Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nachruf

Ein Leben voller Tatkraft und Energie: Unternehmer Adam Holzner aus Oberbergkirchen ist tot

Adam Holzner war weit über die Gemeindegrenzen hinaus geschätzt. Jetzt ist er im Alter von 94 Jahren gestorben.
+
Adam Holzner war weit über die Gemeindegrenzen hinaus geschätzt. Jetzt ist er im Alter von 94 Jahren gestorben.

Ein langes und erfülltes Leben, voller Tatkraft und Energie, ging zu Ende. Ein im ganzen Landkreis und darüber hinaus bekannter und erfolgreicher Geschäftsmann, Adam Holzner, Seniorchef vom Ziegelwerk Aubenham, ist mit 94 Jahren verstorben.

Oberbergkirchen – Ein langes und erfülltes Leben, voller Tatkraft und Energie, ging zu Ende. Ein im ganzen Landkreis und darüber hinaus bekannter und erfolgreicher Geschäftsmann, Adam Holzner, Seniorchef vom Ziegelwerk Aubenham ist mit 94 Jahren verstorben. Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von einem weitum geachteten Oberbergkirchener Mitbürger, der als Unternehmer fast 60 Jahre sein Ziegelwerk mit Weitblick und Umsicht geführt hat. Einen würdigen Rahmen erhielten die Trauerfeierlichkeiten durch die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und der Oberbergkirchner Blasmusik.

Zeitlebens war Aubenham Wohnort und Heimat

Geboren wurde Adam Holzner am 25. August 1930 in Aubenham. Dort wuchs er mit seinen beiden jüngeren Geschwistern auf, von hier aus besuchte er die Volksschule in Oberbergkirchen. Zeitlebens war Aubenham Wohnort und Heimat. Der Besuch einer weiterführenden Schule war nicht möglich, da kriegsbedingt keine Fahrgelegenheit in die Kreisstadt bestand.

Den Zweiten Weltkrieg habe er relativ ruhig erlebt. Zwei Erlebnisse konnte er jedoch nicht vergessen, zum einen die Bombenabwürfe auf die Ziegelei und zum anderen die Häftlinge bei der Wohnungsräumung. Der Betrieb wurde unter Treuhand gestellt und zwangsverpflichtet.

Zuerst Lehre als Kirchenmaler und Vergolder

Weil Zeichnen sein Lieblingsfach war, wählte er einen künstlerischen Beruf und begann eine Lehre als Kirchenmaler und Vergolder. Sein Vater durfte 1948 den Betrieb wieder übernehmen, verstarb jedoch noch im selben Jahr. Deshalb wechselte Adam Holzner in den Beruf des „Zieglers“ und machte eine Lehre im elterlichen Betrieb, weitere fachliche Kenntnisse erwarb er in der Zieglerschule Landshut.

Nach frühem Tod des Vaters Verantwortung übernommen

Nach dem frühen Tod seines Vaters führte er den Betrieb mit seiner Mutter weiter. 1973 kam sein Bruder Adolf in die Firma und übernahm den technischen Bereich. Die Ziegelei wurde mehrmals erweitert, modernisiert und auf den modernsten Leistungsstand gebracht. Er lernte seine Frau Gaby aus Hagen kennen, 1964 wurde geheiratet.

Das Glück machten die Geburten von Sohn Adam und Tochter Claudia perfekt. Sein Herz ging auf, wenn er seine vier Enkelsöhne um sich haben konnte. 2004 hat er den Posten als Komplementär an seinen Sohn übergeben, der die Ziegelei in der vierten Generation weiterführt.

Stets ein offenes Ohr für die Vereine

Stolz war der Verstorbene, dass sein Ziegelwerk das konjunkturbedingte Stilllegen umliegender Ziegeleien überlebt hat. Adam Holzner war fest im Dorfleben in Oberbergkirchen involviert. Man kannte und schätzte ihn, er war sehr beliebt und so sah man ihn auch gerne am Stammtisch „Tennis Ü 60“ oder bei den Stockschützen. Als Mitglied beim Gartenbauverein, Feuerwehr und KSK war er gerne gesehen. In seinem langen Leben erfüllte Holzner weitere ehrenamtliche Dienste.

Auch Mitglied des Gemeinderats

1965 wurde Adam Holzner in den Gemeinderat gewählt und 1975 zum Aufsichtsrats-Vorsitzenden der VR-Bank ernannt. Als 1. Vorstand des Sportvereins wurde er 1966 gewählt und nach 25 Jahren zum Ehrenvorstand ernannt.

Auch den Oberbergkirchener Musikanten war er eng verbunden. Beim Segeln auf dem Chiemsee fand er Erholung vom Arbeitsleben. Seine große Freude und Leidenschaft waren die Pflege und das Ausfahren seiner geliebten Oldtimer, als Gründungsmitglied bei den Oldtimer-Freunden Mühldorf und dem Mercedes Oldtimer Club. Gemeinnützig engagierte er sich beim Rotary Club.

Adam Holzner galt zeitlebens als lebensfroher, unternehmungslustiger und geselliger Mensch, tatkräftig hat er seine Visionen umgesetzt. Die letzten Jahre verließen ihn seine Kräfte immer mehr und er war auf den Rollstuhl angewiesen, den Lebenswillen hat er trotzdem nie verloren. In dieser Zeit war er pflegebedürftig und er erhielt aufopferungsvolle Betreuung durch seine Familie.

Bürgermeister Hausperger spricht von einem großen Gönner

Bürgermeister Michael Hausperger würdigt Adam Holzner als großen Gönner. „Er hat viel getan für Oberbergkirchen“, so das Gemeindeoberhaupt. Vor allem der Sportverein sei ihm am Herzen gelegen. „Die Entwicklung des Sportvereins wäre ohne sein Wirken nicht möglich gewesen“, ist Hausperger überzeugt. Holzner sei nicht nur Gründungsmitglied gewesen, sondern habe den Verein unterstützt, wo immer es möglich war. Überhaupt habe Holzner für alle Vereine stets ein offenes Ohr gehabt, „er war bis zum hohen Alter gesellschaftlich interessiert, man hat ihn gerne bei den Veranstaltungen getroffen!“

Letzte Ruhestätte im Familiengrab

Die letzten Tage seines Lebens durfte er zu Hause bei seinen Liebsten verbringen, wo er friedlich eingeschlafen ist. Seine letzte Ruhestätte findet Adam Holzner im Familiengrab auf dem kirchlichen Friedhof in Oberbergkirchen. Abschiedsgrüße am Grab gab es von der Feuerwehr, KSK, Sportverein, Ziegelverbände, Gartenbauverein, VR-Bank, Oldtimer-Freunde und Rotary-Club.

Kommentare