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Traditionelles Festmahl

Gans genial: Ein Festmahl wird mit einer fetten Martinsgans erst komplett

Zum Martinstag gibt es klassische Martinsgans nach einem traditionellen Rezept mit raffinierter Semmelfüllung, mit Speck und Apfel.

Na, wenn das kein Grund zum Federschütteln ist! Der St. Martins Tag naht, und was wäre dieser Tag ohne den Duft einer knusprigen Martinsgans, die sich im Ofen räkelt? Genau, nur halb so gemütlich! Dieses traditionelle Schmausen geht zurück auf den heiligen Martin von Tours, einen Burschen, der wohl nie gedacht hätte, dass seine Legende zu einem Festmahl mit gefiedertem Hauptdarsteller führen würde.

Klassiker: 18 Rezepte, die Kindheitserinnerungen aus Omas Küche wecken

Einmachglas mit Aprikosenmarmelade.
Morgenstund hat Gold ... äh ... Aprikosenmarmelade im Mund. Dieses Rezept erinnert an den dick belegten Stollen, den es so nur bei Oma gab.  © Pond5 Images/IMAGO
Kleine Stollen in einem Schraubglas mit Hagelzucker als Deko.
Apropos Stollen: Die Mini-Stollen duften schon. Omas Weihnachtsbäckerei öffnet ihre Türen und lädt uns in eine Welt voll süßer Rezepte ein.  © Einfach Tasty
Goldbraune Apfelküchlein, die in Zimt-Zucker gewendet wurden
In der warmen Stube bereitet Oma Apfel-Quark-Küchlein zu, deren süßes Aroma unsere Kindheitsherzen höher schlagen lässt. Ein Rezept, das zum Genießen einlädt.  © Einfach Tasty
Ein Stück Apfel-Schmand-Kuchen auf einem Teller.
Die frisch gepflückten Äpfel aus dem Garten verwendet Oma beim Rezept für Apfel-Schmand-Kuchen. Wenn der aus dem Backofen kommt, wird direkt einmal genascht.  © Einfach Tasty
Saftiger Zitronenkuchen in Kastenform.
Und weil Oma weiß, dass Klassiker auf der sonntäglichen Kaffeetafel am besten ankommen, darf das Rezept für einen saftigen Zitronenkuchen nicht fehlen.  © Einfach Tasty
Fleischsalat auf Brötchenhälften auf einem Teller.
Als deftiger Snack für zwischendurch macht ein selbstgemachter Fleischsalat eine gute Figur. Das Rezept gibt es bei Oma und bei Einfach Tasty.  © Einfach Tasty
In einem tiefen Teller ist Eiersalat mit Spargel und Schinken zu sehen. Daneben liegen kleine runde Pumpernickel Scheiben.
Die andere Hälfte des Brötchens belegt man bei Oma mit Eiersalat. Bei diesem Rezept wird der Klassiker mit Spargel verfeinert.  © Einfach Tasty
Blick von oben auf eine Auflaufform Spargelauflauf mit Kartoffeln, Schinken und Sauce hollandaise.
Bei Oma gibt es ab April dann auch frischen Spargel. Mit Sauce hollandaise und Kartoffeln wird dieses Rezept für einen Auflauf Oma ordentlich Zeit sparen.  © Einfach Tasty
