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Seine Stimme verrät ihn

„Ich will, dass du stirbst“: Neue verstörende Inhalte belasten Marius Borg Høiby

Verstörende Aufnahmen verbreiten sich in der norwegischen Presse: Die Stimme von Marius Borg Høiby soll aus der Nacht des ersten Überfalls im August stammen und Anwohner alarmiert haben.

Oslo – Am 4. August attackierte Marius Borg Høiby (27) eine Frau und verwüstete deren Wohnung, woraufhin der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (51) festgenommen wurde. Seitdem hagelte es weitere Anschuldigungen, Marius landete eine Woche in Untersuchungshaft und soll sich nun laut Aussagen seines Anwalts im Entzug befinden. Doch von Ruhe keine Spur: Kurz vor Weihnachten berichtet die norwegische Presse von neuen schrecklichen Audioaufnahmen.

Kurz vor Weihnachten werfen schockierende Audios neue Fragen im Fall Borg Høibys auf

Die ersten Fotos stammten vom norwegischen Magazin SE og HØR und zeigten eine zerstörte Wohnung, einen zerschmetterten Kronleuchter, Glassplittern, Chaos und vor allem ein Messer, das einige Zentimeter tief in der Wand steckte. Die Bilder gingen um die Welt. Kurz vor dem vierten Advent berichtet das Blatt von Audioaufnahmen unbekannter Herkunft, die ihm zugespielt wurden und die von dem fraglichen Tag stammen sollen, auf dem Marius’ Stimme zu hören sein soll.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Norwegens König Haakon VIII. legt am 1. September 2026 im Storting den Eid gemäß der Verfassung ab.
König Haakon VIII. ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprünglich hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach folgte Haakon seinem Vater Harald nach dessen Tod auf den Thron. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Königin Sonja und König Harald 2023 bei einer Audienz im Palast vor der Verleihung des Friedensnobelpreises.
König Harald V. von Norwegen übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter und blieb seinem Versprechen treu, bis zu seinem Lebensende zu regieren. Seine bürgerliche Ehefrau Sonja durfte er erst heiraten, nachdem er gedroht hatte, andernfalls für immer ledig zu bleiben. Sonja trägt auch nach Haralds Tod am 28. August 2026 weiterhin den Titel Königin. Am 29. August 2026 hätten die beiden ihren 58. Hochzeitstag gefeiert. © picture alliance/dpa/NTB/Hanna Johre
Norwegens Kronprinzessin Ingrid Alexandra bei der Vereidigung ihres Vaters König Haakon VIII. am 1. September 2026 im Storting in oslo.
Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von König Haakon und Königin Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, trifft im Storting ein, wo König Haakon VIII. am 1.9.2026 gemäß der Verfassung seinen Eid ablegt.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang zwei. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Terje Pedersen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen 2025 bei der Aufzeichnung einer Talkshow in Stockholm.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/TT
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

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Laut SE og HØR hatte sich Oslo seit einigen Tage bei Temperaturen in den Zwanzigern von seiner besten Seite gezeigt, viele Menschen hätten in der lauen Augustnacht die Fenster beim zu Bett gehen geöffnet. Auch im vornehmen Viertel, in dem Borg Høibys damalige Freundin wohnte, gingen allmählich die Lichter aus, als plötzlich eine laute und bedrohliche Stimmen die Sommernacht unterbrochen hätte. Beleidigungen und Ausdrücke seien gefallen, die untypisch für die ruhige Wohngegend gewesen seien, heißt es.

Auf den Audioaufnahmen werden heftige Drohungen gegen die Exfreundin ausgestoßen

Im Nachhinein sei es leicht, Marius‘ Stimme wiederzuerkennen, heißt es weiter, da es inzwischen genug Vergleichsmaterial gibt, das auf Tonaufnahmen veröffentlicht wurde. Die neue Aufnahme macht die Bedrohung, wenn es wirklich Marius’ Stimme wäre, sehr plastisch. Sie soll nur wenige Minuten, bevor Marius das Messer in die Schlafzimmerwand rammte und seine Ex-Freundin körperlich angriff, aufgenommen worden sein. Der Erstgeborene der Kronprinzessin Norwegens räumte die Tat ein, erklärte sie mit Drogen und Alkoholkonsum und wurde dafür angeklagt.

Kronprinzessin Mette-Marits Junge Marius Borg Høiby hält seit Anfang August das norwegische Königshaus in Atem.

Die bisher unbekannten Aufnahme stammt angeblich von der Straße, das Gesagte soll den Menschen in der Nachbarschaft einen Schauer über den Rücken gejagt haben. Daraus stammen die Zitate: „Na ja, alles, du hast alles verloren“, sagt die Stimme, die Marius gehören soll, zu seiner Ex-Freundin, bevor er sie bedroht: „Ich werde dein Leben ruinieren“, heißt es weiter. Die Stimme wird intensiver und lauter, als laut des Berichts zu hören ist: „Es brodelt in mir. Ich will, dass du stirbst“, heißt es.

Später am Morgen hatte Marius die Wohnung verlassen. Daraufhin habe die Polizei eingegriffen und Marius angezeigt. Natürlich gilt für die Polizei in Zeiten der KI, mit der man Stimmen ohne weiteres nachstellen kann, jede gebotene Vorsicht. Immerhin hat Marius öffentlich bereute und bedauerte, dass er seiner Ex und seine Familie in eine schwierige Situation gebracht hat.

Doch selbst im angeblichen Entzug, in dem er sich befindet, soll er sich über das Kontaktverbot hinweggesetzt haben. Dabei war gerade etwas Ruhe eingekehrt und die Nachricht, Mette-Marit müsse nun nicht vor der Polizei aussagen, hatte Hoffnung auf eine positive Wendung gemacht. Jetzt ist klar: Der Fall wird das norwegische Königshaus vermutlich auch im neuen Jahr in Atem halten. Verwendete Quellen: TV2, seher.no, X (ehemals Twitter)

Rubriklistenbild: © Lise Åserud / NTB / AFP

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