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Nach Ausbruch von Tierseuche

Nach Newcastle-Verdacht: Große Sorge bei Hühnerhaltern in der Region um Neumarkt-St. Veit

Newcastle-Ausbruch in einem Masthähnchen-Betrieb bei Neumarkt-St. Veit. 30.000 Tiere müssen gekeult werden.
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Newcastle-Ausbruch in einem Masthähnchen-Betrieb bei Neumarkt-St. Veit. 30.000 Tiere müssen gekeult werden. (Symbolfoto)

In einem Betrieb in Neumarkt-St. Veit ist der Verdacht auf den Ausbruch der Newcastle-Krankheit amtlich festgestellt worden. Betroffen sind 30.000 Masthähnchen, die gekeult werden mussten. Große Sorge herrscht nun bei Hühnerhaltern in der Region.

Neumarkt-St. Veit – Das Veterinäramt des Landratsamtes Mühldorf hat den betroffenen Betrieb am Montag (2. März) entsprechend den geltenden tierseuchenrechtlichen Vorschriften unverzüglich gesperrt und die erforderlichen Maßnahmen angeordnet (wir berichteten). Dazu zählt insbesondere die aus Gründen des Tierschutzes und der Tierseuchenbekämpfung notwendige tierschutzgerechte Tötung des gesamten betroffenen Geflügelbestandes.

Überwachungszone bis in die Nachbarlandkreise hinein

„Aufgrund des Seuchenverdachtes wurden in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz um den betroffenen Betrieb eine Schutzzone mit einem Mindestradius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Mindestradius von zehn Kilometern eingerichtet“, teilte dazu das Landratsamt Mühldorf in einer Presseerklärung mit. Die Überwachungszone erstreckt sich auch auf Teile der Landkreise Altötting, Landshut und Rottal-Inn.

Auch wenn die beiden Hühnermobile von Pamela Wurm bei Rohrbach stehen und damit knapp außerhalb der Überwachungszone, ist auch bei ihr und ihrem Mann Helmut die Sorge um die Gesundheit ihrer Legehühner groß. „Nachdem bereits am Sonntag die ersten Meldungen die Runde gemacht haben, haben wir uns entschlossen, die Klappe unserer beiden Hühnermobile geschlossen zu halten.“

Newcastle-Krankheit – kurz erklärt

Die Newcastle-Krankheit ist eine hochansteckende Virusinfektion bei Geflügel, ausgelöst durch das aviäre Paramyxovirus-1. Sie führt zu schweren Atemwegs-, Nerven- und Verdauungssymptomen und kann ganze Bestände in kurzer Zeit treffen. In Deutschland besteht Impfpflicht für Hühner und Puten, auch in Hobbyhaltungen. Für Menschen ist das Virus praktisch ungefährlich. Jeder Verdacht muss sofort gemeldet werden, da die Krankheit anzeigepflichtig ist.

Hühnerhalter sind sensibilisiert

700 Hühner hat sie in ihren beiden Hühnermobilen untergebracht, „alle voll durchgeimpft“, sagt Wurm, die sich nicht erklären kann, wie es zu einem Ausbruch der Krankheit kommen konnte. Denn eigentlich bestehe Impfpflicht. Die Sorge treibe sie um, ob man es vielleicht mit einer Variante zu tun haben könnte. Einem Sub-Typus, der noch nicht bekannt ist.

Die Brüterei Strasser in Massing befindet sich ebenfalls gerade mal so am Rand der Überwachungszone. Als sich die OVB Heimatzeitungen beim Betreiber Hans-Günther Strasser am Mittwochvormittag (4. März) melden, weiß der noch gar nichts davon, dass der Ausbruch im Landkreis Mühldorf in Neumarkt-St. Veit verortet ist. Seitens der Behörde im Landkreis Rottal-Inn seien noch keinerlei Informationen herausgegeben worden.

 Kein Geflügel verlässt ungeimpft den Hof!

Hans-Günther Strasser

„Die Sorge in unserem Beruf ist immer da. Vogelgrippe, Newcastle. Wir sind da immer auf der Hut.“ Jetzt, nach Bekanntwerden des Ausbruchs im Nachbarlandkreis, sei man natürlich besonders sensibilisiert. „Die Tiere werden im Stall gehalten“, sagt Strasser, der keine genauen Zahlen des Bestands nennen kann, „das wechselt“.

Eines aber betont er: „Kein Geflügel verlässt ungeimpft den Hof!“ Man sei sensibilisiert. Akribisch genau achte man darauf, dass keine Person, die nicht zum Geflügelhof gehört, unbefugt das Gelände betritt. Das Geflügel – auf Strassers Hof werden Hühner, Enten, Gänse, Puten, Perlhühner und Wachteln verkauft – bekomme laut Strasser eine Impfung mit der Nadel, die ein Jahr lang anhalten soll.

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