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Stadt Waldkraiburg mit Appell an Bevölkerung

Hässlich, unpraktisch, manchmal gefährlich: Warum große Fahrzeuge nicht an den Straßenrand gehören

Wohnmobile und Kleintransporter zieren in Waldkraiburg vielerorts den Straßenrand. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gefährlich werden. Carsten Schwunck,  Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerangelegenheiten, hofft auf die Vernunft der Bürger.
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Wohnmobile und Kleintransporter zieren in Waldkraiburg vielerorts den Straßenrand. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gefährlich werden. Carsten Schwunck, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerangelegenheiten, hofft auf die Vernunft der Bürger.

Anhänger, Lieferwagen, Wohnmobile: Häufig werden große Fahrzeuge in Waldkraiburg einfach am Straßenrand abgestellt. Das sieht nicht nur unschön aus – es kann auch gefährlich werden.

Waldkraiburg – Natürlich ist ein Foto immer nur eine Momentaufnahme, doch Verwaltungsfachwirtin Nejla Nayki von der Stadt Waldkraiburg muss nicht lange suchen, um sie zu entdecken: Große Fahrzeuge, die am Straßenrand abgestellt wurden. Die Bandbreite ist groß, von Wohnmobilen und damit Privatfahrzeugen, über diverse Anhänger bis zu Kleinlieferwagen von Handwerksbetrieben. „Bei letzteren handelt es sich um eine gewerbliche Nutzung, die darf man eigentlich nicht einfach in die Öffentlichkeit verlagern, indem man sein Fahrzeug dort abstellt”, erklärt Carsten Schwunck, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerangelegenheiten. Doch häufig werden sie nicht nur kurz geparkt.

Carsten Schwunck leitet die Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerangelegenheiten bei der Stadt Waldkraiburg. Er ruft dazu auf, beim Parken auch an die anderen Verkehrsteilnehmer zu denken.

„Parkende Fahrzeuge wie diese beeinträchtigen enorm den Gemeingebrauch”, macht Nayki das Problem deutlich. Anwohner und Besucher würden keine Parkplätze mehr finden. „Und, das ist zwar ein weicher Faktor, aber für das Ortsbild ist das auch nicht schön – da kann ich Bäume pflanzen, wie ich will”, ergänzt Schwunck. Doch der Stadt sind, was das angeht, mehr oder weniger die Hände gebunden. Auf ein Lkw-Halteverbot könne sie sich nicht berufen, da diese Fahrzeuge nicht als Lkw gelten. „Verkehrsrechtlich haben wir als Stadt keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen”, sagt Nayki.

Anders genutzte Garagen sind ein Ahndungsgrund

Anhänger dürften zwar nur eine bestimmte Zeit stehen, aber das lasse sich nur schwer überprüfen. Anders verhält es sich mit Werbeanhängern, die könnten als unlautere Gebrauchsnutzung eingestuft werden. „Aber das beseitigt nicht das Hauptproblem”, ist sich Schwunck sicher. Ideal wäre es, wenn die Bürgerinnen und Bürger für ihre Fahrzeuge einen Platz auf ihrem Grundstück schaffen würden. „Manche haben ihn sogar und nutzen ihn nur aus Bequemlichkeit nicht”, ärgert sich Schwunck.

Anhänger dürfen zwar nur eine bestimmte Zeit abgestellt werden, aber kontrollieren lässt sich das kaum. An vielen Straßenrändern in Waldkraiburg stehen sie dauerhaft.

Ein tatsächlicher Ahndungsgrund sind dagegen Garagen, die mit anderen Dingen belegt sind, als dem Fahrzeug. „Da gehört auch nicht das Lastenrad rein und schon gar nicht das Bobbycar, das Surfbrett oder die Werkstatt – das nimmt Stellplatz weg und die Autos landen dann auf der Straße”, erklärt Schwunck. Routinemäßig kontrolliert die Stadt das allerdings nicht. „Da würden wir in ein Wespennest stechen.” Treten allerdings begründete Nachbarschaftsstreitigkeiten auf, schaue die Stadt durchaus nach.

Enge Fahrbahnbreite bremst Rettungskräfte aus

Im Extremfall könne sie eine Ersatzvornahme anordnen, dann werde die Garage leer geräumt. Aber auch Strafzahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro können fällig werden. „Der Missstand muss dann trotzdem beseitigt werden, freikaufen kann man sich nicht”, betont Schwunck.

Nayki bittet zudem darum, beschilderte Feuerwehrzufahrten und -anfahrtszonen zur eigenen Sicherheit freizuhalten und die Straßenbreite im Blick zu haben. „Viele Fahrzeuge sind heute zu breit für das Niveau der Siedlungsstraßen, das macht es Rettungsdiensten im Extremfall schwer, an einen Unfallort zu kommen”, erklärt Schwunck. Selbst wenn man die zulässige Restfahrbahnbreite von 3,05 Metern ausnutze, bremse das die Rettungskräfte aus.

Dass das immer wieder zu Problemen führt, bestätigt Andreas Englmeier, erster Kommandant der Feuerwehr Waldkraiburg. „Mit unseren Einsatzfahrzeugen kommen wir in engen Straßen nicht durch, das behindert die Einsatzfahrt – und die ist in der Regel brisant“, betont er. Doch auch normale Autos seien eine Behinderung, wenn sie vor Feuerwehrzufahrten geparkt würden. „Wir sollten mehr Rücksicht aufeinander nehmen, wenn das Parken mit Augenmaß passiert, ist alles gut”, appelliert Schwunck.

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