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Vier in einem Horst bei Schwindegg

Tierisches Glück: Seltene Storchen-Geburt begeistert nicht nur die Bewohner von Walkersaich

Nicht drei, sondern sogar vier Jungvögel sind es, die in Walkersaich die Bevölkerung erfreuen. „Das ist ungewöhnlich“, sagt der Vorsitzende des Kreisgruppe vom Landesbund für Vogelschutz, Martin Stummer.
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Nicht drei, sondern sogar vier Jungvögel sind es, die in Walkersaich die Bevölkerung erfreuen. „Vier Jungtiere. Das ist ungewöhnlich“, sagt Martin Stummer, Vorsitzender der Mühldorfer Kreisgruppe vom Landesbund für Vogelschutz.

Der Schwindegger Ortsteil Walkersaich feiert ein Storchenwunder: Gleich vier Jungvögel sind geschlüpft – ein seltener Erfolg trotz Trockenheit und knapper Nahrung. Die Region rund ums Isental wird so zum Paradies für Meister Adebar.

Schwindegg – Da stand das Telefon in der Redaktion nicht mehr still. Es sollte unbedingt eine Korrektur erscheinen zum Storchennest in Walkersaich. Denn die OVB Heimatzeitungen hatten berichtet, dass es dort Nachwuchs gebe. Drei Storchenkinder würden dort großgezogen.

Das wäre an sich schon eine kleine Sensation. Doch Theresia Riegelsberger, die nicht weit vom Storchenestz in der Isengemeinde entfernt wohnt, belehrte die Zeitung eines Besseren. „Es sind nicht drei, sondern vier Jungvögel!“, korrigierte sie.

Stolze Walkersaicher

„Wir sind ziemlich stolz darauf, dass sich die Störche bei uns so wohlfühlen“, erklärt die 84-Jährige, die die Störche quasi in der Nachbarschaft interessiert verfolgt. Und so weiß sie ganz genau: „Im vergangenen Jahr hatte es keinen Nachwuchs gegeben!“ Zwar seien Eier gelegt worden, doch es sei kein Storch geschlüpft, offenbar weil es zu kalt gewesen sei, berichtet Riegelsberger. Vor zwei Jahren hingegen seien es immerhin drei Jungvögel gewesen, zwei davon hätten überlebt.

Vier Jungvögel sind selten

Dass es jetzt sogar vier Jungstörche sind, darüber freuen sich die Walkersaicher nun besonders. Und in der Tat ist eine so große Anzahl von Nachwuchs in einem Storchennest etwas nicht Alltägliches, wie auf Nachfrage auch Martin Stummer, Vorsitzender der Kreisgruppe Mühldorf vom Landesbund für Vogelschutz, bestätigt.

„Das ist in der Tat ziemlich selten“, weiß der Fachmann, der sich darüber auch etwas wundert. Denn nach den zuletzt insgesamt sehr trockenen Wochen sei das Nahrungsangebot nicht gerade üppig. Er meint damit nicht nur Insekten, sondern vor allem Amphibien, Kröten und Frösche, die eigentlich in den feuchten Wiesen rund um Walkersaich optimale Bedingungen haben. „Ein Naturreservat“, findet Stummer.

Überhaupt seien die Gemeinden rund um das Isental prädestiniert für brütende Störche. „Wenn Nachwuchs da ist, dann ist es umso wichtiger, dass die Elternvögel möglichst kurze Wege haben, um die Jungvögel mit Nahrung zu versorgen“. Das sei nicht nur in Walkersaich der Fall, sondern auch in Haag oder in Schwindegg, wo ebenfalls regelmäßig Störche nisten.

Andere Kommunen wollen nachziehen, wünschen sich ebenfalls Meister Adebar auf den Dächern. In Schönberg etwa und auch in Neumarkt-St. Veit hatte man vor einigen Jahren Nester auf Dächern platziert, nachdem immer wieder Störche gesichtet wurden. Aber richtig niedergelassen hat sich in diesen Gemeinden im nördlichen Landkreis Mühldorf bislang noch kein Vogel.

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