Hoffnung auf Heilung
Erhartinger David Hüttl wird seit vier Wochen in den USA behandelt – So geht es dem 22-Jährigen
31 hochdosierte Bestrahlungen soll David Hüttl in den Vereinigten Staaten erhalten. Der Erhartinger ist schwer an Knochenkrebs erkrankt. Vor vier Wochen hat er sich auf die Reise in die USA begeben – die letzte Hoffnung auf Heilung für den 22-Jährigen.
Erharting – Vier Wochen ist es her, dass sich David Hüttl auf den beschwerlichen Weg in die USA gemacht hat. Beschwerlich deshalb, weil alleine der Transport zum Flughafen nach München und der lange Flug über den Atlantik eine Tortur für den schwer kranken Erhartinger waren. Seit vier Wochen wird er nun in einer Spezialklinik in Arizona behandelt. Doch die Klinikkosten, die privat abgerechnet werden, sind hoch.
Freunde begleiten David zum Flughafen
Die Fahrt zum Flughafen nach München war keine gewöhnliche Tour. Sein Feuerwehrkamerad aus Erharting, Florian Schweiger, hatte zusammen mit Jonas Gabriel ein Rettungsfahrzeug organisiert, um Anfang September ihren Kumpel zu begleiten. Von München aus startete dann die Reise in die Vereinigten Staaten.
Der Flug nach Los Angeles verlief reibungslos. Doch am Flughafen geriet dann alles durcheinander, wie aus dem Umfeld Hüttls zu erfahren ist. David und seine Familie verpassten den Anschlussflug nach Arizona. Nach erschöpfenden Stunden im Terminal organisierten Freunde für den Tag darauf einen gemieteten Mini Van, mit dem David liegend in die „Mayo Clinic“ nach Phoenix transportiert werden konnte.
400.000 Euro waren durch Spenden zusammengekommen
Dann ging alles rasend schnell: Kaum angekommen, begannen die medizinischen Untersuchungen. Dabei wurde beschlossen: David Hüttl soll insgesamt 31 hoch dosierte Bestrahlungen erhalten. Und die verschlingen Unsummen: Die Kosten belaufen sich dafür auf rund 281.000 US-Dollar.
Geld, das glücklicherweise zur Verfügung steht, nachdem der Spendenaufruf für den 22-jährigen Erhartinger eine unfassbare Welle der Solidarität ausgelöst hatte. Über 400.000 Euro waren auf der Spendenplattform von „GoFundMe“ zusammengekommen, um David die teure Behandlung in den USA zu ermöglichen.
Das Ziel: Erst einmal das Wachstum des Tumors stoppen
Ziel der Bestrahlung ist es zunächst, das Tumorwachstum so schnell wie möglich zu stoppen, um damit auch weitere Komplikationen zu verhindern und Davids Lebensqualität zu erhalten. Anschließend soll eine Chemotherapie begonnen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf weitere 300.000 Euro.
Wie es aus dem familiären Umfeld heißt, konnte die Protonenbestrahlung erst in der vergangenen Woche begonnen werden. Denn Davids Zustand hatte sich plötzlich rapide verschlechtert, zwei Noteingriffe waren notwendig geworden. Er ist auf dem Weg der Besserung, heißt es.
Teure Behandlung hat bereits begonnen
Dank der großzügigen Spenden konnte der erste Teil der Behandlung bereits begonnen werden – dafür ist die Familie Hüttl unendlich dankbar. Doch mit den nicht zu erwartenden Komplikationen und aufgrund der Tatsache, dass die finanzielle Belastung für die Familie enorm ist, ist weitere Unterstützung nötig. Sie bittet die Öffentlichkeit: Jeder Beitrag, groß oder klein, hilft, Davids Behandlung fortzusetzen und ihm damit die bestmögliche Chance auf Heilung zu geben.
5.000 Menschen haben bereits gespendet
Über 5.000 Menschen haben bereits gespendet, wer David helfen will, kann dies unter „GoFundMe“ weiterhin tun. Darüber hinaus steht auch das Konto der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach zur Verfügung (Sparkasse Altötting-Mühldorf, IBAN: DE58 7115 1020 0032 0466 74). Die Verwaltung leitet das Geld entsprechend weiter. Darüber hinaus gibt es ein Benefizkonzert des Akustik-Trios „Hearts Of Gold“ für David Hüttl. Es findet statt am Samstag, 8. November, um 19.30 Uhr in Geli‘s Café im InnCarrée.