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„So etwas habe ich noch nicht erlebt!“

Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Hörbering binnen Minuten unter Wasser

Links und rechts ziehen die Wassermassen am Hörberinger Feuerwehrhaus vorbei. Wasser drang aber auch in die Fahrzeughalle ein.
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Links und rechts ziehen die Wassermassen am Hörberinger Feuerwehrhaus vorbei. Wasser drang aber auch in die Fahrzeughalle ein.

„Land unter“ hieß es am Sonntag (27. Juli) im Neumarkter Ortsteil Hörbering: Der Starkregen hatte den sonst harmlosen Großthalhamer Bach in einen Sturzbach verwandelt und die Ortschaft binnen Minuten unter Wasser gesetzt. Auch das Feuerwehrhaus war davon betroffen.

Hörbering – Der Regen kam unerwartet, dafür fiel er aber umso heftiger: „Ich habe 71 Liter gemessen“, berichtet Sepp Fuchsgruber, ehemaliger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hörbering, der in dem Ortsteil zu Hause ist und miterlebt hat, wie sich eine heftige Gewitterzelle am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr über dem Norden Hörberings entlud.

Ruhiges Gewässer wird zum Sturzbach

Der sonst so harmlose Großthalhamer Bach, der sich über den Thalhamergraben durch den Ort zur Rott hin schlängelt, verwandelte sich binnen kürzester Zeit zum reißenden Bach, der schließlich über die Ufer trat und selbst die Straßen für Fahrzeuge unpassierbar machte.

„Ich habe meinen Pool seit 1995 . Der ist komplett übergelaufen. So etwas habe ich noch nicht erlebt!“, sagt Fuchsgruber zugeben, der weiß, wovon er spricht. Denn der ehemalige Kommandant der Hörberinger Wehr war viele Jahre aktiv, hat in all den Jahren seines aktiven Dienstes allerhand gesehen. Auch in der Bekämpfung von Hochwasser oder voll gelaufener Keller und Straßen.

Der Hagel bleibt glücklicherweise aus

Er sei selbst von den starken Regengüssen überrascht worden, berichtet Fuchsgruber. Sein Sohn, der in Bad Tölz lebt, habe ihn noch kontaktiert, nachgefragt, ob es denn in Hörbering bereits hageln würde. Kurz darauf habe sich dann die Zelle entladen, sagt Fuchsgruber. „Wir hatten einen Riesendusel. Denn gehagelt hat es glücklicherweise nicht. Denn dann wäre es grob geworden“, sagt Fuchsgruber.

Wenn etwa Hagelkörner die Abflüsse behindern oder die Gullis dicht machen. sei es besonders gefährlich. Das sei aber nicht der Fall gewesen. Das Wasser konnte vergleichsweise schnell ablaufen, „auch weil zum Glück die Rott aktuell kein Hochwasser führt“.

Gewitterzelle entlädt sich genau über Hörbering

Was Fuchsgruber bemerkenswert findet. Offenbar hat sich diesen Sturzregen nur in Hörbering gegeben. „Gleichzeitig hat das Leitlweiherfest stattgefunden. Das ist nur zwei Kilometer von uns entfernt. Aber bis auf etwas Regen hat man Ort davon nichts abbekommen. Die Veranstalter hatten schon bei uns nachgefragt, wo wir denn bleiben würden!“

Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser

Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser
Feuerwehrhaus abgesoffen: Starkregen setzt Ortschaft Hörbering binnen Minuten unter Wasser © Martin Wolf

In der Tat waren die Hörberinger Feuerwehrler mit etwas anderem als mit Feiern beschäftigt, wie deren Erster Kommandant Matthias Niederschweiberer bestätigt. Eine Stunde lang habe es durchgeregnet. Das Regenwasser habe sich von den Hügeln rund um Hörbering im Großthalhamer Bach gesammelt. „Da fließt das Wasser zusammen wie in einem Tal“, meint Niederschweiberer.

Bach staut sich am Durchlass zurück

Der Hörberinger Kommandant habe nach dem einsetzenden Regen bereits geahnt, dass sich da etwas aufstauen würde, habe nach dem Rechten sehen wollen und dabei festgestellt, dass der Bach immer weiter anschwillt. „Bereits am Durchlass im Ort an der Kreisstraße hat sich das Wasser zurückgestaut. Links und rechts am Feuerwehrhaus vorbei.“

Wenn der Bach zum Stausee wird: Blick in den Süden Hörberings mit der Kirche St. Jakobus.

Über die Schächte habe es dann das Wasser auch in die Fahrzeughalle gedrückt, auch ein Schuppen war betroffen. Es sei aber kein Schaden entstanden, sagt Niederschweiberer einen Tag später. „Mit Gummilippen haben wir das wieder rausgeschoben.“ Ein weiterer Einsatz sei in unmittelbarer Nähe zum Gerätehaus sei nötig geworden, aber auch der sei überschaubar gewesen.

Doch sei das Wasser aufgrund der Regenfälle über die Staatsstraße in Richtung Neumarkt-St. Veit geflossen. Und auch nach Blindenhaselbach musste die Feuerwehr ausrücken, weil die Straße überflutet war. Die Gemeindestraße nach Großthalham sei zwischenzeitlich gesperrt, Warndreiecke für den Verkehr aufgestellt worden.

Die Kreisstraße Mü 36 musste gereinigt werden, weil der Regen das Bankett ausgeschwemmt hat, Kies auf die Fahrbahn gespült hatte, und daher Sicherungsmaßnahmen mit der Straßenmeisterei des Landkreises abgeklärt werden mussten.

Kommandanten von der Regenmenge überrascht

Bei der Wassermenge, da sind sich die Feuerwehrkameraden aus Hörbering einig: „Starkregen haben wir schon immer wieder mal, aber so konzentriert, das wüsste ich nicht“, sagt Matthias Niederschweiberer. Und auch sein Zweiter Kommandant, Martin Wolf, der den Bauhof in Neumarkt-St. Veit leitet, kann nur den Kopf schütteln. „So massiv hab ich so noch nicht erlebt. Die Regenschneise hat sich von Elsenbach über Sägmühle rüber bis nach Hörbering und Großthalham gezogen. In Neumarkt-St. Veit selbst hat es hingegen nicht geregnet!“

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