Ermittlungen der Kripo Mühldorf laufen
Vater (85) soll auf schwerbehinderte Tochter (41) eingestochen haben: So geht es Opfer und Täter
Ein 85-Jähriger soll am Freitag (28. Februar) seine schwer behinderte Tochter niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben. Die Kripo Mühldorf ermittelt. Wohin der Täter gebracht wurde und wie es dem Opfer geht.
Mühldorf – Die Kriminalpolizei Mühldorf ermittelt gegen einen 85-Jährigen, der seine schwer behinderte Tochter (41) lebensgefährlich verletzt haben soll. Dem Vater wird versuchte Tötung vorgeworfen. Mit einem Messer soll er Freitagfrüh (28. Februar), gegen 7.40 Uhr, auf die 41-Jährige eingestochen haben, so die Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Danach wurde die integrierte Leitstelle (ILS) über eine schwerverletzte Person alarmiert.
Dringender Tatverdacht gegen Vater
Der sehr dringende Verdacht gegen den 85-Jährigen, seine Tochter vorsätzlich mit dem Messer verletzt zu haben, habe sich bei Eintreffen der Polizei am Tatort von Anfang an erhärtet. Der Mann wurde von der Polizei vorläufig festgenommen.
Noch keine Angaben zum Tathergang
Geschehen ist die schreckliche Bluttat im südlichen Landkreis Mühldorf. „In einer ganz kleinen Gemeinde“, so Sonntag. Weil dort jeder jeden kenne und somit leicht zu erraten wäre, um welche Personen es sich handelt, verzichte die Polizei auf die Nennung des Gemeindenamens, um die Familie zu schützen. „Darüber, wie das vonstattenging, über die Anzahl der Messerstiche und wo die Frau getroffen wurde, sagen wir grundsätzlich nichts“, so Pressesprecher Stefan Sonntag auf die Nachfrage des OVB zum Tathergang.
Zum Tatzeitpunkt haben sich noch weitere Familienangehörige in dem Haus aufgehalten. Ob sie Augenzeugen der Messerattacke wurden? Auch dazu äußert sich der Polizeisprecher nicht. „Das ist Täterwissen, dazu sagen wir aus ermittlungstaktischen Gründen nichts.“
85-Jähriger in Psychiatrie untergebracht
Der 85-Jährige befindet sich momentan in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Fachklinik. Ob er auf Dauer dort bleiben wird oder in eine Justizvollzugsanstalt überstellt werden kann, das wird die Staatsanwaltschaft zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Zustand des Opfers ist stabil
Seine schwerverletzte Tochter wurde am Freitag in einem Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt. „Ihre Verletzungen durch den Angriff waren wirklich lebensbedrohlich“, betont der Polizeisprecher. „Sie ist noch im Krankenhaus und ihr Zustand ist seit Freitag zum Glück weiterhin stabil.“
Die Kriminalpolizei Mühldorf, Fachkommissariat 1, hat die Ermittlungen wegen versuchter Tötung unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernommen.