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Noch unbekannt

Erhebung enthüllt: Wero, der neue Zahlungsservice, hat es nicht leicht

Geld flott und ohne IBAN senden, komplett unabhängig von US-Dienstleistern. Das ist das Versprechen von Wero. Jedoch ist das Angebot noch ziemlich unbekannt.

Ein Gruppengeschenk besorgen oder Karten fürs Theater mit zusammenhängenden Sitzplätzen kaufen – unter Freunden, Bekannten und Kollegen wird hin und wieder etwas ausgelegt. Wer kein Bargeld zur Hand hat und für kleinere Beträge keine Überweisungen tätigen will, greift vermutlich auf den US-Anbieter Paypal zurück. Seit Juli 2024 gibt es allerdings ein europäisches Zahlsystem – Wero ist in verschiedenen Online-Banking-Apps integriert. Eine aktuelle Untersuchung zeigt jedoch – die Deutschen kennen es noch nicht wirklich.

Wero hinterlässt Fragezeichen – nur 12,2 Prozent konnten es richtig einordnen

Schnell und unkompliziert Geld versenden. Das geht mit Wero – eine Umfrage zeigt, der Bezahldienst ist noch nicht bei den Menschen angekommen.

Nutzen können Wero aktuell Kundinnen und Kunde der Sparkassen, der Volksbank, der Sparda-Bank und der PSD Bank. „Demnächst“ sollen der Bezahldienst für die Postbank und BB Bank freigeschaltet werden, informiert Wero-wallet.eu. Die aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Verivox zeigt allerdings, rund 88 Prozent der Befragten wissen nicht, was Wero ist. Nur 12,2 Prozent konnten es als Zahlungsdienst identifizieren. „Seit der Markteinführung Anfang Juli hat Wero bei der großen Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, in einer Pressemitteilung.

Von den 1.000 Befragten haben 22 Menschen bereits Wero genutzt. Verivox zeigt allerdings auf, dass beispielsweise mit der Sparkasse ein großer potenzieller Kundenstamm den Dienst bereits nutzen könnte. Rund 29,7 Millionen eingerichtete Online-Banking-Zugänge gab es bereits Ende 2023 bei den Instituten der Sparkasse. Das geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (Januar 2024) hervor.

Zur Umfrage

Die Umfrage wurde von dem Vergleichsportal Verivox in Auftrag gegeben. Das Meinungsforschungsinstitut Innofact hat im Oktober 2024 1.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren befragt.

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Steuererklärung 2024: Welche Kosten lassen sich absetzen?

