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Ferien-Aktion des Kreisjugendrings

„Mue-Topia“: Wenn Kinder sich in Mühldorf eine eigene Stadt bauen

Junge Filmemacher bei der Kinderstadt.
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Junge Filmemacher mit Claudia Hausberger vom KJR (hinten rechts) in der Kinderstadt „Mue-Topia“.

Bürgermeister wählen, Geld drucken, eigene Medien machen: In „Mue-Topia“ bauen Kinder ihre Mühldorfer Traumstadt – mit Spaß, Jobs und echtem Stadtleben.

Mühldorf — „Mue-Topia“, so heißt die Kinderstadt, die der Kreisjugendring (KJR) wieder auf die Beine gestellt hat. Hier ist alles sauber und ordentlich und alle Leben friedlich miteinander. Das ist die Idealvorstellung, die die Buben und Mädchen von ihrer Stadt haben. „Die Idee zum Namen stammt von den Kindern, die im vorigen Jahr teilgenommen haben“, erklärt die Geschäftsführerin des KJR, Claudia Hausberger, die auch für die Organisation verantwortlich zeichnet.

Heuer hat sich das Feuerwehrausbildungszentrum an der Ahamer Straße in eine Kinderstadt verwandelt. Hier ging ordentlich die Post ab, wie in der ersten Pfingstferienwoche zu beobachten war. Denn der KJR hat eine Stadt nur für Kinder aufgebaut.

„Die Kinderstadt gibt es bereits zum achten Mal, aber heuer sind wir erstmals in Mühldorf“, freut sich Hausberger, die als Kommandantin den Hut auf hat. Die Chefin des KJR erfährt durch ihr Team sowie durch rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer tatkräftige Unterstützung. Heuer meldeten sich 146 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren für die Kinderstadt an. Die Buben und Mädchen kommen aus dem ganzen Landkreis.

Lieber Kinderstadt statt Urlaub

Einige Eltern hätten sogar ihren Urlaub in die zweite Ferienwoche verlegt, weil ihre Sprösslinge unbedingt bei der Kinderstadt dabei sein wollten. Die Stadt lebt zwar nach eigenen Vorstellungen und Regeln der Buben und Mädchen, dennoch ist sie so konzipiert wie im richtigen Leben. Damit alles seine Ordnung hat, gibt es ein Rathaus und ein von den Kindern gewähltes Oberhaupt.

Außerdem: Wer sich in der Kinderstadt eine Kleinigkeit kaufen will, muss vorher arbeiten, um Geld zu verdienen. Die Kinder können sich an zwanzig völlig unterschiedlichen Arbeitsstationen, die aber mit viel Spaß daher kommen, ein bisschen Geld verdienen.

Auch das Toben kommt in der Kinderstadt nicht zu kurz.

Sogar eigene „Geldfälscher“ gibt es hier: Öffentlich und ungeniert drucken Mitarbeiter der Kinderstadt-Bank beim Papierschöpfen sogar Geldscheine. „Wir verfügen aber auch noch über Münzen, und zwar über Inntaler“, erläutert Claudia Hausberger.

Ganz öffentlich und ungeniert drucken Mitarbeiter der Kinderstadt-Bank sogar Geldscheine.

Sie ist die ganze Woche in der Kinderstadt im Einsatz und schaut immer wieder bei den einzelnen Stationen vorbei. Die Post, die Gärtnerei, der Zirkus, die Radio- und Fernsehabteilung, die Abfallwirtschaft, das Bücherei-Café, eine Zeitungsredaktion und vieles mehr halten die Kinder den ganzen Tag auf Trab.

Hier wird die „Mue-Topia“-Zeitung gemacht.

Was den Verantwortlichen außerdem wichtig ist: Die Teilnehmer der Kinderstadt dürfen auch in Organisationen und Vereinen hineinschnuppern, in denen Ehrenamtliche eine große Rolle spielen. Heuer sind beispielsweise die Malteser, die Feuerwehr, das THW sowie der Bienenhof Aham mit von der Partie.

Die Köche Valentin und Akhil und bekochen 146 Kinder.

Köche verköstigen 146 Kids

Weil Arbeiten und Spaß den Magen knurren lassen, muss ein Mittagessen auf den Tisch. Für das kulinarische Wohl der Stadtkinder sorgen Valentin und Akhil. „Als gelernter Brauer bin ich es gewöhnt, mit großen Töpfen zu hantieren“, lacht Valentin, der spielend einfach mit seinem Kollegen 146 Kinder verköstigt. Die Partnerinnen der Köche sind ebenfalls in der Kinderstadt im Einsatz.

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