„Wiedereinführung des G9 führte zu Raumnot“
„Voll im Termin- und Kostenplan“: Richtfest am Erweiterungsbau für das Ruperti-Gymnasium
Am Ruperti-Gymnasium in Mühldorf wurde kürzlich das Richtfest für den neuen Erweiterungsbau gefeiert. Der Bau soll bis September 2025 fertiggestellt werden und wird sieben Klassenzimmer sowie zwei Gruppenräume umfassen.
Mühldorf – Einen freudigen Anlass gab es am Ruperti-Gymnasium zu feiern: Das Richtfest für den Erweiterungsbau stand an. Im Juni hatte man sich an selber Stelle zum Spatenstich getroffen, jetzt war ein wichtiger erster Bauabschnitt vollendet: der Rohbau. Der zukünftige Erweiterungsbau wird sieben Klassenzimmer und zwei Gruppenräume beherbergen.
Schulleiterin zitiert Rainer Maria Rilke
„Die Wiedereinführung des G 9 führte zu Raumnot am Mühldorfer Gymnasium, daher musste der Erweiterungsbau errichtet werden. Diese Investition in die Bildung trägt bereits sichtbare Früchte. Das Richtfest ist ein Freudentag für alle, vor allem aber für die am Bau beteiligten Arbeiter. Exemplarisch sei hier Hannes Maier herausgegriffen, der Vorarbeiter der Baufirma Rigam, der seine Mitarbeiter immer wieder motiviert hat und für Qualität sorgt“, sagte Landrat Max Heimerl. „Das Beste ist hier gerade gut genug, damit die Schüler gut lernen können, werden moderne Räume geschaffen mit Platz für Kreativität, Innovation und gemeinschaftliches Lernen.“
Der Landkreischef betonte auch den Punkt der „Nachhaltigkeit“, der bei Bau umgesetzt wurde: Die Außenwände werden aus Holz sein, eine eigene PV-Anlage sichert die Stromversorgung und in Punkto Wärme- und Wasserversorgung ist der Neubau an das Haupthaus angeschlossen. Abschließend meinte Max Heimerl: „Die voraussichtliche Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird im September 2025 erfolgen. Die Baukosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro, an denen sich der Freistaat Bayern mit 1,9 Millionen Euro beteiligen wird.“
Schulleiterin Christine Neumaier zitierte Rainer Maria Rilke und dessen Gedicht „Herbsttag“. Sie fühlte sich vor allem an die Zeile „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“ erinnert: „Im August hatte ich noch Zweifel, ob der Bau fertig wird. In den letzten Wochen wurde aber angepackt und es ging voran – ohne Rücksicht auf Wind und Wetter. Dank gebührt vor allem den Beschäftigten auf der Baustelle, die die Arbeiten vorangetrieben haben.“
Bürgermeister Michael Hetzl sagte in seinem Grußwort: „Es freut mich, dass im Landkreis wieder Millionen von Euro in die Bildung investiert wurden. Denn diese für Kinder zu garantieren ist das wichtigste Gut. Das Wachsen des Ruperti-Gymnasiums – ich bin in seiner Nachbarschaft aufgewachsen – hat Strahlkraft für die Stadt und den Landkreis.“
Michael Meier von der Planungsgruppe Strasser teilte mit: „Wir liegen voll im Termin- und Kostenplan. Das zweigeschossige Gebäude ohne Unterkellerung ist in Hybridbauweise erstellt: Tragende Bauteile sind aus Stahlbetonn nicht tragende Innen- und die Außenwände sind in Holzständerbauweise gefertigt.“
Nach den Reden stiegen die Gebrüder Markus und Andreas Edhofer von der gleichnamigen Marktler Zimmerei nach oben, um den Richtspruch auszubringen. Darin hieß es unter Anderem: „Mit dem Richtbaum steh ich hier oben und darf alle Arbeiter loben. Dem Landkreis Mühldorf gebührt hier Dank, deshalb nehme ich diesen Trank“.
Gläser werden nach unten geworfen
Die Brüder prosteten sich mehrmals zu und warfen dann die Gläser nach unten.
Im Anschluss an die Feierlichkeit wurde in der Mensa des Gymnasiums ein gemeinsames Essen eingenommen, das in bewährter Weise vom Gasthaus Spirkl zubereitet wurde.