Es ist ein Laptop und eine Tasse Kaffee zu sehen.
Das Finanzamt berücksichtigt im Jahr 2024 von sich aus als Werbungskosten einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro – ganz ohne Nachweise, wie Finanztip.de informierte. © Johner Images/Imago
Es sind Geldscheine und ein Autoschlüssel zu sehen.
Die Pendlerpauschale zum Beispiel fällt in der Steuererklärung unter die Werbungskosten. Arbeitnehmer sollten bei den Werbungskosten der Anlage N die korrekte Entfernung von der eigenen Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte angeben – egal, ob sie mit dem Auto, dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommen. Für den einfachen Arbeitsweg berücksichtigt das Finanzamt die sogenannte Entfernungspauschale von 30 Cent je Kilometer. Ab dem 21. Kilometer gibt es sogar 38 Cent je Kilometer, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. (Symbolbild)  © Zoonar/Imago
Ein Mann und eine Frau arbeiten an einem Laptop.
Eine rückwirkende Steuererleichterung hat der Bundesrat Ende November 2024 bewilligt: Der sogenannte Grundfreibetrag – sprich der Teil des Einkommens, der nicht besteuert wird – wurde zum 1. Januar 2024 um 180 Euro auf nun 11.784 Euro für Alleinstehende angehoben, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe informierte. Für zusammenveranlagte Ehepaare gilt genau der doppelte Betrag von 23.568 Euro. (Symbolbild)  © HalfPoint Images/Imago
Ein Mann arbeitet an einem Laptop.
Wer seine Tätigkeit ganz oder teilweise in den eigenen vier Wänden verrichtet, kann für bis zu 210 Tage im Jahr die Homeoffice-Pauschale von sechs Euro pro Tag geltend machen, erinnerte die Deutsche Presse-Agentur. Beschäftigte können die Angaben dazu in der Anlage N der Steuererklärung machen. (Symbolbild) © Johner Images/Imago
Es ist eine Mutter mit ihren zwei Kindern zu sehen.
Für das Steuerjahr 2024 beläuft sich der Kinderfreibetrag auf 6.612 Euro, beziehungsweise 3.306 Euro pro Elternteil, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe informierte. Dazu kommt der Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf (BEA) in Höhe von 2.928 Euro, beziehungsweise 1.464 Euro pro Elternteil. „Somit wirken sich insgesamt 9.540 Euro steuermindernd bei der Berechnung der Einkommensteuer für das Jahr 2024 aus“, hieß es. Hinweis: Der Kinderfreibetrag wurde Ende November 2024 rückwirkend auf 6.612 Euro für 2024 erhöht. Zuvor lag er für 2024 bei 6.384 Euro, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe. (Symbolbild) © Monkeybusiness/Imago
Hand an einem Rasenmäher im Gras
Wer sich mit der Einkommensteuererklärung beschäftigt, sollte auch an die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen denken. „Wenn jemand für Sie Arbeiten in Ihrem privaten Haushalt erledigt, dann können Sie die dazugehörigen Rechnungen in Ihre Steuererklärung eintragen“, informierte die VLH (Stand: 29. Februar 2024). „Es gilt dabei aber eine Maximalsumme von 20.000 Euro. Das Finanzamt berechnet davon 20 Prozent, sodass Sie am Ende maximal 4.000 Euro im Jahr steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen können.“ (Symbolbild)  © Fotosearch LBRF ocskaymark/agefotostock/Imago
Haushaltshilfe wischt mit einem Tuch über eine Arbeitsplatte in einer Küche.
Zudem können geringfügig angestellte Beschäftigte, die im Haushalt tätig werden, die Steuerlast ebenfalls senken. Hier berücksichtigen die Finanzämter 20 Prozent der Ausgaben, jedoch höchstens 510 Euro pro Jahr, wie die Deutsche Presse-Agentur zum Thema berichtete. (Symbolbild) © Zoonar.com/gopixa/Imago
Jemand bewegt etwas mit einem Küchenhandschuh an einer Dunstabzugshaube.
Daheim muss etwas repariert oder erneuert werden? Für manche Arbeiten beauftragen Wohnungsbesitzer einen Handwerker – zum Beispiel, wenn Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen in den eigenen vier Wänden erledigt werden müssen. Hier sind ebenfalls 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten absetzbar, der Höchstbetrag ist jedoch schon bei 1.200 Euro erreicht. Die Aufwendungen gehören ebenfalls in die Anlage „Haushaltsnahe Aufwendungen“. (Symbolbild)  © gmstockstudio/Panthermedia/Imago
Holzleiter in Raum bei Malerarbeiten beim Hausbau
Bei Maßnahmen zur Wärmedämmung, Fenster-, Türen- oder beispielsweise einem Heizungstausch könnten Eigenheimbesitzer „nicht nur Arbeitskosten in der Steuererklärung geltend machen, sondern auch die Materialkosten“, informierte die Lohnsteuerhilfe Bayern zudem. „Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber den normalen Handwerkerleistungen. Bis zu einer gesamten Investitionssumme von 200.000 Euro können 20 Prozent als steuerliche Förderung über drei Jahre verteilt eingeheimst werden.“ Die Voraussetzung sei hier, „dass ein Fachbetrieb die Sanierungsmaßnahmen übernimmt und eine spezielle Bescheinigung erstellt, dass die energetischen Mindestanforderungen erfüllt sind“. (Symbolbild) © Zoonar.com/Robert Kneschke/Imago
Frau am Schreibtisch mit Teetasse und Laptop
Bei den Gesundheitskosten kommen übers Jahr verteilt schnell mal größere Summen zusammen. Einen Teil müssen Steuerzahler selbst tragen. Doch bestimmte Kosten lassen sich als „außergewöhnliche Belastungen“ in der Steuererklärung angeben. Mussten Steuerzahler in einem Jahr besonders viele Krankheitskosten selbst tragen, kann sich das gegebenenfalls steuermindernd auswirken, so der Hinweis. (Symbolbild)  ©  Westend61/Imago

Was will Wero perspektivisch leisten?

Zwischen Freunden und Familie Geld senden und empfangen, das geht aktuell mit Wero, sofern ein Konto bei den teilnehmenden Banken existiert. Das Geld kann ebenso länderübergreifend zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien versendet werden, berichtet Wero auf der eigenen Webseite. Ab 2025 soll auch mit den Niederlanden ein solcher Vertrag geschlossen werden. Ebenso sollen weitere Länder folgen, für den Wero auf der Webseite keinen genauen Zeitplan beschreibt. „Wir werden schrittweise die Funktionen der digitalen Wero-Wallet erweitern, damit du sowohl in Läden als auch in Onlineshops für Waren, Dienstleistungen und Abonnements bezahlen kannst“, informiert Wero-wallet.de.

Zahlsystem der European Payments Initiative: Antwort auf Paypay, Apple Pay und Google Pay

Ziel von Wero ist es, ein einheitliches, EU-weites System zu haben. Ebenso wollen die Macher damit gegen große US-Konzerne wie Mastercard, Visa oder Paypal antreten. Mit der europäischen Alternative soll dem Vormarsch von Apple Pay und Google Pay Einhalt geboten werden.

Aktuell (Stand 14.11.2024) funktioniert Wero nur mit der Geld-senden-Funktion und bietet damit kaum einen echten Mehrwert für Nutzerinnen und Nutzer. Vielleicht bleibt daher aktuell der durchschlagende Erfolg aus. T3n.de berichtet, dass man ab 2025 mit Wero online bezahlen können soll, ab 2026 soll die Bezahlfunktion auch im Einzelhandel funktionieren. Rund 60 Prozent der Befragten glauben nicht an einen Erfolg und die Konkurrenzfähigkeit des Bezahldienstes. „Erfolgsentscheidend wird auch für Wero am Ende sein, ob es den beteiligten Banken gelingt, das Produkt schnell genug zu einer vollumfänglichen Bezahllösung auszubauen, die ihren Anwendern im Alltag einen spürbaren Nutzen bietet“, ordnet Oliver Maier ein. Dafür müssten schnell mehr Banken bei Wero mitmachen und weitere Bezahlfunktionen integriert werden.

Rubriklistenbild: © Imagebroker/Imago

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