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Mette-Marits Mutter hilft aus

Oma von Marius Borg Høiby begleicht Anwaltskosten – über 500.000 Kronen weg

Marius Borg Høiby verliert den Rechtsstreit um ein Enthüllungsbuch – nun übernimmt seine Großmutter mütterlicherseits die anfallenden Anwaltskosten.

Oslo – Marius Borg Høiby (28) scheitert vor Gericht mit seinem Versuch, das Buch „Hvite striper, sorte får“ (zu Deutsch: „Weiße Streifen, schwarze Schafe“) zu stoppen. Das Enthüllungsbuch über den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) bleibt im Handel – und der 28-Jährige muss die Konsequenzen tragen.

Marius Borg Høiby und die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit in Oslo.

Die Prozesskosten belaufen sich auf über 530.000 norwegische Kronen, umgerechnet rund 45.000 Euro. Doch Marius Borg Høiby kann die Summe nicht selbst aufbringen. In dieser Situation hilft ihm seine Großmutter mütterlicherseits, Marit Tjessem (88).

Marius Borg Høiby scheitert vor Gericht: Mette-Marits Mutter übernimmt Prozesskosten

Norwegens größter kommerzieller Fernsehkanal TV 2 und die norwegische Zeitung Romsdals Budstikke berichten übereinstimmend, dass Marit Tjessem die Gerichtskosten für ihren Enkel übernommen hat. Die 88-Jährige überweist das Geld direkt an die Anwaltskanzlei, die Marius Borg Høiby im Rechtsstreit gegen den Verlag Aschehoug vertritt. Die Summe setzt sich aus 460.000 Kronen für den Verlag (Aschehoug & Co. (W. Nygaard) AS) und 70.500 Kronen für den norwegischen Verlegerverband (Den norske Forleggerforening) zusammen. Hinzu kommen Marius Borg Høibys eigene Anwaltskosten von über 800.000 Kronen (etwa 68.000 Euro) – alles in allem ergibt das eine Gesamtbelastung von umgerechnet rund 116.000 Euro. Wer die Anwaltskosten trägt, ist allerdings unklar.

Anwalt Elias Christensen bestätigt gegenüber TV 2 die Zahlung und erklärt die ungewöhnliche Offenlegung: „Dies ist etwas, worüber wir normalerweise nicht sprechen. Aber in diesem Fall hat der Mandant aufgrund des Mediendrucks darum gebeten, dies bekannt zu geben. Das Geld wurde von der Großmutter des Mandanten an unsere Kanzlei überwiesen.“ Die finanzielle Situation von Marius Borg Høiby steht seit Längerem im Fokus der Öffentlichkeit. Für das Steuerjahr 2023 wird sein Einkommen mit nur 126.650 (etwa 10.700 Euro) Kronen angegeben, sein Vermögen mit 51.407 Kronen (etwa 4.370 Euro), berichtet der Fernsehsender.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Norwegens König Haakon VIII. legt am 1. September 2026 im Storting den Eid gemäß der Verfassung ab.
König Haakon VIII. ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprünglich hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach folgte Haakon seinem Vater Harald nach dessen Tod auf den Thron. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Königin Sonja und König Harald 2023 bei einer Audienz im Palast vor der Verleihung des Friedensnobelpreises.
König Harald V. von Norwegen übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter und blieb seinem Versprechen treu, bis zu seinem Lebensende zu regieren. Seine bürgerliche Ehefrau Sonja durfte er erst heiraten, nachdem er gedroht hatte, andernfalls für immer ledig zu bleiben. Sonja trägt auch nach Haralds Tod am 28. August 2026 weiterhin den Titel Königin. Am 29. August 2026 hätten die beiden ihren 58. Hochzeitstag gefeiert. © picture alliance/dpa/NTB/Hanna Johre
Norwegens Kronprinzessin Ingrid Alexandra bei der Vereidigung ihres Vaters König Haakon VIII. am 1. September 2026 im Storting in oslo.
Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von König Haakon und Königin Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, trifft im Storting ein, wo König Haakon VIII. am 1.9.2026 gemäß der Verfassung seinen Eid ablegt.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang zwei. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Terje Pedersen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen 2025 bei der Aufzeichnung einer Talkshow in Stockholm.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/TT
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

Marit Tjessem, die Mutter von Kronprinzessin Mette-Marit, pflegt ein enges Verhältnis zu ihren Enkelkindern. Die Großmutter war in der Vergangenheit häufig bei wichtigen Familienereignissen präsent und hielt sogar eine Rede zum 18. Geburtstag von Prinzessin Ingrid Alexandra (21). Das norwegische Königshaus hatte zuvor klargestellt, dass es die Prozesskosten nicht übernimmt.

Der Verlag Aschehoug bestätigt den Zahlungseingang. Direktorin Åse Ryvarden erklärt gegenüber TV 2: „Wir haben das Geld erhalten. Wir nehmen dies als Bestätigung, dass die Angelegenheit von ihrer Seite abgeschlossen ist und dass das Urteil Bestand hat.“ Die Zahlung erfolgt noch vor Ablauf der Anklagefrist am 15. Dezember, was darauf hindeutet, dass der von der Presse als Skandalprinz betitelte 28-Jährige auf eine Berufung verzichtet. Indes sorgt Marius Borg Høiby an anderer Stelle für Unruhe. Verwendete Quellen: rbnett.no, tv2.no, brisant.de

Rubriklistenbild: © Lise Aserud/dpa

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