Virales TikTok-Rezept
Einfach Tasty testet, ob sich das Warten auf die berühmten 100-Stunden-Brownies lohnt
Dieses Rezept verspricht eine Geschmacksexplosion, die ihresgleichen sucht – dank einer mehrtägigen Zubereitungszeit. Lohnt sich das für Schokoladenbrownies?
Normalerweise gibt es bei Einfach Tasty schnelle und unkomplizierte Rezepte für süße und herzhafte Gerichte, die perfekt sind, wenns mal wieder schnell gehen muss. Ganz vorne mit dabei sind schnelle One-Pot-Rezepte, bei denen alle Bestandteile zusammen in einen Topf kommen sowie Ideen für Gerichte mit wenigen Zutaten wie einen cremigen Tortellini-Gemüse-Auflauf mit Käsesauce. Wer gerne backt, freut sich oft über Kuchen, für die man keine Waage benötigt. Ein leckeres Beispiel ist das Tassen-Rezept für Omas saftigen Butterkuchen. Aber manchmal wird es eben auch mal Zeit für eine Herausforderung, oder?
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Einfach-Tasty-Redakteurin Sandra hat sich an den ultimativen Back-Mythos, der schon seit Jahren durchs Netz geistert, gewagt: 100-Stunden-Brownies. Diese Brownies versprechen durch eine lange Ruhezeit von mehreren Tagen ein besonders intensives Geschmackserlebnis. Doch ist der Aufwand wirklich gerechtfertigt? Sandra hat den Test gemacht und die Brownies mit und ohne Wartezeit gebacken.
Für ultra-schokoladige Brownies braucht man diese Zutaten:
- Braune Butter:
- 225 g Butter
- 2 EL Espressopulver
- 30 ml Kaffee, kalt
- Brownieteig:
- 4 Eier
- 1 TL Vanille-Extrakt
- 450 g Zucker
- 45 g Kakaopulver
- 1 EL Salz
- 225 g Edelbitterschokolade (72 % Kakao), geschmolzen
- 215 g Weizenmehl
- 100 g Vollmilchschokolade, gehackt
- 270 g Edelbitterschokolade (72 % Kakao), gehackt
Die Zubereitung gelingt, dank dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Für die braune Butter: Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen und so lange erhitzen, bis die Butter braun wird. Vom Herd nehmen, einen Esslöffel Espressopulver unterrühren und kalten Kaffee (noch besser: Kaffee-Eiswürfel) hinzugeben, um den Bräunungsprozess der Butter zu stoppen. Beiseite stellen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
- Für den Brownieteig: Eier zusammen mit Vanille-Extrakt und Zucker cremig-weißlich aufschlagen.
- Kakaopulver, restliches Espressopulver und Salz vermischen und in den Eier-Zucker-Mix sieben. Vorsichtig unterheben.
- Abgekühlte, geschmolzene Butter und geschmolzene Zartbitterschokolade zugeben.
- Mehl ebenfalls sieben und unterrühren, bis ein homogener Teig entsteht. Jeweils 100 Gramm grob gehackte Vollmich- und Zartbitterschokolade unter den Teig heben.
- Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownie-Backform (23 x 23 cm) füllen und glatt streichen.
- Mit restlicher gehackter Schokolade bestreuen. Backform gut mit Frischhaltefolie abdecken und drei Tage im Kühlschrank ruhen lassen.
- Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
- Brownieteig aus dem Kühlschrank direkt in den Backofen geben, vorab Frischhaltefolie entfernen. 45 Minuten backen, bis sich die Oberfläche der Brownies fest anfühlt und leichte Risse zu sehen sind.
- Brownies aus dem Backofen nehmen, mit Alufolie fest verschließen und weitere 30 Minuten im Gefrierschrank abkühlen lassen.
- Wieder fest mit Frischhaltefolie abdecken und anschließend Brownies für weitere 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
- In Stücke schneiden und nach Belieben im Backofen oder in der Mikrowelle kurz vor dem Servieren erwärmen.
Einfach-Tasty-Tipp: Je nach Größe der Backform kann sich die Backzeit der Brownies unterscheiden. Wenn sich die Ränder von der Form lösen, der Brownieteig in der Mitte noch wackelt, sobald man die Form schüttelt und die Kerntemperatur mindestens 75 °C erreicht hat, steht saftigem Browniegenuss nichts im Weg.
„Das Warten lohnt sich!“, ist nur einer von zahlreichen Kommentaren von glücklichen Brownie-Bäcker:innen, die sich in Geduld geübt haben
Das Original-Rezept stammt vom ehemaligen Buzzfeed Tasty Senior Producer Alvin Zhou, der mit über 1,4 Millionen Abonnenten einen beliebten YouTube-Channel rund um leckere Rezepte betreibt. Seine Rezepte fokussieren sich meist auf eine lange Zubereitungszeit, um den Geschmack und die Intensität der Aromen maximal zu erhöhen. Ob Ramen, Tiramisu oder Lasagne Alvin ist sich sicher, dass Gut Ding Weile haben muss.
„Ich mache nur selten Brownies, aber wenn, dann nehme ich mir viel Zeit für sie! In Espresso getränkte braune Butter, zwei Sorten Schokolade, schaumig geschlagene Eier und Eiskaffee machen sie besonders reichhaltig und extrem saftig-weich. Auch wenn der gesamte Prozess 100 Stunden dauert – ich finde, das ist es wert!“
Die saftigen Brownies, für die der Videoproducer aus den USA etwa 100 Stunden Zubereitungszeit veranschlagt, wurden seit der Veröffentlichung auf YouTube mehr als 7,7 Millionen Mal aufgerufen.
Mittlerweile finden sich über 13 Tausend Kommentare unter dem Rezeptvideo. Im Schnitt loben alle nicht nur das ästhetische Video selbst, sondern auch das Rezept, das von überraschend vielen nachgemacht wurde.
Kuchenzauber fürs Büro: 17 köstliche Rezepte, um bei den Kollegen zu punkten




- „Die dreitägige Ruhepause und die Ruhepause im Gefrierfach/Kühlschrank sind es wert.“
- „Ich habe dieses Rezept gemacht und muss sagen, dass ich nie wieder einen anderen Brownie essen kann als diesen.“
- „Sehr fudgy, erstaunlich schokoladige Brownies. Auf jeden Fall zu empfehlen!“
Sind 100 Stunden Wartezeit wirklich notwendig?
Um das herauszufinden, hat Sandra kurzerhand den Teig nochmal ohne Wartezeit zubereitet und beide Varianten ihren Kollegen zum Probieren ins Büro gebracht. Das Ergebnis des Geschmackstests war verblüffend: Sowohl die 100-Stunden-Brownies als auch die schnell gebackene Variante kamen bei den Kollegen gut an. Alle waren sich einig, dass beide Versionen lecker, schokoladig und ein Direktticket ins Foodcoma sind. Geschmacklich war allerdings kein signifikanter Unterschied zu erkennen.
Ob man die 100-Stunden-Variante wirklich backen muss, ist demnach Geschmackssache. Wer den ultimativen Brownie-Genuss sucht und Zeit hat, kann das Rezept gerne ausprobieren. Für alle anderen, die es schneller und unkomplizierter mögen, ist die Variante ohne Wartezeit eine gute Alternative. So oder so: Diese Brownies sind eine echte Kalorienbombe, die man einfach genießen sollte!
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Rubriklistenbild: © Sandra Keck/Einfach Tasty & Jil Wernicke/Photoshop (KI-generiert)



