Waldkraiburger Volksfest
Rote Laterne beim Promi-Schießen und Zusammenstöße beim Autoscooter
Unterschiedlicher hätten die Ansprüche nicht sein können: Der eine ist gekommen, um zu gewinnen, der andere, um sich die rote Laterne zu sichern. Am Ende hat beim Promischießen auf dem Waldkraiburger Volksfest nur einer sein Ziel erreicht.
Waldkraiburg – Es ist gute Tradition auf dem Volksfest, dass sich Schausteller und Promis am Schießstand treffen. Während die Profis Schuss um Schuss ins Schwarze setzen, werden sich ein paar Stadträte nicht einig, wer am besten daneben schießt. Denn neben Richard Fischer kämpfen auch Charlotte Konrad und Martina Arnusch-Haselwarter um den letzten Platz. „Dann wird man als erster aufgerufen“, freut sich Charlotte Konrad, die mit der roten Laterne so gar kein Problem hat.
Von den Schießkünsten der Schausteller lassen sich die Promis nicht aus dem Konzept bringen. Schließlich sind die ja Profis, die Stadträte und Stadträtinnen sehen es dagegen sportlich. Ganz im olympischen Gedanken: „Dabei sein ist alles.“ Schließlich geht es um einen guten Zweck.
Aber bei den Promis sind auch Profis dabei: die Polizisten Uwe Schindler und Karl-Heinz Stocker. Für Waldkraiburgs neuen Dienststellenleiter Schindler hat es am Schluss nicht zum Sieg gereicht. Den schossen Polizei-Kollege Karl-Heinz Stocker und Stadtwerke-Chef Herbert Lechner parallel untereinander aus. Während dem Profi die Nerven flatterten, setzte Lechner seine Schüsse ins Schwarze und holte sich den Pokal. Am anderen Ende der Tabelle steht Richard Fischers‘ Name, die Damen haben doch mehr getroffen als er. Bei den Schaustellern gewann Kevin Kraus, der das Heimspiel am eigenen Schießwagen nutzte.
Einem „brillenlosen Bürgermeister-Duell“ stellten sich abschließend Robert Pötzsch und sein Mühldorfer Kollege Michael Hetzl. Über eine neue Brille sollte Waldkraiburgs Bürgermeister vielleicht nachdenken: Nicht nur, dass er besser zielte als Hetzl, er holte sich sogar mehr Punkte als mit Brille.
Der Tag der guten Nachbarschaft ist eine gute Gelegenheit für die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen im Landkreis, sich in lockerer Runde auszutauschen. Wo geht das besser als bei Wiesn-Rundgang? Dazu hatte Pötzsch seine Bürgermeister-Kollegen und Landrat Max Heimerl eingeladen. Bei wilden Kollisionen mit dem Autoscooter, Zielgenauigkeit beim Touch Down und bei einer Fahrt mit dem Riesenrad lässt sich schon mal die nächste Zusammenarbeit vertiefen.

