Koreanische Beilage
Vom Kohl zum Kult: traditionelles Kimchi selber fermentieren
Kimchi ist der würzige Bruder von Sauerkraut. Die fermentierten Kohlsorten sind nicht nur gesund, sondern auch echt lecker und bleiben den Winter über haltbar.
Kimchi ist die Quintessenz der koreanischen Küche, ein fermentiertes Gemüse, das tief in der Kultur und Geschichte Koreas verwurzelt ist. Seine Ursprünge reichen zurück in die Zeit, als das Einlegen von Lebensmitteln eine der wenigen Methoden war, um diese über die kalten Monate hinweg haltbar zu machen. Traditionell besteht Kimchi hauptsächlich aus Chinakohl und Rettich, verfeinert mit einer würzigen Paste aus Chiliflocken, Knoblauch und Ingwer. Die Textur variiert von knackig bis weich, während der Geschmack eine komplexe Balance aus würzig, süß, sauer und einer ausgeglichenen Schärfe ist.
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Neben seinem unverwechselbaren Geschmack ist Kimchi auch für seine gesundheitlichen Vorzüge bekannt. Fermentierte Lebensmittel unterstützen durch ihre Probiotika eine gesunde Darmflora, können das Immunsystem stärken und tragen zur verbesserten Verdauung bei. Zudem sind sie reich an essenziellen Vitaminen wie Vitamin C und B-Vitaminen.
Wie Kimchi hergestellt wird und worauf man dabei achten sollte, hat Einfach Tasty in diesem Artikel zusammengefasst.
Diese Zutaten braucht man für traditionellen koreanischen Kimchi:
- 1 kg Chinakohl, halbiert und in Streifen geschnitten
- 100 g grobes Meersalz
- 1 l Wasser
- 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 10 g frischer Ingwer, gerieben
- 1 TL Zucker
- 30 g koreanische Chiliflocken (Gochugaru)
- 2 EL Fischsauce
- 1 EL Sojasauce
- 200 g Rettich, geschält und in Streifen geschnitten
- 40 g Frühlingszwiebeln, in Ringen
So einfach kann man koreanischen Kimchi selber machen:
- Den in Streifen geschnittenen Chinakohl in einer großen Schüssel mit dem Salz bestreuen und mit dem Wasser bedecken. Den Kohl ein bis zwei Stunden ruhen lassen, bis er weicher ist. Anschließend unter kaltem Wasser abspülen und gründlich abtropfen lassen.
- Für die Würzpaste den Knoblauch, Ingwer, Zucker, koreanische Chiliflocken, Fischsauce und Sojasauce in einer separaten Schüssel gut vermischen.
- Den abgetropften Kohl in einer weiteren Schüssel mit der Würzpaste einreiben.
Tipp: Um ewiges Händewaschen zu vermeiden, sollten bei diesem Schritt Handschuhe getragen werden. - Nun den Rettich und Frühlingszwiebeln hinzufügen und alles zusammen sorgfältig vermengen, damit sich die Aromen gut verbinden können.
- Die Gemüsemischung fest in einen Fermentationsbehälter geben, darauf achten, dass möglichst wenig Luft eingeschlossen wird. Den Behälter verschließen und bei Raumtemperatur für 24 bis 48 Stunden stehen lassen, um die Fermentation zu starten.
- Den Kimchi regelmäßig überprüfen. Sobald sich kleine Bläschen bilden und ein säuerlicher Duft entsteht, beginnt die Fermentation. Ab diesem Punkt kann den Kimchi für einen milderen Geschmack kühl gestellt werden. Wer es kräftiger mag, lässt es länger bei Raumtemperatur fermentieren.
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Was man bei der Zubereitung von koreanischem Kimchi besonders beachten sollte
Wichtig ist, auf Sauberkeit zu achten, um Schimmelbildung vorzubeugen. Schmutzige Gefäße oder zu viel Luftkontakt können den Fermentationsprozess stören. Regelmäßige Kontrollen und das Übergießen des Kimchi mit der entstandenen Flüssigkeit im Behälter können helfen, das Gemüse vor Luft zu schützen und eine gleichmäßige Fermentation zu gewährleisten.
Zu viel Zeit bei Raumtemperatur kann zu einem überaus sauren Endprodukt führen. Um das zu vermeiden, sollte man das Kimchi kühlen, sobald es den gewünschten Reifegrad erreicht hat. Auch die Salzart ist entscheidend: Jodiertes Salz oder solches mit Zusätzen sollte vermieden werden, stattdessen eignet sich am besten reines Meersalz.
Zu welchen Gerichten wird Kimchi gegessen?
In der koreanischen Küche gilt Kimchi als universelle Beilage, die fast zu jeder Mahlzeit serviert wird. Es findet seinen Platz neben dampfendem Reis und in würzigen Ramen-Rezepten, in herzhaften Eintöpfen und als essenzieller Bestandteil in Gerichten wie Kimchi-Buchimgae (Kimchi-Pfannkuchen) und Kimchi-Bokkeumbap (Kimchi-Bratreis). Des Weiteren wird Kimchi oft in der berühmten koreanischen Suppe Kimchi Jjigae verwendet, wo es dem Gericht eine reichhaltige Tiefe und Würze verleiht.
Wie lange ist Kimchi haltbar?
Kimchi kann bei sachgemäßer Lagerung im Kühlschrank mehrere Monate haltbar sein, wobei sich der Geschmack von leicht und frisch hin zu stärker und saurer entwickelt. Für die beste Qualität und Textur wird ein Verzehr innerhalb eines Monats nach dem Fermentationsprozess empfohlen. Um die Haltbarkeit zu gewährleisten, sollte darauf geachtet werden, dass das Kimchi stets mit seiner eigenen Flüssigkeit bedeckt ist und keine Anzeichen von Schimmel oder ungewöhnlichen Gerüchen aufweist.
Mit diesem Leitfaden wird die traditionelle Kunst der Kimchi-Fermentation zu einem erlebbaren Stück koreanischer Esskultur.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Eva Lipka sorgfältig überprüft.
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