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„Es ist auffällig“
Widerspruch zu Kronprinz Haakons Aussage: Marius Borg Høiby büßt dieses Privileg ein
Während momentan geprüft wird, ob gegen Marius Borg Høiby Anklage erhoben wird, verliert der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit nun ein langjähriges Sonderrecht.
Im vergangenen Sommer bestätigte Kronprinz Haakon (links) noch, dass sein Stiefsohn Marius über einen Diplomatenpass verfügt, inzwischen wurde ihm dieser jedoch entzogen.
Seit seiner Kindheit hatte Marius Borg Høiby, der kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses ist, Zugang zu besonderen Reisevorzügen, die normalerweise nur Diplomaten und Mitgliedern der königlichen Familie vorbehalten sind. Diese Zeiten sind nun offenbar vorbei. Wie die norwegische Boulevardzeitung SeogHør jetzt enthüllt, hat Marius seit sechs Monaten keinen Diplomatenpass mehr.
Marius Borg Høiby nutzte Diplomatenpass jahrelang für private Zwecke
„Wir haben die Verwendung von Diplomatenpässen in Absprache mit dem Außenministerium überprüft und sind zu folgendem Ergebnis gekommen: Mitglieder des Königshauses sowie Prinz Sverre Magnus (19), Prinzessin Märtha Louise (53) und Prinzessin Astrid (93) besitzen Diplomatenpässe“, teilt Kommunikationschefin Guri Varpe mit. „Andere Mitglieder der königlichen Familie reisen nach Vollendung des 18. Lebensjahres mit regulären Pässen. Diese Praxis besteht seit über sechs Monaten.“
Nachdem im vergangenen August die Gewaltvorwürfe gegen Marius öffentlich geworden waren, sah sich Kronprinz Haakon mit unangenehmen Fragen zur Sonderbehandlung seines Stiefsohnes konfrontiert. Im Interview mit dem norwegischen Rundfunk NRK bestätigte Haakon damals: „Seit seiner Kindheit besitzt er sowohl einen regulären Reisepass als auch einen Diplomatenpass.“ Dass Marius Borg Høiby dieses Privileg gerade jetzt entzogen wurde, scheint kein Zufall zu sein.
Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie
„Es ist auffällig, dass diese Änderung genau in dem Zeitraum vorgenommen wurde, in dem Marius schwere Straftaten zur Last gelegt werden“, so ein Insider gegenüber SeogHør. „Alles deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang gibt.“ Im vergangenen Herbst machte das Königshaus von Norwegen auch an der königlichen Webseite Tabula rasa und nahm Änderungen an Marius‘ Platzierung vor. Verwendete Quellen:seher.no, nrk.no