © Depositphotos/Imago
Zwei Hunde der Rasse Hovawart sitzen in der Wiese.
Der Hovawart ist am glücklichsten, wenn er Haus, Hof und seine Familie beschützen kann. Bei dieser Hunderasse ist der Name Programm. Er wird nicht umsonst als Hofwächter oder Hofhund bezeichnet. Dabei ist er eine extrem treue Seele – mit einem stark ausgeprägten Beschützerinstinkt. © Pond5 Images/Imago
Wolfsspitz liegt in der Wiese
Einem Wolfsspitz kann man nicht so schnell etwas vormachen. Er gilt als mutig, aufmerksam, intelligent und verlässlich. Deswegen wird er gerne auch als Wachhund eingesetzt.  © Zoonar/Imago
Riesenschnauzer rennt über eine Wiese.
Der Riesenschnauzer vereint Wachsamkeit, Sportlichkeit, Intelligenz und Belastbarkeit in einem. Seine Familie verteidigt er mit großer Leidenschaft.  © Pond5 Images/Imago
Eine Frau trägt einen Schäferhund auf den Schultern.
Der Deutsche Schäferhund ist ein beliebter Wach- und Schutzhund und meldet zuverlässig, wenn sich etwas oder jemand auf dem Grundstück befindet, was da nicht hingehört. Jedoch liebt er auch andere Aufgaben oder Hundesportarten – Hauptsache, er kann mit seinem Menschen zusammen arbeiten.  © Shotshop/Imago
Rottweiler liegt auf einer Gartenbank.
Der Rottweiler bewacht Haus und Hof mit allergrößter Zuverlässigkeit und Treue. Gegenüber seiner Familie verhält er sich herzlich und gutmütig, bei Fremden ist er meist distanzierter.  © Ardea/Imago
Airedale Terrier springt über eine Hürde.
Der Airedale Terrier ist ein selbstbewusster, jedoch auch sehr anhänglicher und verspielter Hund mit stark ausgeprägten Wachinstinkt. Sobald sich jemand dem Grundstück nähert, meldet er dies zuverlässig.  © Pond5 Images/Imago
Ein Malinois drückt sich an seinen Halter.
Der Malinois ist ein intelligenter und hochaktiver Arbeitshund. Weltweit wird die Rasse mit belgischen Wurzeln im Polizei- und Militärdienst eingesetzt. Die Hunderasse hat einen extrem starken Beschützerinstinkt.  © TT/Imago
Dobermann guckt sein Herrchen an.
Der Dobermann gilt als furchtloser Beschützer. Es sind mutige, sehr sportliche und intelligente Hunde, die unglaublich gerne arbeiten.  © Pond5 Images/Imago

Junghunde und erwachsene Tiere: Je früher das Training, desto leichter gelingt es

Welpen lernen besonders schnell – allerdings brauchen sie auch besonders viel Nähe. In den ersten Wochen nach dem Einzug sollte das Alleinsein vermieden werden. Erst nach der Eingewöhnungszeit beginnt das Training. Ab einem Alter von rund fünf Monaten kann ein junger Hund, der stubenrein und sicher ist, in kleinen Schritten lernen, allein zu bleiben. Auch erwachsene Hunde können das – etwa, wenn sich Lebensumstände ändern oder ein Hund aus dem Tierschutz in ein neues Zuhause kommt. Hier braucht es allerdings Geduld, Fingerspitzengefühl – und manchmal auch professionelle Unterstützung durch einen Hundetrainer.

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Wenn es nicht klappt: Alternativen für den Alltag

Nicht jeder Hund lernt das Alleinbleiben gleich gut. Und nicht jede Lebenssituation erlaubt tägliches Training. Wer seinen Hund regelmäßig mehrere Stunden allein lassen muss, sollte daher Alternativen in Betracht ziehen: Eine Hundetagesstätte, ein Tiersitter oder auch Freunde und Nachbarn können helfen, die Zeit sinnvoll zu überbrücken.

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