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Königshaus in Not
„Distanzieren uns entschieden“: Mette-Marit nach Epstein-Skandal nicht mehr tragbar
Eine wichtige Organisation zieht Konsequenzen aus Mette-Marits Epstein-Kontakten. Die Kronprinzessin verliert einen ihrer wichtigsten Unterstützer.
Die norwegische Organisation „Rådet for psykisk helse“, übersetzt „Rat für psychische Gesundheit“, pausiert alle Aktivitäten mit Kronprinzessin Mette-Marit (52). „Wir setzen die Zusammenarbeit aus“, erklärt Generalsekretärin Tove Gundersen gegenüber der norwegischen Rundfunkanstalt NRK. Mette-Marit ist seit über 20 Jahren Schirmherrin der Hilfsorganisation und hatte erst im Dezember 2025 ihre Schirmherrschaft um weitere fünf Jahre verlängert. Nun zieht die Organisation die Notbremse.
Die Entscheidung fällt inmitten einer schweren Krise für das norwegische Königshaus. Anfang Februar 2026 wurden neue Dokumente aus dem Fall des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (66, † 2019) veröffentlicht, darin taucht der Name von Mette-Marit mehrere hunderte Male auf. E-Mails belegen einen jahrelangen, vertrauten Kontakt zwischen der Kronprinzessin und dem verurteilten Verbrecher – auch nach dessen Verurteilung 2008. Die norwegische Zeitung Verdens Gang berichtet, Mette-Marit habe Epstein in Nachrichten als „sehr charmant“ bezeichnet.
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Gundersen begründet die Pause damit, dass Mette-Marit Zeit brauche, sich zu sammeln. „Wir finden es angemessen, dass sie diese in der kritischen und ernsten Situation bekommt. Es sind keine Aktivitäten und keine Zusammenarbeit mit der Kronprinzessin für 2026 geplant“, sagt sie laut NRK. Gleichzeitig fordert die Organisation mehr Klarheit über die Beziehung zum Sexualstraftäter. „Von Menschenhandel, Gewalt und sexuellen Übergriffen distanzieren wir uns entschieden“, betont Gundersen gegenüber NRK.
Neben dem Epstein-Skandal belastet auch der Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby das Königshaus schwer. Der 29-Jährige muss sich seit Anfang Februar 2026 in Oslo unter anderem wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten. Mette-Marit hatte sich bereits mehrfach öffentlich für ihre Epstein-Kontakte entschuldigt. In einer Stellungnahme erklärte sie: „Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.“
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Der „Rat für psychische Gesundheit“ weist in seiner Begründung auf einen wichtigen Zusammenhang hin: „Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind, erkranken im Erwachsenenalter häufiger psychisch, und das erhöht das Risiko, sich das Leben zu nehmen“, erklärt Gundersen gegenüber der norwegischen Rundfunkanstalt NRK. Das ist ein Kernthema der Organisation, für die Mette-Marit jahrzehntelang als Galionsfigur stand. Die E-Mails offenbaren zudem: Mette-Marit hatte Epstein auch um Erziehungstipps für ihren damals 15-jährigen Sohn Marius gebeten – ausgerechnet einen verurteilten Sexualstraftäter. Verwendete Quellen:vg.no, nrk.no