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Tolle Stimmung und friedliche Atmosphäre

„Alkohol ist immer ein Thema“: Diese Bilanz ziehen Mühldorfs Volksfest-Macher nach elf Tagen Wiesn

Ein letztes Mal wetteifert das Chaos-Pendel mit der Katharinenkirche um Aufmerksamkeit, dann ist auch das Volksfest 2025 Geschichte.
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Ein letztes Mal wetteifert das Chaos-Pendel mit der Katharinenkirche um Aufmerksamkeit. Dann ist auch das Volksfest 2025 Geschichte.

Sehr viele Gäste auf dem Mühldorfer Volksfest: Die Wiesn geht zu Ende. So beurteilen die Volksfestmacher die vergangenen elf Tage. Warum vor allem das letzte Fest-Wochenende ziemlich arbeitsreich war.

Mühldorf – Auf ein rundum gelungenes Volksfest 2025 blicken Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl und Volksfest-Organisator Walter Gruber am Montagmittag (8. September) zurück. „Heuer hat alles gepasst, vom Wetter über den Besucheransturm bis zur entspannten Sicherheitslage“, freut sich Gruber über das mittlerweile zehnte Volksfest unter seiner Regie.

Freibier und Kaiserwetter

Etwas über 250.000 Besucher dürften es auf dem elftägigen Volksfest gewesen sein. „Damit liegen wir wahrscheinlich über dem Vorjahr und damit auf Rekordkurs“, bilanziert der Bürgermeister hochzufrieden. Richtig gut sei der Festauftakt mit Freibier und Prachtbrauereigespannen bei den Besuchern angekommen. „Dann hatten wir fast durchweg Kaiserwetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, mit nur einem Regentag. Die Zelte waren voll, die Stimmung phänomenal. Alles in allem ein wunderbares Fest.“

„Neben den drei großen Festzelten von Spaten-, Erhartinger- und Innbräu waren auch der Stadl Tirol und der Weinstadl gut besucht“, sagt Gruber. „Zum großen Erfolg haben auch die tollen Fahrgeschäfte beigetragen – mit einem abwechslungsreichen Angebot vom Chaos-Pendel als Neuheit bis hin zu Klassikern wie dem Riesenrad.“ Das Mühldorfer Volksfest sei wieder ein familienfreundliches Fest gewesen.

Wohlfühlen auf dem Festplatz

Zum Wohlfühlen auf dem Festplatz und in den Zelten habe auch das weiterentwickelte Sicherheitskonzept beigetragen. Alleine der Bauzaun, mit dem das Festgelände rundum eingehaust ist, hat eine Länge von über drei Kilometern. „Mit optimierter Vernetzung, verstärktem Personaleinsatz und Videoüberwachung“, zählt Hetzl auf. „Alle Beteiligten wie der städtische Bauhof, Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und Sicherheitsdienste haben großartige Arbeit abgeliefert.“ Am letzten Volksfesttag drehen Hetzl und Gruber noch einmal eine Runde über den Festplatz und verabschieden sich bei jedem Schausteller, den Standlleuten und bei den Festwirten.

„Gut gelaunte Gäste; Bedienungen, die immer gut zu tun hatten und ein gestiegener Getränke- und Speisenausstoß“, gar keinen Grund zu klagen sieht Festwirt Markus Leserer vom Erhartinger Zelt. „Es war ideales Volksfest-Wetter“, stellt er fest, Zelt und Biergarten waren immer gut gefüllt. „Bei unserer ersten Malle-Party war das Zelt extrem gut besucht und die Stimmung war phänomenal.“ Gut möglich, dass dieser Abend im nächsten Jahr wiederholt wird.

Ein fröhliches Fest

Auch Roman Tauscheck vom Spatenzelt ist sehr zufrieden: „Es war ein schönes und friedliches Fest, das Zelt war gut besucht, unseren Gästen hat es gefallen und sie haben mehr getrunken als im Vorjahr.“ Auch die erstmals aufgebaute Holzkegelbahn sei gut angenommen worden. „In den ersten Tagen haben sich die Leute noch nicht so getraut, aber dann waren sie fleißig am Kegeln.“ Kinder durften sogar gratis die großen Holzkugeln schieben. Die Kritik einiger Damen an den beengten Toiletten nimmt sich der Festwirt zu Herzen und kündigt für 2026 Verbesserungen an.

Als „ein wunderschönes Volksfest“ fasst Festwirtsfamilie Lohner vom Innbräu-Zelt die letzten elf Tage zusammen. „Wie jedes Jahr wurde unser Zelt von den Gästen wieder gut angenommen, wir haben nur positive Reaktionen bekommen.“ Auch zur Modenschau sei das Zelt voll gewesen, trotz Malle-Party nebenan. „Dieser Abend hat für zwei verschiedene Publikums gut gepasst!“, freut sich Robert Lohner. „Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr“, sagt er auch im Namen seiner Frau Anna-Katharina, die just an diesem letzten Volksfesttag zur Geburt des ersten Kindes im Krankenhaus ist. „Dann werden wir als Festwirtsfamilie zu dritt sein.“

Für die Polizei ist das Mühldorfer Volksfest „im Wesentlichen friedlich verlaufen angesichts der Größe“, sagt Mühldorfs Polizeichef Josef-Ludwig Bernhard. „Alkohol ist immer ein Thema“, die meisten der auffällig gewordenen Besucher seien angetrunken gewesen. Natürlich habe es einige Vorfälle gegeben, darunter auch kleinere Schlägereien, Körperverletzungen oder Beleidigungen. „Es gab aber nicht in diesem Maße wie im letzten Jahr Vorfälle mit vielen auch schwerer Verletzten.“ Eine so schwere Körperverletzung habe es bisher nicht gegeben, sagt Bernhard vor dem letzten Abend.

Roman Tauscheck vom Spaten-Zelt.

Vor allem das vergangene Wochenende sei arbeitsreich gewesen, betont der Polizeichef, das sei aber angesichts des hohen Besucherandrangs nicht verwunderlich. Dabei sei ein 24-Jähriger am Samstag gegen 23.30 Uhr gegenüber Polizisten handgreiflich geworden, nachdem ihn der Sicherheitsdienst zusammen mit Beamten aus einem Zelt gewiesen hatte.

Markus Leserer vom Erhartinger Zelt.

Zu Handgreiflichkeiten zwischen den Begleitpersonen einer 37-Jährigen und einem Unbekannten kam es, nachdem der Unbekannte der Frau an den Hintern gefasst hatte. Viele, auch hitzige Streiterein hätten die Beamten klären können.

Die vier vom Innbräu-Festzelt: die Innbräus Max und Jonas Vetter mit den Festwirten Anna-Katharina und Robert Lohner.

Wie viele Beamte im Einsatz waren, will Bernhard nicht sagen. „Da bin ich aus taktischen Gründen sehr zurückhaltend.“ An den besucherstarken Tagen haben aber die Beamten der Polizeiinspektion Mühldorf nicht ausgereicht, es kam Unterstützung von anderen Polizeistellen. Die Beamten, die in Zweier oder Dreigruppen unterwegs gewesen wären, seien auch als Ansprechpartner gebraucht worden. „Es ist wichtig, einfach da zu sein“, sagt der Polizeichef.

Feuerwerk zum Schluss

Mit dem Feuerwerk klingt das Mühldorfer Volksfest am heutigen Montag (8. September) aus. Welche Musik dafür ausgewählt wurde, weiß Bürgermeister Hetzl nicht. „Da lass ich mich gern überraschen“, lacht er gut gelaunt.

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