Tragischer Crash auf der MÜ38
Tödlicher Unfall bei Mettenheim: Am selben Baum starb schon mal jemand
Auf gerader Strecke zwischen Mettenheim und Neufahrn verunglückte ein 51-jähriger Mann tödlich. Warum der einheimische Autofahrer von der Fahrbahn abkam, ist noch unklar. Vor vielen Jahren gab es dort schon einmal einen tödlichen Unfall.
Mettenheim – Völlig unklar ist, warum ein 51-Jähriger am Donnerstag, 24. Juli, zwischen Mettenheim und Ampfing gegen einen Baum fuhr. Das teilte die Polizei nach dem Unfall mit. Denn die Straße zwischen Mettenheim und dem Weiler Neufahrn ist gerade und übersichtlich. Trotzdem verunglückte dort ein Mensch am Donnerstag kurz nach 6 Uhr mit seinem VW tödlich. Auch ein anderes Auto, dass den Unfall verursacht haben könnte, ist derzeit nicht bekannt.
Geschwindigkeit ist auf gerader Straße nicht begrenzt
Für das schnurgerade Stück der Kreisstraße Mü 38 zwischen dem Ortsausgang von Mettenheim und dem Weiler Neufahrn gibt es kein Tempolimit. Die Ortsbeschränkung ist aufgehoben, bis zur Tempo-70-Regelung für Neufahrn sind es noch mehr als 100 Meter. „Dazwischen ist offene Strecke“, sagt Karl-Heinz Stocker, der bei der Mühldorfer Polizei der Verkehrsfachmann ist. „Dort gibt es keine Tempo-Beschränkung.“
Wann immer es zu schweren Unfällen kommt, ist auch er vor Ort, um die Situation zu analysieren. Diese Analyse steht Stunden nach dem Unfall noch sehr am Anfang. „Er kam aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß mit einem Baum zusammen“, sagt Stocker. „Der Fahrer war augenscheinlich sofort tot.“ Genaueres kann er noch nicht sagen. Die Staatsanwaltschaft habe eine unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben.
„Es ist kein Unfallschwerpunkt“, sagt der langjährige Verkehrsfachmann der Mühldorfer Polizei. Die Strecke sei unauffällig. „An der Straße stehen diese uralten Bäume“, sagt Stocker, an einem von ihnen zerschellte das Auto. „Offene Strecke“, das heißt auch, dass es keine Sicht- oder andere Behinderungen gibt. Deshalb ist dort in den vergangenen Jahren wenig passiert.
Tödlicher Unfall auf der MÜ38 bei Mettenheim am Donnerstag (24. Juli)




Mal ein Auto im Graben, der eine oder andere Wildunfall, bislang keine Auffälligkeit. Stocker bezieht bei dieser Einschätzung auch den Leiter der Unfallkommission des Landkreises, Markus Hausberger, ein. Mit ihm habe er über die Strecke gesprochen, auch ihm seien keine Häufungen bekannt.
Mettenheims Feuerwehrkommandant Ralf Schmidt erinnert sich allerdings, dass seine Leute schon früher ausgerückt sind, um dort zu einem schweren Unfall zu fahren. Nach seiner Erinnerung ist schon früher ein Auto gegen diesen Baum gefahren. Ein Kreuz hängt am Stamm, es ist schon ein wenig eingewachsen.
Polizist Stocker muss länger recherchieren, bis klar ist, dass die Erinnerung des Kommandanten nicht trügt „Vor sehr vielen Jahren ist dort ein Mensch gestorben.“ Wer das war und was damals genau passiert ist, kann Stocker nicht sagen. Akten, die älter als zehn Jahre alt seien, seien gesperrt, sagt er. Ohne besonderen Grund seien sie nicht einsehbar.
Keine nähreren Angaben zum Unfallopfer
Auch über das Unfallopfer vom Donnerstag schweigen sich die Beamten aus, zum Schutz der Person und der Angehörigen. Helfen konnten die Feuerwehren aus Mettenheim, Ampfing und Zangberg dem Verunglückten nicht mehr. Sie bargen ihn mit schwerem Gerät aus dem völlig zerstörten Auto, er war aber schon tot.