Voriges Jahr eröffnet
Aufgabe erfüllt: Warum sich der Förderverein Naturbad Kraiburg auflöst
Beim Bau des Naturbads hat sich auch der eigens ins Leben gerufene Förderverein eingebracht. Der sieht jetzt seine Aufgabe als erfüllt an.
Von Georg Meling
Kraiburg – Der „Förderverein Naturbad Kraiburg“ hat sein Gründungsziel, nämlich die Anlage eines Naturbades durch die Gemeinde auf dem Gelände des ehemaligen Freibades tatkräftig und finanziell zu unterstützen, sehr erfolgreich erreicht. Deshalb wurde auf der Mitgliederversammlung der Vorschlag der Vorstandschaft von den Vereinsmitgliedern mit nur einer Enthaltung angenommen, den Förderverein wieder aufzulösen.
Ziemlich genau vier Jahre arbeitete der Förderverein Naturbad auf dieses Ziel hin, im vorigen Sommer wurde das Naturbad schließlich mit einer großen Party eingeweiht. „Das war ein schöner Tag für Kraiburg“, erinnerte sich Vorsitzender Josef Wimmer an diesen Tag zurück. In seinem Rückblick zeigte er die vielfältigen Arbeitsbereiche auf, die von den zuletzt 180 Vereinsmitgliedern engagiert und zeitaufwendig beackert wurden und von Planungsarbeiten über den Kauf und das Aufstellen der Spielgeräte bis hin zur Endreinigung des Schwimmbeckens reichten.
Gute und respektvolle Zusammenarbeit
Josef Wimmer stellte aber auch die sehr gute und respektvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Bürgermeisterin Petra Jackl heraus, die diese mit einem „großen, großen Dank an die Vorstandschaft für die perfekte Zusammenarbeit“ bestätigte. „Wir hätten das Naturbad ohne euch nicht so hingebracht!“, sagte Jackl.
„Wir haben bei den Einnahmen und Ausgaben eine Punktlandung hingebracht“, eröffnete Schatzmeister Georg Kiefinger seinen Kassenbericht. Den Einnahmen von rund 46.200 Euro, davon 12.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen und 31.000 Euro an Spenden, standen Ausgaben von rund 45.800 Euro entgegen, die zum allergrößten Teil in die Anlage des Spielplatzes flossen. „428 Euro sind noch in der Kasse“, erklärte Kiefinger.
„Jeder Cent hat sich rentiert“
Bürgermeisterin Petra Jackl stellte in ihren Informationen heraus, dass die geschätzten Kosten für das Bad nur um gut zehn Prozent überschritten wurden, meinte aber auch: „Jeder Cent hat sich rentiert, denn wir haben eine wunderschöne Anlage erhalten.“ Sie ging auch auf noch bestehende Probleme ein, wie den Betrieb des Kioskes. „Der hat nie richtig funktioniert, so dass wir dem Betreiber im Herbst gekündigt haben. Die Sache ist inzwischen vor Gericht und wir sind jetzt abhängig von der Entscheidung des Gerichtes.“
Zum Verkauf von Eintrittskarten sind Einzel- und Saisonkarten vorgesehen, über den genauen Erwerb von Eintrittskarten wird in der Maiausgabe von „Innformiert“ informiert. Auch die Badeaufsicht ist noch nicht schlussendlich geregelt, vor allem für die Vormittagsstunden. Die Lösung über einen zu gründenden Schwimmverein habe sich laut Jackl „wegen der ganz schwierigen rechtlichen Situation“ erübrigt. Sie sei aber optimistisch für eine mögliche gute Lösung.
Vereinszweck erfüllt
Die Bürgermeisterin hätte sich im Verlauf der Versammlung eine Weiterführung des Fördervereins gewünscht, was unter einer neuen Führung auch möglich gewesen wäre. „Die komplette derzeitige Vorstandschaft stellt sich aber aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl, wir haben unseren Vereinszweck erfüllt“, erklärte Josef Wimmer.
Da sich niemand im Vorfeld sowie in der Versammlung für eine neue Vorstandschaft zur Verfügung stellt, wurde die Vereinsauflösung eingeleitet. Schon vorausschauend wurden für das laufende Jahr keine Mitgliedsbeiträge mehr eingezogen, das Vereinsvermögen von gut 400 Euro geht zweckgebunden an die Gemeinde und die Dokumente des Fördervereins Naturbad Kraiburg werden die nächsten zehn Jahre in der Gemeinde aufbewahrt.