in Walkersaich

So war der politische Aschermittwoch der Kreis-CSU

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Die Redner des Abends (v.l.): MdB Stephan Mayer, Schwindeggs Zweiter Bürgermeister Martin Thalmeier und Landrat Georg Huber.
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Schwindegg - Die CSU lud am 6. März wieder zu ihrem alljährlichen Politischen Aschermittwoch mit Fischessen in der Schlossgaststätte Mooser in Walkersaich. Dabei wurden von MdB Stephan Mayer und Landrat Georg Huber aktuelle politische Themen angesprochen.

"Die Zeit ist längst vorbei, dass man die Europawahl als Protestwahl abtun kann oder sagen kann: 'Mensch, da is' Wetter schee, machma an Ausflug'", mahnte MdB Stephan Mayer in seinem Redebeitrag, "Jedem, dem an Europa gelegen ist und der Auffassung ist, dass Deutschland gut daran tut, ein gemeinsames und starkes Europa mitzugestalten und voranzubringen, muss am 26. Mai zur Europawahl gehen." Selbstverständlich plädierte Mayer dafür, dann auch seine Partei zu wählen. Die CSU sei "die gestalterische und pro-europäische Kraft aus Bayern".

Auch auf die Innen- und speziell die Flüchtlingspolitik ging Mayer ein. "Wir haben hier vieles vorangebracht, was die Einrichtung von Ankerzentren betrifft, was das Gesetz zu den sicheren Herkunftsstaaten anbelangt, das leider gerade von den Grünen im Bundesrat nachhaltig behindert wird. Wir haben eine Neuregelung des Familiennachzugs vorgenommen, die sich wirklich bewährt." Dabei würde den Grundsätzen von Humanität aber auch Begrenzung und Steuerung Rechnung getragen. "Bis zu 1000 Familienangehörige dürfen im Monat zu eingeschränkt schutzbedürftigen Personen nachziehen." Damit könne Notlagen Rechnung getragen werden. "Hier wäre es der Wunsch von SPD und Grünen gewesen, den Nachzug ohne jegliches Kontingent oder Begrenzung zu öffnen", kritisierte er. Der Widerstand der CSU dagegen sei richtig gewesen. 

Während AfD und Grüne von Mayer einiges an Kritik einstecken mussten, fand er am Ende dann doch noch versöhnliche Worte für die SPD. "Ich würde ihr in Bayern wirklich wünschen, dass sie wieder etwas stärker wird", erklärte er, "Das soll jetzt gar kein Zynismus sein. Das wäre auch für den Austausch mit uns wichtig. Es ist immer schwer, mit einem Partner, gerade auf der Berliner Ebene, zu tun zu haben, der mit dem Rücken zur Wand steht." Es brauche eine zweite starke Volkspartei. 

Viele lokalpolitische Themen angesprochen

Landrat Georg Huber ging danach noch auf die Lokalpolitik ein. Hinsichtlich seiner Nachfolge als Landrat wies er auf die noch anstehende Entscheidung hin. Von den Kandidaten für seine Nachfolge war nur Maximilian Heimerl anwesend. Neben ihm haben auch der jetzige Vize-Landrat Alfred Lantenhammer und der Mühldorfer Stadtrat Ulrich Niederschweiberer ihren Hut in den Ring gewofen.

Huber blickte, unter anderem, auf die Entscheidung zur Senkung der Kreisumlage zurück. Daneben wies er auf die Schaffung des Zentrums für biobasierte Materialwissenschaften in Waldkraiburg als wichtige Aufgabe der nächsten Zeit hin. Ebenfalls betonte er, dass das von ihm vorangetriebene Projekt der Schaffung eines verbesserten öffentlichen Nahverkehrs entscheidend für die Entwicklung der Wirtschaft in der Region sei. "Vor allem junge Auszubildende, die wir in Zeiten des Fachkräftemangels dringend brauchen, sind heutzutage, da meist beide Elternteile werktätig sind, dringend darauf angewiesen!"

In der Diskussionsrunde ging es dann vor allem um die Problematik des Ärztemangels auf dem Land, insbesondere in Buchbach und Schwindegg. Huber betonte, dies sei in erster Linie eine Aufgabe der Kommunen, er als Landrat könne dabei nicht einwirken. Es sei aber entscheidend, dass Ärzten auf dem Land auch eine attraktive Verdienstmöglichkeit geboten würde."Als Arzt selbständig tätig zu sein, ist wie jede andere selbständige Arbeit mit viel zusätzlicher Bürokratie verbunden. Da erscheint dann eine Tätigkeit als angestellter Arzt in einem Klinikum gleich sehr viel attraktiver."

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