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Komplettes Chaos

Welpe muss alleine bleiben und verwüstet die Wohnung

Welpe Rolo musste einige Stunden alleine bleiben. Als sein Frauchen heimkam, bot sich ihr ein Bild der Zerstörung. Das Video ging auf TikTok viral.

Wer schon mal einen Welpen hatte, weiß, wie herausfordernd diese Zeit mit dem neuen Familienmitglied sein kann. Der kleine Hund muss viel lernen und testet die Geduld seiner Halter nur zu gern. Schäferhundwelpe Rolo strapazierte die Nerven seines Frauchens besonders.

Weil diese einen Termin hatte, musste er mehrere Stunden alleine bleiben. Zuvor sei sie 20 Minuten mit ihm spazieren gewesen und habe ihm Futter sowie Spielzeug zur Beschäftigung dagelassen, erklärt sie dem Onlineportal Newsweek. Sie ahnte, dass das für den fünf Monate alten Hund schwer sein würde. Also bat sie ihren Vater, in der Zwischenzeit nach dem Welpen zu sehen. Als dieser ihr ein Foto schickte, war sie geschockt: Ihre Küche lag in Trümmern.

Hundewelpen wirken, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Der fünf Monate alte Schäferhund Rolo verwüstet innerhalb von wenigen Stunden die Küche seines Frauchens (Symbolfoto).

Hundewelpe zerstört Küche komplett

In den fünf Stunden ihrer Abwesenheit hatte Rolo sich am Boden zu schaffen gemacht und diesen teils herausgerissen, zudem zerfetzte er seine Welpenunterlage und kaute an den Holzverkleidungen der Küche herum.

So schnell wie möglich eilte sein Frauchen nach Hause, zückte das Smartphone und filmte das Chaos, das Rolo angerichtet hatte. Das Video lud sie auf TikTok (@doratheexplora02) hoch. Dort kassierte sie nicht nur über eine Million Views, sondern auch viel Kritik. Viele User sind sich einig, dass man einen fünf Monate alten Welpen nicht so lange alleine lassen könne.

@dorathexplora02 Some of yous in the comments are incredibly rude, it’s honestly embarrassing reading some of these comments. So im going to adress some points below because i cant reply to over 1k comments 1. my dog isnt poor because he gets left on his own, leaving him alone now at this age will help him when hes older when hes on his own as he will be used to it 2. he isnt left for 5 hours regularly, on days i work we see him at lunch for a walk and play. then on days my dad is free he takes Rolo. Like everything theres exceptions to this like having an appointment at lunch or my dad running late 4. he is well trained and well socialised. he goes off lead, comes back when hes called, sits lays down ect and is unreactive in busy situations 5. we are working on poty training him, he goes toilet outside on que however he has massive wees and cant hold it in over night yet so we still have to put a puppy pad down 6. people that work can have dogs along as suitable arrangements are made eg having a dog walker come in or family 7. everyone learns from their mistakes, you have to fail to succeed 8. We have a dog trainer who is helping us teach Rolo to become an assitance dog for me 9. I asked for advice on what others do with their dogs when they leave so thank you for the people that helped the others that hated thank you for blowing my video up! #abcxyz #caine #germanshepard #puppies #fyp ♬ Funny - Gold-Tiger
  • „Er ist ein Schäferhund. Er muss unterhalten werden, bevor Sie gehen, damit er müde ist. Ich lasse meinen stundenlang allein, aber er braucht vorher viel Spaß“.
  • „In 5 Monaten schon 5 Stunden alleine lassen? Man baut das langsam auf.“ 🥺
  • „Normal. Kenne keinen Junghund unter 1 Jahr, der das noch nicht gemacht hat. Meine alte Hündin hat sich damals, innerhalb von 30 Minuten durch das Sofa gefressen“.
  • „5 Stunden sind eine Menge. Er ist noch ein Baby“.

„Einige von euch in den Kommentaren sind unglaublich unhöflich“, schreibt die Hundehalterin daraufhin. Weil sie unmöglich auf jeden einzelnen Kommentar antworten könne – mittlerweile sind es über 2.000 – stellt sie einige Punkte in der Caption klar. Unter anderem, dass sie und ihr Vater sich die Betreuung des Welpen teilen würden, es sei nicht die Regel, dass er fünf Stunden alleine bleiben muss. Sie habe außerdem einen Hundetrainer, der ihr dabei helfe, Rolo zum Assistenzhund auszubilden.

Hunde sind nicht fürs Alleinsein gemacht

Alleine zu bleiben ist für viele Hunde ein Problem. Manche leiden sogar unter Trennungsangst. Doch auch wenn das nicht der Fall ist, muss man den Hund sehr langsam an das Alleinsein gewöhnen. Schließlich ist der Hund ein Rudeltier, Einsamkeit ist ein großes Problem für den Vierbeiner. Weil es den meisten Hundehaltern aber nicht möglich ist, ihren Hund überall mit hinzunehmen, ist das Alleinebleiben ein wichtiger Punkt in der Hundeerziehung. Mit dem richtigen Training ist es möglich, dem Hund beizubringen, mehrere Stunden alleine zu bleiben und dabei keinen Unsinn zu machen. Diese drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Hund alleine lassen zu können.

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Experten raten, junge Hunde nicht länger als zwei Stunden alleine zu lassen. Wie lange ein Hund generell alleine bleiben kann, hängt neben dem Alter außerdem vom Temperament und der körperlichen sowie mentalen Auslastung des Hundes ab. Ist der Hund müde, weil er sich vorher bei einem ausgedehnten Spaziergang mit eingebauten Trainingseinheiten und spaßigen Hundespielen so richtig auspowern konnte, kann er anschließend besser entspannen. Im besten Fall verschläft er die meisten Stunden, die er alleine ist.

Auch wenn was schiefgeht: Den Hund nicht bestrafen

Sollte sich der Hund aus Frust oder Langeweile an der Einrichtung auslassen, glauben viele, sie müssten in der Erziehung härter durchgreifen und den Hund vielleicht sogar bestrafen. Das ist keine gute Idee. Auf Dauer leidet darunter nur die Beziehung zwischen Hund und Mensch. Auch Sprühhalsbänder, die den Hund von etwas abhalten sollen oder andere Methoden der Bestrafung sind auf Dauer nicht zielführend. Stattdessen ist hier Geduld gefragt.

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

Wirklich effektiv ist nur, den Hund vorher körperlich wie geistig gut auszulasten und das Alleinsein ganz langsam zu steigern – beginnend bei einer Minute oder sogar weniger. Es kann mitunter Jahre dauern, bis der Hund mehrere Stunden am Stück allein bleiben kann. Wer seinen Hund unvorbereitet allein lässt, muss nicht nur um seine Einrichtung fürchten, sondern löst im Hund auch eine Urangst aus. Das ist mit viel Stress verbunden und kann sogar traumatisch für das Tier sein.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Pond5 Images

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