Blick von oben auf einen Teller, gefüllt mit knusprigen Kartoffelpuffern mit Apfelmus.
In der gemütlichen Küche duftet es verführerisch, Oma wendet liebevoll die Kartoffelpuffer. Das Rezept mit Apfelmus ist ein süß-herzhafter Traum. © Einfach Tasty
Schmorgurken mit Hackfleisch und Kartoffelpüree auf einem Teller mit Zutaten im Hintergrund.
Bei Oma wird nicht nur angebraten, sondern auch geschmort. Das Rezept für Schmorgurken mit Hack und Püree lässt die Familie an lauen Sommerabenden zusammenkommen. © Einfach Tasty
Buletten mit Kartoffelbrei und Pilzrahmsauce.
Wenn draußen der Herbstwind weht, wärmt uns Omas Rezept für Buletten mit Kartoffelbrei und Pilzrahmsauce von innen auf. © Einfach Tasty
Blick von der Seite auf einen gebackenen Hackbraten aus dem Ofen in rötlicher Sauce mit Petersilie.
In der kalten Jahreszeit steht Omas Hackbraten ebenfalls hoch im Kurs. Ein herzhaftes Rezept, das die Familie an einem Tisch vereint und Wärme spendet. © Einfach Tasty
Blick von der Seite auf eine Schale Käsespätzle, von der eine Portion mit einer Gabel entnommen wird und dabei lange Käsefäden entstehen.
Im Süden weiß man, wie man genießt. Omas Rezept für Käsespätzle ist der Inbegriff von Comfort Food und bringt uns alpine Gemütlichkeit nach Hause. © Einfach Tasty
Blick vom oben auf eine Schale Soljanka, daneben Crème fraîche, Baguettescheiben und Zitronenspalten.
Omas Soljanka-Rezept erzählt Geschichten aus dem Osten. Ein herzhafter Eintopf, der uns an kalten Tagen einheizt und die Seele wärmt. © Einfach Tasty
Blick von oben auf eine Schüssel, gefüllt mit einem bunten Kartoffelgulasch mit Schmand und Petersilie.
An stürmischen Herbsttagen duftet Omas Küche nach Kartoffelgulasch. Ein Rezept, das uns in seinen Bann zieht und an alte Zeiten erinnert. © Einfach Tasty
Eine Metall-Pfanne, mit einem überbackenen Sauerkraut-Kasseler-Auflauf mit Schupfnudeln, steht angerichtet bereit auf einem Holzbrett.
Der Sauerkraut-Kasseler-Auflauf mit Schupfnudeln ist eine lecker überbackene und deftige Belohnung. Mit diesem Rezept verwöhnt Oma gerne die Gäste. © Einfach Tasty
Nahaufnahme einer Schale, gefüllt mit Sauerkraut-Eintopf mit Hackbällchen. Ein Löffel entnimmt im Moment eine Portion.
Deftig wird es auch beim Sauerkraut-Eintopf mit Hackbällchen. Dieses Rezept ist ein Garant für winterliche Gemütlichkeit.  © Einfach Tasty
Bild mit Wirsing-Kartoffel-Eintopf mit Gemüseeinlage, Kassler und Mettwurst
Heftig deftig und so lecker, wie bei Oma. Das Rezept für unseren deftigen Wirsing-Kartoffel-Eintopf spendet Licht an dunklen Tagen. Ein Schlusslicht.  © Einfach Tasty

