60 Aktive im nächtlichen Einsatz
Haus-Brand in Neumarkt-St. Veit: Minuten entscheiden bei Feuerwehr-Einsatz
Großalarm mitten in der Nacht: Am Samstag (20. September) gerät in Neumarkt-St. Veit ein Gartenhaus in Brand. Die Flammen breiteten sich zunächst aus. So lief der Einsatz.
Neumarkt-St. Veit – „Fünf bis zehn Minuten später hätte der Dachstuhl brennen können“, schildert Neumarkt-St. Veits Feuerwehr-Kommandant Tobias Wegner die Situation. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr blieb es in der Nacht auf Samstag glücklicherweise bei einem begrenzten Schaden.
Wie die Polizei berichtet, brach das Feuer im Außenbereich eines Einfamilienhauses aus. Laut Wegner begann es in einem Gartengebäude und griff schnell auf ein Spielhaus sowie die Terrassenüberdachung des Wohnhauses über. „Von dort ging es weiter auf den Dachstuhl des Wohnhauses“, sagt der Kommandant. Rauch, der durch Lüftungsöffnungen ins Haus gelangte, ließ zunächst den Eindruck entstehen, dass auch im Inneren Feuer ausgebrochen sei. „Das führte dazu, dass wir zunächst die Alarmstufe erhöht haben“, sagt Wegner.
Feuerwehreinsatz in der Nacht auf Samstag (20. September) in Neumarkt-St. Veit




Lage hat sich schnell entspannt
Neben den Feuerwehren aus Neumarkt-St. Veit und Hörbering kamen deshalb noch Einsatzkräfte aus Teising, Feichten, Elsenbach und Egglkofen hinzu. Insgesamt waren rund 60 Aktive vor Ort, darunter auch Atemschutzträger.
„Für unsere neue Drehleiter war es der erste Einsatz im Stadtgebiet“, sagt Wegner. Doch zum Glück stellte sich die Lage schnell als weniger dramatisch heraus, als anfangs angenommen: Der Dachstuhl brannte nur auf einer kleineren Außenfläche, im Inneren gab es keine Auswirkungen. „Wir hatten anfangs mit dem Garten- und Spielhaus ein intensives Feuer, aber die Lage hat sich schnell entspannt.“ Auch Einsatzkräfte der Polizei sowie des Rettungsdienstes waren vor Ort.
Durch die Flammen wurden laut Polizei ein Gartenhaus, Teile des Dachstuhles sowie ein Baumhaus des Nachbargrundstücks vollständig zerstört. Zudem wurden mehrere Jalousien sowie ein Fenster beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Wohngebäude wurden von der Feuerwehr durchlüftet und sind laut Wegner bewohnbar.
Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Bewohner des Einfamilienhauses sowie der Nachbarhäuser konnten sich alle rechtzeitig in Sicherheit bringen.
„Wir konnten den Einsatz gut abarbeiten. Die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften hat gut funktioniert“, beurteilt Wegner abschließend den Einsatz, der rund drei Stunden gedauert hat. Nach den Löscharbeiten kontrollierte die Feuerwehr den Dachstuhl auf mögliche Glutnester. Dann erst fiel den Einsatzkräften ein anderes Detail auf: In der Nähe vom Gartenhaus war separat eine Gasflasche gelagert – die sich aber aufgrund der Lagerung nicht erhitzt hatte.
Über die Ursache für den Brand ist bislang nichts bekannt, sie ist Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen.