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Investitionen trotz knapper Kassen

Tödliche Kurve: So will der Landkreis Mühldorf 2026 für mehr Sicherheit sorgen

Unfallstelle Irl mit Holzkreuz und Trauer
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Landrat Max Heimerl möchte auch 2026 alle notwendigen Baumaßnahmen angehen und fortführen. Dazu gehört auch die Kurve auf der MÜ 27 bei Irl, wo im März 2023 eine 16-Jährige tödlich verunglückte.

Eine Kurve mit tödlicher Geschichte, eine Brücke mit Einsturzgefahr: Der Landkreis Mühldorf packt auch 2026 an – trotz knapper Kassen. Welche Investitionen geplant sind.

Mühldorf/OberbergkirchenIm März 2023 verunglückte kurz vor Irl auf der MÜ 27 an einem Samstagnachmittag eine 16-jährige Motorradfahrerin. Sie stürzte in der berüchtigten, abschüssigen Rechtskurve, rutschte in einen entgegenkommenden BMW und starb noch an der Unfallstelle. Das war nicht der erste Unfall in der Kurve. Daher soll sie nächstes Jahr entschärft werden, das ist Teil des Investitionsprogramms des Landkreises, das in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses des Kreistages vorgestellt wurde und der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. 

Bei allen Maßnahmen – Neubauten wie Sanierungen – gelte, „was notwendig ist, werden wir definitiv machen“, machte Landrat Max Heimerl (CSU) mit Blick auf den angespannten Haushalt deutlich. 

Neuer Radius, weniger Gefälle

Die Kurve führt bergab durch einen Wald und macht am Waldausgang die Wendung nach rechts; gerade aus ist ein freies Feld. Das Landratsamt hatte in der Vergangenheit schon mit einem durchgezogenen Mittelstrich, zusätzlichen Schildern und gelb-roten Richtungstafeln reagiert. Nach dem Unfall wurden bereits weitere Schilder aufgestellt und Bäume abgeholzt, um die Sicht zu verbessern, erklärte der stellvertretende Fachbereichsleiter Robert Martinez. Jetzt soll die Kurve für 100.000 Euro einen neuen Radius und weniger Gefälle bekommen; die Hälfte wird gefördert.

Zwischen Oberbergkirchen und Irl verunglückte im März 2023 eine 16-Jährige aus Niederbergkirchen mit ihrem Leichtkraftrad.

Ebenfalls aus Sicherheitsgründen wird es in Rechtmehring 2026 eine neue Nasenbachbrücke geben, weil die bestehende Stahlbetonkonstruktion einsturzgefährdet: „Sie kann jederzeit versagen“, sagte Martinez – und das ohne Vorwarnung. Der Neubau wird rund 1,15 Millionen Euro kosten und wird ebenfalls zur Hälfte gefördert. 

Weitere Vorhaben im Straßenbau

Weitere wichtige Tiefbaumaßnahmen sind die Verstärkung des Oberbaus der Kreisstraße MÜ 36 bei Haunertsholzen (100.000 Euro), die Sanierung der MÜ 2 zwischen der Staatsstraße 2086 und dem Ortsende Neumarkt-St. Veit (120.000 Euro), die Deckensanierung der MÜ 32 in Richtung Rechtmehring, die von der MÜ 43 bis zur landkreisgrenze Rosenheim reicht (140.000 Euro). Auch soll der Wellstahldurchlass an der Kreisstraße MÜ 28 bei Irl (260.000 Euro) saniert werden.

Außerdem erklärte Martinez, dass der Neubau der Hirschbachbrücke in Polling bis September fertig sei und im Kostenrahmen von 1,7 Millionen Euro (davon 645.000 Euro Fördergelder) bleibe. Martinez unterstrich, dass sich der Hochwasserschutz nicht verschlechtern werde und mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim abgestimmt sei.

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