Ehrenzeichen für langjähriges Engagement
Ministerpräsident Söder würdigt vier Bürger aus Landkreis Mühldorf für ehrenamtlichen Einsatz
Für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement haben vier Bürger aus dem Landkreis das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten erhalten. Die Auszeichnung würdigt hervorragende Verdienste in Vereinen und Organisationen.
Mühldorf – Ministerpräsident Markus Söder hat Bürgern aus dem Landkreis für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten verliehen. Das Ehrenzeichen wird seit 1994 verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften hervorragende Verdienste erworben haben. Geehrt wurden Eadda Schubert, Gerda Gentzsch, Gerhard Hahnreich und Josef Gaigl.
Ein Zeichen des öffentlichen Dankes
In seiner Begrüßung führte der stellvertretende Landrat Richard Fischer unter anderem aus: „Das Ehrenzeichen unseres Ministerpräsidenten ist ein Zeichen des öffentlichen Dankes für mindestens 15 Jahre umfassende Arbeit in einem Ehrenamt. Diese Tätigkeit ist oft eine Arbeit im Verborgenen, für die Gesellschaft aber enorm wichtig“. Drei der Geehrten kommen aus Schwindegg, worüber sich Schwindeggs Bürgermeister Roland Kamhuber besonders freute.
Edda Schubert hat ein großes Herz für Kinder. Sie ist seit September 2000 ehrenamtlich als Schulweghelferin und seit September 2012 als Leiterin der Schulweghelfer aktiv. Ehrenamtliche Schulweghelfer sorgen dafür, dass die Kinder gut und sicher über die Straße und zur Schule kommen. Durch ihr Engagement schafft es Edda Schubert seit mittlerweile 25 Jahren immer wieder, auch Eltern und Großeltern für das Amt der Schulweghelfer zu gewinnen. Sie engagiert sich zudem bereits über zwölf Jahre in der Mittagsbetreuung der Grundschule Schwindegg. Darüberhinaus hat sie seit Januar 2015 die Leitung der örtlichen Eltern-Kind- Gruppe übernommen.
Gerda Gentzsch organisierte als Vorsitzende und Clubleiterin die Seniorennachmittage der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Dazu gehörten vielfältige Vorträge zu Gesundheit und Vorsorge sowie die verschiedensten jahreszeitlichen Feiern, gemeinsame Ausflüge, Seniorenturnen oder Seniorenreisen. Ohne Unterbrechung – bis Corona kam – gestaltete Gerda Gentzsch die informativen und geselligen Nachmittage für die Senioren, die mit viel Vorbereitungsarbeit verbunden waren. Die stimmungsvolle Weihnachtsfeier war für die Senioren immer ein Höhepunkt. Es gab Geburtstags-, Faschings- und Muttertagsfeiern, und wenn gerade kein anderer Anlass da war, dann sorgten Spiele- oder Bastelnachmittage für gute Laune. Auch an die Kinder dachte Gerda Gentzsch mit einem Kinderfaschingsprogramm und in den Ferien wurde für die Kinder mit den eigenen Pferden der „Reiterhof Gentzsch“ organisiert.
Gerhard Hahnreich leitete in den vergangenen 33 Jahren die Geschicke der Krieger- und Soldatenkameradschaft Walkersaich als Vorsitzender von 1991 bis 2024. Bereits in den Jahren 1978 bis 1991 war er 13 Jahre als stellvertretender Vorsitzender und Fähnrich der KSK aktiv. Unter anderem organisierte er hauptverantwortlich das 100-jährige Gründungsfest im Jahre 2007. Auch die Fahnenweihe im Jahr 1983 zum 75-jährigen Bestehen der Kameradschaft wurde damals unter seiner stellvertretenden Vorstandschaft organisiert. Wichtig war ihm auch immer die Förderung des Dialogs und der Freundschaft zwischen den Vereinen und Ortschaften aus Buchbach und Schwindegg. Hervorzuheben ist sein Engagement bei der Organisation und der der Teilnahme an traditionellen Veranstaltungen mit Fahnenabordnungen der KSK. Darüber hinaus war es ihm immer auch wichtig, neue Mitglieder zu werben und möglichst vielen Interessenten die Arbeit, die Ziele und die Werte der KSK näherzubringen. Auch die Organisation zur Pflege und zum Erhalt des Kriegerdenkmals zu „Gedenken und Ehren der Gefallenen und Vermissten der Kriege“ war ihm immer ein Anliegen.
Josef Gaigl aus Mühldorf ist seit Dezember 1992 beim Deutschen Alpenverein (DV) für die Sektion Haag-Oberbayern tätig. Der DAV ist mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Bergsportverband der Welt und der mitgliederstärkste Naturschutzverband in Deutschland. Für diese Organisation organisiert Josef Gaigl sowohl im Winter als auch im Sommer Tages- und Mehrtagestouren für seine Sektion. In seiner Funktion als Wintertourenwart koordinier er Ski- und Schneeschuhtouren sowie Winterwanderungen für die zahlreichen DAV-Mitglieder. Er sorgt dafür, dass alle Teilnehmer im Winter sowohl sicher als auch naturverträglich in der freien Natur unterwegs sein können.
Auch in seinem Urlaub ist Josef Gaigl ehrenamtlich aktiv. So plant und begleitet er in seiner Freizeit nicht nur die zahlreichen Touren, er bildet sich auch regelmäßig fort, um den geänderten Erkenntnissen in Naturschutz und Lawinenkunde gerecht zu werden. Außerdem erstellt er jedes Jahr einen Tätigkeitsbericht für die DAV-Mitglieder. Josef Gaigl ist als Geschäftsführer einer Mühle beruflich stark eingespannt. Umso beeindruckender ist es, wenn sich jemand wie er in einer Weise engagiert, die so viel Zeit beansprucht.
Am Ende des kleinen Fest wurden bei Getränken und Schnittchen viele interessante Gedanken ausgetauscht.