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Andere Länder, andere Sitten

Trinkgeld oder „coperto”? Diese Regel sollten Italien-Urlauber kennen

Trinkgeld zu geben, ist natürlich auch in Italien üblich. Mit einer Ausnahme: Wenn das Wörtchen “coperto” auf der Rechnung steht. 

Laut Statistischem Bundesamt war Italien – neben Österreich – auch 2022 wieder beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen. Reisende genießen dort nicht nur Sonne, Meer und Sehenswürdigkeiten, sondern verbringen auch viel Zeit in Bars, Cafés, Eisdielen und Restaurants. Sobald die Rechnung auf den Tisch kommt, stellt sich Touristen dann häufig die Frage nach dem Trinkgeld. Oder ob dieses bereits mit dem Vermerk „coperto” auf dem Beleg abgegolten ist.

Wann gibt man in Italien Trinkgeld?

In Italien gibt man Trinkgeld oder bezahlt für sein „coperto“.

Generell gilt: Auch in Italien gibt man Trinkgeld. Doch wie viel ist im Ausland angemessen? In Bars und Cafés wird der Betrag üblicherweise aufgerundet. Herrscht Selbstbedienung, kann der Kunde seine Münzen oft direkt in eine Spardose werfen, die, ähnlich wie hierzulande beim Friseur, unweit der Kasse aufgestellt ist.

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Wie hoch sollte das Trinkgeld sein?

Die Höhe des Trinkgelds entspricht mehr oder weniger den Gepflogenheiten in Deutschland und sollte nach Möglichkeit Experten zufolge trotz Inflation gegeben werden. In der Gastronomie schlägt man normalerweise fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags obendrauf. Ganz nach Zufriedenheit.

Pasta, Pizza, Polenta: Was die italienische Küche weltweit so beliebt macht

Cappuccino.
Italien ist bekannt für seinen Kaffee. Nicht nur zum Frühstück trinken Italienerinnen und Italiener gerne Espresso oder Cappuccino, auch nachmittags darf es gerne einmal ein Latte Macchiato oder Americano sein. © Javier Bravo/Imago
Ciabatta.
Wenn in Bella Italien zum Frühstück unter der Woche oft nichts gegessen wird, so nimmt man sich am Wochenende gerne die Zeit, selbst zu backen – zum Beispiel ein saftiges Ciabatta. © kvkirillov/Imago
Bruschetta
Zum Mittagessen als Vorspeise, das sogenannte Antipasti, darf es in Italien gerne Bruschetta oder auch Carpacchio sein, bevor man zum Hauptgericht übergeht. © ingimage/Imago
Grüne Minestrone.
Zum Dolce Vita gehören zwei Hauptgänge, Primi Piati und Secondi Piati. Stillen Sie Ihren Hunger zunächst etwas mit einer wärmenden Minestrone und gönnen Sie sich im Anschluss daran das „richtige“ Essen. © CSP_fahrwasser/Imago
Pizza Tonno.
Eines der wohl bekanntesten Hauptgerichte Italiens ist Pizza: Ob klassische Margherita, vegetarische Quattro formaggi oder für Fischfans eine Pizza Tonno – die Auswahl ist riesig. © foodandmore/Imago
Spaghetti Carbonara.
Außerdem sehr beliebt sind italienische Pasta. Spaghetti Carbonara, Tortellini al forno oder Farfalle mit Pesto – wem da nicht das Wasser im Mund zusammenläuft... © NayalyH/Imago
Lasagne mit Wein.
... der kann es auch gerne mit einer Lasagne versuchen. Ob vegetarisch oder mit Hackfleisch gefüllt: das Ofengericht kommt eigentlich immer gut an. Gerne ein Gläschen Wein dazu. Nach dem Essen trinken einige Italienerinnen und Italiener gerne einen Grappa. © bernjuer/Imago
Italienische Gewürze.
In der italienischen Küche ausgesprochen wichtig sind die Kräuter und Gewürze, die man zum Kochen verwendet. Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian, aber auch Knoblauch, Balsamico und Olivenöl dürfen nicht fehlen. © wsf-sh/Imago
Tiramisu.
Auch beim Dessert lassen sich die Italienerinnen und Italiener nicht lumpen. Sind Sie eher Team Tiramisu oder bevorzugen Sie Panna Cotta? © zidi/Imago
Drei Eisbecher: Erdbeer, Schoko, Vanille.
Im Sommer darf es zum Nachtisch aber gerne auch ein Gelato (Eis) sein.  © foodandmore/Imago

In Italien drückt man den Kellnern das Trinkgeld jedoch selten direkt in die Hand. Man bezahlt die Rechnung, bekommt sein Rückgeld und hinterlässt ein paar Münzen für den guten Service auf dem Teller oder Tablett, auf dem man sein Geld zurückerhalten hat.

„Coperto“: Keine Trinkgeld-Regel ohne Ausnahme

Kein Trinkgeld wird von Ihnen erwartet, wenn in der Rechnung „coperto” also „Gedeck” angeführt ist. Das ist in vielen Restaurants, aber auch in Cafés mit größeren Speisekarten häufiger der Fall. Die Kosten dafür liegen im Schnitt zwischen zwei und fünf Euro pro Person. Gäste erhalten für dieses Geld Brot, die landestypischen Grissini oder ein paar Oliven. Eine Gabe für den guten Service kann man aber natürlich trotzdem da lassen.

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer/Imago

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