Aber fangen wir von vorne an: Der Martinstag am 11. November ist nicht nur ein Tag, an dem Kinder mit Laternen durch die Straßen ziehen und Lieder über einen bescheidenen Mann singen, der seinen Mantel teilte. Nein, es ist auch der Tag, an dem sich die Gans aus dem Staub machen sollte, aber es nicht rechtzeitig geschafft hat. Die Gans hatte das zweifelhafte Glück, mit Sankt Martin in einer Anekdote verknüpft zu sein. Der Legende nach wollte sich Martin, bescheiden, wie er war, vor der Bischofswahl drücken und versteckte sich kurzerhand in einem Gänsestall. Doch die Gänse schnatterten so laut, dass er gefunden wurde. Und schwupp – als Dank für ihre „Hilfe“ wurden sie zum Symbol des Martinsfestes, und zwar auf dem Silbertablett serviert. Ein bisschen makaber? Vielleicht. Aber auch unverschämt lecker!

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Während die Martinsgans im Ofen ihre Runden dreht, wird die Tafel reich gedeckt: Farbenfroher Rotkohl winkt aus der Schüssel, süßlich und fein mit der richtigen Apfelsorte abgeschmeckt und butterweiche Knödel, die schmecken, als hätte sie Oma gemacht.

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Diese Zutaten braucht man für eine traditionelle Martinsgans:

Zum Tag des heiligen St. Martin darf ein Festmahl inklusive Martinsgans nicht fehlen. Das Rezept mit Semmelfüllung gibt es bei Einfach Tasty. (Symbolbild)
  • Martinsgans:
  • 1 (ca. 5 kg) Gans, küchenfertig
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Majoran
  • 0,5 EL Pfeffer, frisch gemahlen
  • Füllung:
  • 300 g Apfel, in Würfeln
  • 1 Stange Zimt
  • 2 Gewürznelken
  • 30 g Dörrpflaumen, gehackt
  • 1 l Apfelsaft
  • 20 g Butter
  • 50 g Speck, in Würfeln
  • 150 g Zwiebeln, in Würfeln
  • 2 Brötchen (vom Vortag), in Würfeln
  • 300 ml Milch
  • 4 Eier
  • 2 EL Petersilie, gehackt
  • 0,5 TL Salz
  • Außerdem:
  • 1 Bund Suppengemüse
  • 0,5 l Brühe
  • Küchengarn

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So einfach kann man eine traditionelle Martinsgans zu Hause zubereiten:

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für die Martinsgans: Die Gans unter fließendem, kalten Wasser abspülen und trocken tupfen. Von innen und außen mit Salz, Majoran und Pfeffer einreiben.
  3. Für die Füllung: Äpfel für fünf bis zehn Minuten, mit der Zimtstange, Gewürznelken und getrockneten Zwetschgen in warmen Apfelsaft ziehen lassen. Danach abseihen und Zimtstange und Gewürznelken entfernen.
  4. In einer Pfanne Butter erhitzen, Speck darin knusprig braten und Zwiebeln glasig andünsten. Herausnehmen und beiseite stellen.
  5. Milch erhitzen, über die Brötchenwürfel gießen und gut verrühren. Dann die Speck-Zwiebel-Masse unterheben und alles auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
  6. Eier mit Petersilie und Salz verquirlen und zusammen mit den marinierten Äpfeln zur abgekühlten Füllung geben und nochmals gut vermengen. Zum Schluss die Füllung in das Innere der Gans geben und Öffnung mit Kochgarn vernähen.
  7. Die Gans mit dem Rücken nach unten auf den Rost, über einer eingefetteten Rostbratpfanne oder ein tiefes Backblech, legen.
  8. Geputztes Suppengrün und ein wenig klare Brühe in die Backform gießen und auf der untersten Schiene in den Backofen schieben.
  9. Während des Bratens ab und zu unterhalb der Flügel und Keulen in die Gans stechen, damit das Fett besser austreten kann.  Für vier bis fünf Stunden im Backofen braten und immer wieder mit Bratfett und etwas klarer Brühe übergießen. In den letzten 15 Minuten die Temperatur des Backofens auf 250 °C erhöhen, damit die Haut schön knusprig wird. Bratensaft durch ein Sieb gießen und als Fond servieren.
  10. Gans entnehmen, tranchieren, Apfelfüllung herausnehmen und mit Fond und weiteren festlichen Beilagen wie beispielsweise Rotkohl oder Kartoffelknödel servieren.
  11. Guten Appetit und einen schönen Martinstag!
Das Festmahl zum Martinstag wird durch Knödel und Rotkohl zu einem unwiderstehlichen Rezept. (Symbolbild)

Garzeit der Gans nach Gewicht anpassen

Ein allgemeiner Richtwert besagt, dass eine Gans bei einer Backofentemperatur von 180 °C (Ober-/Unterhitze) in etwa 30 Minuten pro Pfund (500 Gramm) Garzeit benötigt.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der nutzt ein Kerntemperatur-Messgerät. Die Gans ist gar und saftig, wenn die Innentemperatur an der dicksten Stelle des Fleisches 75 °C beträgt.

Mit der sorgfältigen Zubereitung und den ausgewählten Aromen wird diese Martinsgans zu einem wahren Festmahl, das Tradition und Geschmack in perfekter Harmonie vereint.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Eva Lipka sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Funke Foto Services/IMAGO

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